Behringer Swing Test: Kompakter MIDI-Controller für Synthesizer, DAW und Modular im ausführlichen Check
Der Behringer Swing ist kein klassischer Synthesizer mit eigener Klangerzeugung, sondern ein kompakter MIDI-Controller, der sich gezielt an Synthesizer-Fans, DAW-Nutzer und Modular-Performer richtet. Genau deshalb ist ein Behringer Swing Test für einen Musikerblog mit Schwerpunkt Synthesizer spannend: Das Gerät will nicht selbst klingen, sondern andere Klangquellen intelligenter, direkter und musikalischer steuerbar machen.
Auf dem Papier bringt der Controller dafür sehr viel mit. Behringer kombiniert hier 32 kompakte Tasten mit Anschlagdynamik und Aftertouch, einen polyphonen 64-Step-Sequencer, Arpeggiator, Chord-Modus sowie Anschlüsse für MIDI, USB, Sync und CV. Schon diese Kombination zeigt mir, dass der Swing nicht nur als Einsteiger-Keyboard gedacht ist, sondern als Schaltzentrale zwischen Software, Desktop-Synths und Modularsystem.
Behringer Swing Test: Erster Eindruck und Konzept
Wenn ich mir das Konzept des Swing ansehe, fällt mir sofort auf, wie klar die Zielgruppe definiert ist. Dieses Gerät will mobil, platzsparend und gleichzeitig vielseitig sein. Die 32 Tasten sind kompakt gehalten, was natürlich nicht das gleiche Spielgefühl wie bei einer großen Full-Size-Tastatur erzeugt. Trotzdem spricht die Ausstattung mit Velocity und Aftertouch dafür, dass hier nicht nur Noten eingegeben, sondern auch musikalische Ausdruckswerte in den Workflow eingebunden werden sollen. Genau das ist für viele Synthesizer-Setups entscheidend.
Ich finde vor allem interessant, dass Behringer den Swing nicht auf reine DAW-Steuerung reduziert. Der Controller ist laut Guide ausdrücklich für USB-MIDI, externes MIDI-Equipment und CV-Steuerung gedacht. Auf der Hook-up-Seite wird sogar gezeigt, dass sich der Swing sowohl mit einem Rechner als auch mit einem modularen Synthesizer-Setup oder einem Hardware-Synth wie dem Model D verbinden lässt. Für mich ist das ein starkes Signal: Der Swing ist als Hybrid-Werkzeug gedacht, nicht als reines USB-Keyboard.
Die Tastatur im Praxisfokus: klein, aber musikalisch relevant
32 Tasten mit Velocity und Aftertouch
Im Zentrum dieses Behringer Swing Test steht natürlich die Tastatur. Der Quick Start Guide nennt 32 kompakte Tasten mit Anschlagdynamik und Aftertouch. Das ist in dieser Größenklasse alles andere als selbstverständlich, weil gerade Aftertouch bei kompakten Controller-Keyboards oft fehlt. Für expressive Synthesizer-Performances ist diese Funktion jedoch enorm wertvoll. Ich sehe hier einen echten Pluspunkt, weil man Filterfahrten, Modulationen oder andere Parameter nicht nur über Regler, sondern direkt aus dem Spiel heraus beeinflussen kann.
Touch-Strips statt Wheels
Anstelle klassischer Pitch– und Mod-Wheels setzt der Swing auf zwei Touch-Strips für Pitch Bend und Modulation. Das ist Geschmackssache. Ich persönlich sehe darin einen Vorteil für kompakte Geräte, weil Touch-Strips wenig Platz beanspruchen und trotzdem schnellen Zugriff erlauben. Gleichzeitig muss man ehrlich sagen: Wer das haptische Verhalten klassischer Wheels liebt, wird sich hier umgewöhnen müssen. Aus Synthesizer-Sicht ist die Lösung aber konsequent, denn sie hält das Gehäuse schlank und modern.
