Neue USB-Audiointerfaces mit 32 Bit und Tone Shaping
Universal Audio erweitert seine Volt-Serie und stellt zum 1. Oktober 2026 gleich sechs neue USB-Audiointerfaces vor. Die neue Generation teilt sich in die Modelle Volt 1, Volt 2 und Volt 4 Gen 2 sowie die stärker auf integrierte Klangbearbeitung ausgelegten Volt 2 Max, Volt 4 Max und Volt 4P Max. Im Mittelpunkt stehen 32-Bit-Wandler mit bis zu 192 kHz, überarbeitete Tone-Shaping-Preamps, Loopback sowie eine engere Verzahnung mit UAD Console und der LUNA DAW.
Volt Gen 2: Klangformung bereits bei der Aufnahme
Eine der wichtigsten Neuerungen sind die Tone Shaping Preamps. Universal Audio kombiniert dabei 60 dB sauberen Vorverstärker-Gain mit interner DSP-Bearbeitung. Neben der neutralen Einstellung stehen die drei Klangcharaktere Warmth, Focus und Shine zur Verfügung. Sie sollen unterschiedliche klassische Preamp-Charakteristiken abbilden und bereits während der Aufnahme eine passende Klangfärbung ermöglichen.
Die drei Einstellungen unterscheiden sich deutlich: Warmth zielt auf einen kräftigen und eher warmen Klang, Focus betont die Mitten und strafft den Bassbereich, während Shine für mehr Präsenz und Offenheit sorgen soll. Bei den Volt-Max-Modellen kommt zusätzlich harmonische Sättigung ins Spiel.
Damit richtet sich die neue Volt-Generation nicht nur an klassische Homerecording-Setups. Gerade Sänger, Gitarristen, Podcaster und Produzenten, die schon beim Tracking einen charaktervollen Sound aufnehmen möchten, dürften von den neuen Möglichkeiten profitieren.
Volt Max bringt Kompression per DSP
Noch einen Schritt weiter gehen Volt 2 Max, Volt 4 Max und Volt 4P Max. Sie ergänzen die Tone-Shaping-Funktionen um das neue MAX Processing. Dabei arbeitet die Signalbearbeitung direkt auf dem internen DSP des Interfaces und kombiniert Preamp-Klangformung, harmonische Sättigung und Dynamikbearbeitung.
Zur Verfügung stehen sechs Presets für typische Recording-Situationen. Universal Audio orientiert sich dabei an bekannten Kompressor-Konzepten wie 1176, LA-2A und diskreter VCA-Kompression. Vorgesehen sind unter anderem Einstellungen für Vocals, E-Gitarre, Akustikgitarre und Bass. Wer lieber komplett unbearbeitet aufnimmt, kann das Processing deaktivieren und die Dynamik später per Plug-in bearbeiten.
Gerade für Recording-Einsteiger ist dieser Ansatz interessant: Anstelle zahlreicher Parameter lässt sich während der Aufnahme direkt eine auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmte Bearbeitung auswählen.
Auto-Gain, Clip Protection und Smart Display
Ab dem Volt 2 gehören außerdem Assistive Auto-Gain und Clip Protection zur Ausstattung. Die Funktionen sollen die Pegelwahl vereinfachen und Übersteuerungen während einer Aufnahme vermeiden. Das Volt 1 bleibt als günstigstes Modell bewusst einfacher aufgebaut und verzichtet auf diese Automatik.
Bei den größeren Modellen erleichtert zudem ein farbiges Smart Display die Bedienung. Es visualisiert unter anderem Pegel, Kanalwahl und Einstellungen der Klangbearbeitung. Zusammen mit dem zentralen Smart Knob soll sich das Interface dadurch weitgehend direkt über die Hardware bedienen lassen.
Vom kompakten Volt 1 bis zum Volt 4P Max
Das Volt 1 Gen 2 bildet den Einstieg. Es bietet zwei Eingänge und zwei Ausgänge, einen Mikrofonvorverstärker mit 60 dB Gain, einen Hi-Z-Instrumenteneingang sowie Loopback. Das Interface wird über USB-C betrieben und ist unter anderem für Singer-Songwriter, Gitarristen und Content-Produzenten vorgesehen.
