Arturia AudioFuse Studio Rev2: überarbeitetes Audio-Interface fürs Studio

Arturia AudioFuse Studio Rev2 Audio-Interface mit Monitor-Controller, Eingangsreglern und LED-Pegelanzeigen.

Arturia legt sein Desktop-Audio-Interface neu auf: Das Arturia AudioFuse Studio Rev2 bringt überarbeitete DiscretePRO-Preamps, ein aktualisiertes Bluetooth-Modul sowie Firmware-Verbesserungen für Clocking und Routing mit. Das Interface richtet sich an Recording-Studios, Produzenten und Musiker, die viele analoge und digitale Anschlüsse in einer kompakten Desktop-Lösung benötigen. Mit insgesamt 18 Ein- und 20 Ausgängen, vier Mikrofonvorverstärkern, ADAT, S/PDIF, MIDI, Word Clock, Reamping-Ausgängen und integriertem Monitor-Controller ist das AudioFuse Studio Rev2 deutlich mehr als ein klassisches USB-Audio-Interface.

Kurzantwort: Was ist neu beim Arturia AudioFuse Studio Rev2?

Das Arturia AudioFuse Studio Rev2 ist eine überarbeitete Version des umfangreich ausgestatteten Desktop-Audio-Interfaces von Arturia. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen optimierte Preamps mit geringeren THD-Werten, ein aktualisiertes Bluetooth-Modul mit Unterstützung moderner aptX-Codecs sowie Firmware-Verbesserungen für eine stabilere Clock und zusätzliche Routing-Möglichkeiten.

Damit positioniert Arturia die Rev2-Version weiterhin als zentrale Studio-Schaltstelle: Mikrofone, Instrumente, Synthesizer, Outboard-Equipment, Studiomonitore, Kopfhörer und digitale Audiogeräte lassen sich über ein einziges Interface miteinander verbinden.

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Vier DiscretePRO-Preamps mit 72 dB Gain

Im Zentrum des Arturia AudioFuse Studio Rev2 stehen vier DiscretePRO-Mikrofonvorverstärker. Sie bieten einen Gain-Bereich von 72 dB, einen angegebenen Equivalent Input Noise von -129 dBu sowie einen Dynamikumfang von 119 dB. Damit sollen auch besonders leise Signalquellen und gainhungrige Bändchenmikrofone ohne zusätzlichen externen Vorverstärker aufgenommen werden können. Jeder Kanal verfügt zudem über eigene Bedienelemente und einen analogen Insert-Punkt.

Die Wandlung erfolgt mit bis zu 24 Bit und 192 kHz. Arturia legt jedem Interface außerdem ein individuelles Mess- beziehungsweise Kalibrierungszertifikat bei. Gerade für Anwender, die das Interface als langfristige Recording-Zentrale einsetzen wollen, ist das ein interessantes Detail.

Acht analoge Eingänge für Recording, Synthesizer und Outboard

Das Interface bietet acht analoge Eingänge. Vier davon sind als Mic/Line/Instrument-Eingänge über XLR/TRS-Combo-Buchsen ausgeführt, hinzu kommen vier weitere Line-Eingänge. Dadurch lassen sich beispielsweise Synthesizer, Drumcomputer oder externes Studio-Equipment dauerhaft verkabeln, ohne die Anschlüsse zwischen einzelnen Sessions ständig neu konfigurieren zu müssen.

Rückseite des Arturia AudioFuse Studio Rev2 mit ADAT, S/PDIF, MIDI, USB-Hub, Line-, Insert-, Aux- und Phono-Anschlüssen.
Die Rückseite des Arturia AudioFuse Studio Rev2 bietet zahlreiche analoge und digitale Anschlüsse für Recording, Monitoring, Reamping und Studio-Integration.

Eine Besonderheit ist der integrierte RIAA-Phono-Vorverstärker (Partnerlink: Was ist ein Phono-Verstärker) . Die Eingänge 5 und 6 können dadurch auch für einen Plattenspieler genutzt werden. Samples von Vinyl lassen sich somit direkt in die DAW aufnehmen, ohne dass ein zusätzlicher Phono-Preamp erforderlich ist.

ADAT, S/PDIF, Word Clock und MIDI

Auch digital ist das AudioFuse Studio Rev2 umfangreich ausgestattet. Zur Verfügung stehen ADAT, koaxiales S/PDIF, Word Clock, MIDI und USB-C. Über ADAT können bis zu acht zusätzliche Audiokanäle bei einer Samplingrate von 96 kHz übertragen werden. Damit lässt sich das Interface beispielsweise um einen externen Achtkanal-Mikrofonvorverstärker oder zusätzliche Wandler erweitern.