Sequencer und Arpeggiator: Der eigentliche Kern des Geräts
64-Step polyphon und direkt am Gerät bedienbar
Ein entscheidender Punkt in jedem Behringer Swing Test ist der integrierte Sequencer. Laut Guide arbeitet der Swing mit 64-Step Polyphonic Sequencing. Dazu kommen acht Speicherplätze, die über den Style/Pattern-Regler angewählt werden. Für mich macht genau das den Unterschied zwischen einem einfachen Eingabegerät und einem kreativen Performance-Controller. Man kann Ideen nicht nur spielen, sondern direkt im Gerät festhalten und wieder abrufen.
Besonders praktisch finde ich, dass sich beim Step-Sequencer nicht nur Noten aufnehmen lassen. Der Guide beschreibt außerdem Rest-, Tie- und Legato-Funktionen, Overdub-artiges Anhängen weiterer Noten, Transponieren während der Wiedergabe und das Löschen einzelner oder aller Steps per Tastenkombination. Dadurch wirkt der Swing auf mich deutlich praxisnäher als viele Mini-Controller, die zwar Transporttasten besitzen, aber musikalisch kaum über Noteneingabe hinausgehen.
Arpeggiator mit acht Spielmustern
Auch der Arpeggiator ist kein Alibi-Feature. Der Style/Pattern-Regler erlaubt im Arp-Modus acht Wiedergabearten, darunter aufwärts, abwärts, auf/ab, doppelte Wiederholungen, Order und Random. Dazu kommen Gate- und Swing-Einstellungen direkt über die Tastatur. Ich finde das stark, weil man auf diese Weise sehr schnell aus einfachen Akkorden lebendige Sequenzen machen kann, ohne erst in Menüs abzutauchen.
Chord Mode als Performance-Helfer
Der Chord-Modus erlaubt es, einen Akkord auf eine einzelne Taste zu legen und transponiert wiederzugeben. Im Guide ist von bis zu acht Noten die Rede. Für mich ist das gerade im Live-Kontext oder beim Jammen mit kompakten Synthesizer-Setups ein sehr nützliches Feature. Denn dadurch lassen sich auch mit einer kleinen Tastatur harmonisch größere Gesten spielen. Außerdem kann der Chord-Modus mit Arpeggiator und Sequencer kombiniert werden, was den kreativen Nutzen noch einmal erhöht.

Anschlüsse: Hier wird der Swing für Synthesizer-Fans wirklich spannend
MIDI, USB, Sync und CV in einem Gerät
Wenn ich mir die Rückseite ansehe, wird schnell klar, warum der Swing im Synth-Bereich interessant ist. Der Controller bietet MIDI In/Out im 5-Pol-DIN-Format, USB Micro-B, Sync In/Out, einen Fußschalteranschluss und drei CV-Ausgänge für Mod, Gate und Keyboard-CV. Genau diese Mischung macht ihn zur Brücke zwischen Computer, klassischem MIDI-Hardwarepark und modularer Umgebung.
Ich halte besonders die CV-Sektion für relevant. Denn damit lässt sich der Swing eben nicht nur als DAW-Keyboard, sondern auch als Steuerzentrale für Eurorack, semi-modulare Synths oder andere CV-kompatible Geräte einsetzen. Im Hook-up-Diagramm des Guides wird diese Modular-Anbindung ausdrücklich gezeigt. Für einen Musikerblog mit Synthesizer-Fokus ist das aus meiner Sicht einer der größten Kaufgründe.

Class-Compliant und ohne Treiber
Ein weiterer Pluspunkt ist die Class-Compliant-Auslegung. Laut Guide sind keine zusätzlichen Treiber für Windows und macOS notwendig. Für mich ist das ein echter Komfortvorteil, weil man den Controller schnell ins Setup integrieren kann, ohne lange Installationsroutinen durchlaufen zu müssen. Gerade im Studio-Alltag spart das Zeit und Nerven.
Bedienung und Workflow im Alltag
Direkter Zugriff statt Menülastigkeit
In meinem Eindruck lebt der Swing stark von seiner Direktheit. Gate, Swing, MIDI-Kanal, Tempo, Scale, Pattern und Transportfunktionen sind direkt erreichbar. Das gefällt mir, weil ich bei kompakten Performance-Controllern keine verschachtelten Menüs möchte. Stattdessen will ich im besten Fall sofort hören, was sich ändert. Genau das scheint der Swing anzubieten.
