Synthesizer-Fans aufgepasst! Behringer bringt eine legendäre analoge Klangarchitektur in ein ultramarkantes, hosentaschentaugliches Format. Wer fetten Analogsound sucht, aber keinen Platz mehr auf dem Studiotisch oder im Live-Rack hat, sollte sich den neuen Behringer Mini-D genauer ansehen. Dieser portable Synthesizer verspricht trotz seiner minimalen Abmessungen gewaltige Klänge.
Die Sound-Engine: Drei VCOs für maximale Power
Das Herzstück des Behringer Mini-D ist seine extrem flexible Klangerzeugung. Der portable analoge Synthesizer ist mit drei spannungsgesteuerten Oszillatoren (VCOs), einem klassischen Filter (VCF), einem LFO und einer Hüllkurve ausgestattet.
Die Oszillatoren bieten jede Menge Flexibilität für euer Sounddesign:
- Vielseitige Modi: Die drei VCOs können unisono, paraphonisch, in Quinten und Oktaven gestimmt oder per Ringmodulation betrieben werden.
- Breite Skala: Der Synthesizer deckt eine Skala von insgesamt sechs Oktaven ab.
- Klassische Wellenformen: Zur Auswahl stehen Dreieck (Triangle), Rampe (Ramp), Sägezahn (Sawtooth), Rechteck (Square) sowie zwei Puls-Wellenformen.
- Integrierter Rauschgenerator: Ein Generator für weißes und rosa Rauschen mit eigener Pegelregelung sorgt für die nötige Schmutzkomponente oder perkursive Texturen im Mix.
Filter und Modulation: Legendärer Charakter
Für den typischen, cremigen Analogsound verbaut Behringer ein klassisches 24 dB/Oktave-Filter. Dreht man den „Emphasis“-Regler (Resonanz) weit nach oben, fängt das VCF bei hohen Einstellungen an, selbst zu oszillieren.
Zur Modulation steht ein flexibler LFO bereit, der Sägezahn-, Dreieck-, Rechteck- oder Zufallswellenformen (Random) erzeugen kann. Damit lassen sich sowohl die Tonhöhe (Pitch) als auch die Amplitude und die Filterfrequenz herrlich modulieren.
Sequenzer-Highlights: Freestyle & Motion-Recording
Ein echter Gamechanger für kreative Jams und die Live-Performance im Behringer MIni-D ist die durchdachte Sequenzer-Abteilung:
- 10 Sequenzen: Der interne Speicher bietet Platz für zehn Sequenzen mit jeweils bis zu 16 Steps.
- Freestyle-Option: Über eine einfache Tastenkombination lässt sich ein Freestyle-Modus aktivieren, bei dem die Quantisierung abgeschaltet wird und Notenverlängerungen unquantisiert in Echtzeit aufgezeichnet werden.
- Motion Sequencer: Mit dem Motion Sequencer lassen sich fast alle Reglerbewegungen direkt als Teil der Sequenz automatisieren. Ausgenommen davon sind lediglich Skala, Modus, Wellenform und Emphasis. Über eine „Smooth“-Funktion können die Parametersprünge zudem elegant geglättet werden, um abrupte Übergänge zu vermeiden.
Konnektivität und smarte Kalibrierung
Trotz des Mini-Formats spart der Behringer Mini-D nicht an Anschlüssen. Die Stromversorgung erfolgt zeitgemäß über einen USB-C-Port, welcher gleichzeitig für USB-MIDI und Firmware-Updates über die SynthTribe-App dient. Zusätzlich stehen ein klassischer 5-Pol DIN-MIDI-Eingang sowie analoge Sync-In- und Sync-Out-Buchsen zur Verfügung, um den Sequenzer perfekt mit externem analogen Equipment zu synchronisieren. Das Tempo des Sequenzers lässt sich flexibel von 10 bpm bis hin zu rasanten 600 bpm einstellen.
Besonders praxisnah im Studioalltag: Nach dem Einschalten durchläuft der Synthesizer eine automatische Kalibrierungsroutine von etwa 30 Sekunden, um die korrekte Stimmung der Oszillatoren zu garantieren. Sollten sich die analogen Schaltkreise im Betrieb einmal verstimmen, genügt es, das Gerät für 10 Sekunden lang nicht zu berühren (weder Regler noch Tasten) – schon startet die Kalibrierung im Hintergrund vollautomatisch neu!
Fazit
Der Behringer iIni-D beweist eindrucksvoll, dass legendärer Analogsound weder groß noch schwer sein muss. Mit seinen drei flexiblen VCOs, dem zupackenden 24-dB-Filter und den mächtigen Sequenzer-Features inklusive Motion-Recording ist er das perfekte Werkzeug für mobile Setups, Live-Gigs auf kleinem Raum oder das heimische Studio. Ein echter Preis-Leistungs-Kracher für jeden Synthesizer-Enthusiasten!
Herstellerlink: D MINI | Behringer
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Muss der Synthesizer vor der Nutzung aufwärmen? Ja, für eine optimale Stimmstabilität der präzisen analogen Schaltkreise wird eine Aufwärmzeit von mindestens 15 Minuten empfohlen – insbesondere, wenn das Gerät aus einer kalten Umgebung kommt.
Wie wird der Synthesizer mit Strom versorgt? Der Synthesizer wird ganz unkompliziert über den integrierten USB-C-Anschluss mit einer passenden USB-Stromquelle betrieben.
Kann ich Reglerbewegungen im Sequenzer aufnehmen? Ja! Dank des Motion Sequencers können fast alle Reglerbewegungen automatisiert und in der Sequenz gespeichert werden. Ausgenommen sind lediglich die Parameter für Skala, Modus, Wellenform und Emphasis.
Was passiert, wenn sich die Oszillatoren im Betrieb verstimmen? Der Synthesizer besitzt eine intelligente Auto-Kalibrierung. Wenn du das Gerät im laufenden Betrieb für 10 Sekunden lang nicht berührst, kalibriert sich das System automatisch selbst nach.
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Leitender Redakteur – keyboards.de
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