Interessant ist diese Ausstattung vor allem für wachsende Studios. Wer zunächst mit den internen Eingängen arbeitet, kann das Recording-System später erweitern, ohne das komplette Audio-Interface austauschen zu müssen.

Arturia AudioFuse Studio Rev2 Frontseite mit vier Mic-Line-Instrument-Eingängen, Gain-Reglern und zwei Kopfhörerausgängen.
Das Arturia AudioFuse Studio Rev2 bietet an der Front vier Mic/Line/Instrument-Eingänge sowie zwei unabhängig nutzbare Kopfhörerausgänge für flexible Recording-Sessions.

Bluetooth-Audio direkt aufnehmen

Das überarbeitete Bluetooth-Modul gehört zu den auffälligeren Neuerungen des Arturia AudioFuse Studio Rev2. Unterstützt werden AAC, aptX, aptX HD und aptX Low Latency. Bluetooth-Audiosignale von beispielsweise Smartphones können direkt über das Interface wiedergegeben beziehungsweise aufgenommen werden.

Für moderne Studio-Workflows kann das durchaus praktisch sein: Referenztracks vom Smartphone lassen sich schnell über die Studiomonitore abhören, während Audioquellen für Samples oder Produktionsideen ohne zusätzliche Kabelverbindung in den Workflow eingebunden werden können.

Reamping ohne zusätzliche Reamping-Box

Für Gitarristen und Produzenten bietet das AudioFuse Studio Rev2 spezielle Instrumentenausgänge für Reamping. Eine Gitarrenspur kann damit zunächst trocken aufgenommen und anschließend erneut durch einen Gitarrenverstärker beziehungsweise eine entsprechende Effektkette geschickt werden. Amp-Sounds können so auch nach der eigentlichen Recording-Session verändert, kombiniert oder neu aufgenommen werden.

Das kann insbesondere in Projektstudios interessant sein, weil entsprechende Routing-Aufgaben direkt über das Audio-Interface erledigt werden können.

Integrierter Monitor-Controller für zwei Lautsprecherpaare

Das Arturia AudioFuse Studio Rev2 übernimmt gleichzeitig Aufgaben eines Monitor-Controllers. Zwei Lautsprecherpaare können angeschlossen und direkt umgeschaltet werden. Damit lässt sich ein Mix beispielsweise schnell zwischen Nahfeldmonitoren und einem zweiten Referenzsystem vergleichen.

Arturia AudioFuse Studio Rev2 von oben mit vier Preamps, Gain-Reglern, LED-Pegelanzeigen, Monitor-Controller und Kopfhörerausgängen.
Das Arturia AudioFuse Studio Rev2 bietet vier DiscretePRO-Preamps, zentrale Monitor-Steuerung und zwei separat regelbare Kopfhörerwege für flexible Studio-Workflows.

Hinzu kommen Dim-, Mute- und Mono-Funktionen sowie zwei unabhängig nutzbare Kopfhörerkanäle mit separaten Quellen, Bedienelementen und Pegelanzeigen.

Gerade bei Recording-Sessions mit mehreren Musikern kann diese unabhängige Kopfhörersteuerung den Arbeitsablauf vereinfachen.

Integrierter USB-Hub reduziert den Kabelaufwand

Arturia integriert zusätzlich einen dreifachen USB-Hub. MIDI-Controller, externe Datenträger oder andere USB-Geräte können dadurch direkt mit dem AudioFuse Studio Rev2 verbunden werden. Das Interface fungiert somit nicht nur als Audiozentrale, sondern erweitert gleichzeitig die USB-Anschlussmöglichkeiten des Studiorechners.

Insbesondere bei Notebooks mit wenigen USB-Anschlüssen kann dieses Konzept die Verkabelung eines Desktop-Studios deutlich vereinfachen.

AudioFuse Creative Suite gehört zum Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehört außerdem die AudioFuse Creative Suite. Enthalten sind verschiedene Software-Instrumente und Effekte aus dem Arturia-Portfolio, darunter Analog Lab Intro, Chorus JUN-6, Comp FET-76, Delay TAPE-201, Filter MINI, Phaser BITRON sowie die Preamp-Emulationen Pre 1973, Pre TridA und Pre V76 und der Hall Rev PLATE-140.