Sync-Optionen für verschiedene Setups
Der Guide nennt interne Synchronisation, USB, MIDI und externen Trigger als Sync-Quellen. Das ist wichtig, weil der Swing dadurch nicht auf ein einziges Produktionsszenario festgelegt ist. Ich kann mir damit ein klassisches Rechner-Setup vorstellen, aber eben auch eine Hardware-Kette mit Drum-Machine, Desktop-Synth und Modularkomponenten. Besonders für Live-Performer ist diese Flexibilität ein großer Vorteil.
Control Tribe Software
Über die kostenlose Control Tribe Software lassen sich zusätzliche Parameter konfigurieren, unter anderem MIDI-Ein- und Ausgangskanäle. Die Screenshots im Guide zeigen eine Controller-Seite und eine Sequencer-Seite. Das wirkt auf mich sinnvoll, weil die Hardware zwar direkt bedienbar bleibt, komplexere Einstellungen aber bequem am Rechner vorgenommen werden können. Gerade für unterschiedliche Studio- und Live-Setups ist das praktisch.
Behringer Swing im Synthesizer-Setup: Für wen lohnt sich das?
Ich sehe den Swing vor allem in drei Szenarien als starkes Werkzeug.
Erstens als kompaktes Keyboard für Softsynths und DAW-Arbeit. Wer wenig Platz hat, aber auf Aftertouch, Arpeggiator und Sequencer nicht verzichten will, bekommt hier mehr als nur ein simples Eingabegerät. Zweitens als Hardware-Controller für Desktop-Synths, weil MIDI In/Out, Sync und Transportfunktionen einen direkten Jam-Workflow ermöglichen. Drittens als Steuerzentrale für semi-modulare oder modulare Synthesizer, weil die CV/Gate/Mod-Ausgänge genau dafür gedacht sind.
Was ich daran besonders überzeugend finde: Der Swing wirkt nicht wie ein Controller, der alles nur halb kann. Stattdessen ist das Konzept für elektronische Musik und Synthesizer-Anwendungen ziemlich klar zugeschnitten. Genau deshalb funktioniert ein Behringer Swing Test im Synth-Blog-Kontext so gut.
Wo liegen die Grenzen?
Ein fairer Behringer Swing Test muss auch die Grenzen benennen. Die erste ist offensichtlich: 32 kompakte Tasten sind platzsparend, aber nicht für jeden Spieler ideal. Wer beidhändig komplexe Keyboard-Parts spielen möchte, wird schnell an den verfügbaren Umfang stoßen. Für Basslines, Leads, Sequenzen, Arps und das Ansteuern externer Synths halte ich das Format jedoch für passend.
Zweitens ersetzt der Swing keinen vollwertigen Synthesizer, sondern setzt ein vorhandenes Setup voraus. Das ist kein Nachteil des Produkts, sondern Teil des Konzepts. Man sollte das Gerät also als kreativen Controller und Performance-Hub betrachten, nicht als Standalone-Klangquelle.
Drittens dürften Touch-Strips polarisieren. Ich sehe darin zwar eine elegante Platzersparnis, aber nicht jeder mag das Spielgefühl im Vergleich zu klassischen Wheels.
Technische Daten des Behringer Swing
- 32 kompakte Tasten mit Velocity und Aftertouch
- Modi: Sequencer, Arpeggiator, Chord Play
- 64-Step Polyphonic Sequencing
- 8 Pattern/Speicherplätze im Sequencer
- 8 Arpeggiator-Abspielmuster
- Pitch- und Modulation-Touch-Strip
- MIDI In/Out: 5-Pol DIN
- USB 2.0 Micro-B
- Sync In/Out: 3,5 mm TRS
- CV-Ausgänge: Mod CV, Gate, Keyboard CV
- Fußschalteranschluss: 6,3 mm TS
- Stromversorgung per USB oder optionalem 9V AC/DC-Netzteil
- Maße: 52 x 489 x 149 mm
- Gewicht: 1,5 kg
Fazit: Lohnt sich der Behringer Swing?