Beim Volt 2 Gen 2 stehen zwei Mikrofon-Preamps zur Verfügung. Hinzu kommen zwei Hi-Z-Eingänge, vier Ausgänge, Auto-Gain, Clip Protection sowie die vollständige Integration in UAD Console und LUNA.
Das Volt 4 Gen 2 erweitert das Konzept deutlich: Neben MIDI-I/O stehen ein digitaler Eingang für ADAT oder S/PDIF sowie insgesamt bis zu zwölf gleichzeitig nutzbare Eingangskanäle zur Verfügung. Das macht das Modell insbesondere für Synthesizer-Setups oder Studios interessant, die später zusätzliche Vorverstärker anbinden möchten.
Volt Max für größere Recording-Setups
Bereits das Volt 2 Max bietet neben zwei Preamps und MAX Processing auch ADAT beziehungsweise S/PDIF, MIDI, zwei Kopfhörerausgänge sowie ein eingebautes Talkback-Mikrofon.
Beim Volt 4 Max kommt unter anderem Speaker Switching hinzu. Das Spitzenmodell Volt 4P Max besitzt schließlich vier Mikrofon-Preamps mit Tone Shaping und MAX Processing. Auch hier stehen ADAT/S/PDIF, MIDI, Talkback und zwei Kopfhörerausgänge zur Verfügung.
Alle sechs Interfaces unterstützen laut Universal Audio 32-Bit-Wandlung bei bis zu 192 kHz und können über USB mit Strom versorgt werden.
Enge Integration mit UAD Console und LUNA
Universal Audio baut auch die Software-Verzahnung aus. Über UAD Console und LUNA lassen sich unter anderem Preamp-Gain, Tone Shaping, Cue-Mixe und Loopback kontrollieren. Bei den Max-Modellen kommen die MAX-Kompressor-Presets hinzu. Volt 4 Max und Volt 4P Max unterstützen außerdem das Umschalten zwischen Lautsprechern, während die Max-Serie generell Zugriff auf das integrierte Talkback-Mikrofon bietet.
Auch Nutzer von Logic Pro und GarageBand sollen Pegel direkt aus der jeweiligen DAW steuern können. Diese Integration ist laut Universal Audio auf Mac, iPad und iPhone vorgesehen.
Großes Software-Paket inklusive
Zu den Interfaces gehört das UAD Volt Studio Bundle. Enthalten sind unter anderem UAD Topline Vocal Tune, Teletronix LA-2A Tube Compressor, UA 1176 Classic FET Compressor, die UA 610 Tube Preamp & EQ Collection, Pure Plate Reverb, Oxide Tape Recorder sowie die Synthesizer PolyMAX und Anthem. Auch Gitarren-Amps und weitere Effekt-Plug-ins gehören zum Paket.
Hinzu kommen Software-Produkte von Drittanbietern, darunter Melodyne Essential, UJAM Virtual Drummer DEEP und Virtual Bassist DANDY sowie zeitlich begrenzte Zugänge zu FL Studio Producer Edition und Puremix.
Preise der neuen Universal Audio Volt Interfaces
- Volt 1 Gen 2: 149 US-Dollar
- Volt 2 Gen 2: 219 US-Dollar
- Volt 4 Gen 2: 299 US-Dollar
- Volt 2 Max: 299 US-Dollar
- Volt 4 Max: 399 US-Dollar
- Volt 4P Max: 499 US-Dollar
Universal Audio Volt Gen 2 – Fazit
Mit Volt Gen 2 entwickelt Universal Audio seine kompakte Interface-Serie deutlich weiter. Besonders interessant erscheint die Kombination aus 32-Bit-Wandlung, Tone Shaping und automatischer Pegelkontrolle, während die Max-Modelle mit Echtzeit-Kompression, harmonischer Sättigung, Talkback und erweitertem I/O stärker in Richtung vollwertiges Desktop-Studio gehen. Gleichzeitig bleibt der grundsätzliche Ansatz der Volt-Serie erhalten: möglichst schnell vom angeschlossenen Mikrofon oder Instrument zur fertigen Aufnahme zu kommen.
Herstellerlink: Universal Audio | Audio Interfaces | UAD Plug-Ins


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