Damit liefert Arturia nicht nur die Hardware für Recording und Monitoring, sondern auch ein Software-Paket für Sounddesign, Mixing und Musikproduktion.

Arturia AudioFuse Studio Rev2: technische Daten im Überblick

Zu den wichtigsten Spezifikationen gehören vier DiscretePRO-Preamps, 18 Ein- und 20 Ausgänge, 24-Bit/192-kHz-Wandlung, vier Mic/Line-Eingänge, vier zusätzliche Line-Eingänge, vier Line-Ausgänge sowie zwei Aux-Ausgänge für Line-Signale beziehungsweise Reamping. Hinzu kommen S/PDIF, ADAT, Word Clock, MIDI, Bluetooth und ein integrierter USB-Hub. Das Interface unterstützt USB 2.0 über USB-C und ist laut Hersteller mit Windows und macOS kompatibel. Das Metallgehäuse misst 265 × 160 × 72,7 mm, das Gewicht beträgt 1,6 kg.

Fazit: Audio-Interface und Studio-Hub in einem

Mit dem Arturia AudioFuse Studio Rev2 aktualisiert Arturia weniger das grundsätzliche Konzept als vielmehr zentrale Komponenten eines bereits sehr umfangreich ausgestatteten Interfaces. Verbesserte Preamps, das modernisierte Bluetooth-Modul sowie Optimierungen bei Clocking und Routing stehen bei der Rev2-Version im Mittelpunkt.

Spannend bleibt vor allem die Kombination aus klassischem Recording-Interface und umfassender Studiozentrale. Vier Mikrofonvorverstärker, insgesamt acht analoge Eingänge, ADAT-Erweiterbarkeit, Phono-Preamp, Reamping, zwei Monitorwege, zwei unabhängige Kopfhörerausgänge und der integrierte USB-Hub decken viele typische Aufgaben eines Projekt- oder Produktionsstudios direkt ab. Wer viele Geräte dauerhaft miteinander verbinden möchte, findet im AudioFuse Studio Rev2 damit eine entsprechend vielseitige Desktop-Lösung.

Herstellerlink: Arturia – The Sound Explorers

FAQ zum Arturia AudioFuse Studio Rev2

Wie viele Eingänge hat das Arturia AudioFuse Studio Rev2?

Das Interface verfügt über 18 Ein- und 20 Ausgänge. Analog stehen acht Eingänge zur Verfügung: vier Mic/Line/Instrument-Eingänge sowie vier zusätzliche Line-Eingänge. Digitale Erweiterungen sind unter anderem über ADAT und S/PDIF möglich.

Wie viele Mikrofonvorverstärker besitzt das AudioFuse Studio Rev2?

Das AudioFuse Studio Rev2 besitzt vier DiscretePRO-Mikrofonvorverstärker. Sie bieten bis zu 72 dB Gain und einen angegebenen EIN von -129 dBu.

Kann das AudioFuse Studio Rev2 über ADAT erweitert werden?

Ja. Über ADAT können laut Arturia bis zu acht zusätzliche Audiokanäle bei 96 kHz übertragen werden. Dadurch lässt sich das Interface beispielsweise mit zusätzlichen Mikrofonvorverstärkern oder Wandlern erweitern.

Kann man einen Plattenspieler direkt anschließen?

Ja. Das AudioFuse Studio Rev2 besitzt einen integrierten RIAA-Phono-Preamp. Dadurch kann ein Plattenspieler direkt angeschlossen und Vinyl in der DAW aufgenommen beziehungsweise gesampelt werden.

Unterstützt das AudioFuse Studio Rev2 Bluetooth?

Ja. Das aktualisierte Bluetooth-Modul unterstützt AAC, aptX, aptX HD und aptX Low Latency. Audiosignale von Bluetooth-Geräten wie Smartphones können direkt eingebunden werden.

Kann das Interface für Reamping verwendet werden?

Ja. Zwei Aux-/Instrumentenausgänge können für Reamping eingesetzt werden. Dadurch lassen sich zuvor trocken aufgenommene Gitarrenspuren nachträglich durch Verstärker oder andere externe Signalwege schicken.

Welche Software ist im Lieferumfang enthalten?

Zum Lieferumfang gehört die AudioFuse Creative Suite mit mehreren Arturia-Effekten und Instrumenten, darunter Analog Lab Intro, Comp FET-76, Delay TAPE-201, Pre 1973, Pre V76 und Rev PLATE-140.


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Arturia AudioFuse Studio Rev2

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