Mein Fazit in diesem Behringer Swing Test fällt insgesamt positiv aus. Ich halte den Swing für einen durchdachten Controller für Musiker, die mit Synthesizern, DAWs und modularen Systemen arbeiten und dabei ein kompaktes, aber erstaunlich funktionsreiches Gerät suchen.
Besonders stark finde ich die Kombination aus Aftertouch-Tastatur, polyphonem Sequencer, vielseitigem Arpeggiator und den umfangreichen Anschlussmöglichkeiten inklusive CV/Gate. Genau dadurch hebt sich der Swing aus meiner Sicht von vielen simplen Mini-Keyboards ab. Er ist kein reines Einsteiger-Gadget, sondern ein Werkzeug, das in elektronischen Setups echte kreative Aufgaben übernehmen kann.
Wenn ich den Swing für einen Synthesizer-Blog einordnen müsste, würde ich sagen: Wer eine kleine Schaltzentrale zwischen Software und Hardware sucht, sollte sich dieses Modell genauer ansehen. Wer dagegen in erster Linie eine große Tastatur für klassisches Keyboard-Spiel braucht, wird hier eher nicht die perfekte Lösung finden.
Herstellerlink: SWING | Behringer

FAQ zum Behringer Swing
Ist der Behringer Swing ein Synthesizer?
Nein. Der Behringer Swing ist ein MIDI-/CV-Controller ohne eigene Klangerzeugung. Er steuert Software-Synths, Hardware-Synths und modulare Systeme.
Hat der Behringer Swing Aftertouch?
Ja. Laut Quick Start Guide besitzt die 32-Tasten-Klaviatur Anschlagdynamik und Aftertouch.
Kann man den Behringer Swing mit Modular-Systemen nutzen?
Ja. Der Swing bietet CV-Ausgänge für Mod, Gate und Keyboard-CV und ist laut Hook-up-Diagramm ausdrücklich für modulare Synthesizer-Setups vorgesehen.
Wie viele Sequencer-Pattern kann der Behringer Swing speichern?
Der Sequencer arbeitet mit acht Speicherplätzen beziehungsweise Programmen, die über den Style/Pattern-Regler angewählt werden.
Braucht der Behringer Swing Treiber?
Nein. Der Swing ist USB Class Compliant und benötigt laut Guide keine zusätzlichen Treiber für Windows oder macOS.
Kann der Behringer Swing ohne Computer betrieben werden?
Ja. Das Gerät kann über USB oder ein optionales externes Netzteil betrieben werden. Mit optionalem Netzteil ist also auch ein Betrieb ohne Computer möglich.
Hat der Behringer Swing MIDI-Anschlüsse?
Ja. Vorhanden sind MIDI In und MIDI Out im 5-Pol-DIN-Format. Zusätzlich gibt es USB, Sync In/Out und CV-Ausgänge.
Für wen eignet sich der Behringer Swing besonders?
Aus meiner Sicht vor allem für Produzenten elektronischer Musik, Synthesizer-Fans, Desktop-Setup-Nutzer und Modular-Anwender, die einen kompakten Controller mit kreativen Performance-Funktionen suchen. Diese Einschätzung stützt sich auf die dokumentierten Features und Anschlussoptionen.
Auch interessant:
Leitender Redakteur – keyboards.de
Multiinstrumentalist • Audio Engineer • Kreativer Tüftler • Familienvater • Pen-&-Paper-Enthusiast

Unsere neuesten Beiträge
Behringer Swing Test, MIDI-Keyboard
Behringer Swing Test: Kompakter MIDI-Controller für Synthesizer, DAW und Modular im ausführlichen Check Der Behringer [...]
> WEITERLESENTAPE 16: Moderne 16-Spur-DAW mit Tape-Workflow
TAPE 16 setzt auf Recording statt endloses Editing Mit TAPE 16 stellt EMR Music Group [...]
> WEITERLESENDer DAT-Recorder als Master im Studio
DAT-Recorder im Projektstudio: Warum DAT in den 90ern als Stereo-Mastermaschine so wichtig war Wer heute [...]
> WEITERLESEN