Test: Audient Horizon 8P Audio Interface

Das Audient Horizon 8P kombiniert acht hochwertige Konsolenpreamps mit moderner Thunderbolt-3-Technik im kompakten 1-HE-Format.

Ein Audiointerface mit acht Mikrofonvorverstärkern ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Das Audient Horizon 8P positioniert sich jedoch nicht als reine Achtkanal-Lösung für gelegentliche Bandaufnahmen, sondern als zentrale Schaltstelle eines professionellen Recording-Studios: acht hochwertige Konsolenpreamps, umfangreiche Line-I/O, zwei ADAT-Bänke, Wordclock, zwei Monitorpaare, zwei Kopfhörermixe und ein über Thunderbolt skalierbares Gesamtsystem. Der Preis liegt bei 2.489 Euro.

Damit bewegt sich das Horizon 8P klar oberhalb klassischer Projektstudio-Interfaces. Audient richtet sich an Produzenten, Engineers und Studios, die regelmäßig Vocals, Instrumente, Bands oder kleinere Drum-Setups aufnehmen und dabei nicht nach kurzer Zeit an die Grenzen ihres Interfaces stoßen wollen. Besonders interessant: Das Gerät ist nicht als isolierte Lösung gedacht, sondern als Ausgangspunkt einer Plattform, die sich bei Bedarf mit weiteren Horizon-Interfaces ausbauen lässt.

Konzept: Recording-Frontend und Studiozentrale

Die Horizon-Serie umfasst mehrere Modelle für unterschiedliche Arbeitsweisen. Während sich das Horizon 16 und Horizon 32 stärker an Hybrid-Studios mit umfangreichem Outboard und vielen Line-Verbindungen richten, ist das Horizon 8P eindeutig auf das Aufnehmen ausgerichtet. Acht Mikrofonvorverstärker im 1-HE-Format, zwei Instrumenteneingänge und ein vollständiges Monitor-Management treffen auf eine digitale Infrastruktur, die für spätere Erweiterungen vorbereitet ist.

Anzeige/Affiliate Link:
AUDIO-INTERFACES auf www.musicstore.de

Das ist ein sinnvoller Ansatz. Viele Studios beginnen mit einem Interface, das für den aktuellen Bedarf gerade ausreicht: zwei bis vier Preamps für Vocals, Gitarren und gelegentliche Synthesizer. Sobald dann eine Drum-Aufnahme, eine Live-Session oder ein Ensemble ansteht, werden externe Preamps, ADAT-Wandler, Patchbay und zusätzliche Monitorcontroller nötig. Das kann funktionieren, führt aber schnell zu einem kleinteiligen Setup mit unterschiedlichen Treibern, Bedienoberflächen und Pegelstandards.

Das Horizon 8P verfolgt einen integrierteren Weg. Es stellt die Preamps, das Monitoring, die Wandlerbasis und die Erweiterungsoptionen in einem Gerät bereit. Wer später mehr Eingänge benötigt, kann zwei weitere ADAT-Preamp-Bänke anschließen oder das System mit weiteren Horizon-Geräten vergrößern. Audient spricht dabei von einer Skalierung auf bis zu vier Geräte und maximal 200 × 200 Kanäle über einen Treiber.

Acht Audient-Console-Preamps

Im Mittelpunkt stehen die acht Audient-Mikrofonvorverstärker. Der Hersteller verweist auf die Schaltungstopologie seiner ASP8024-HE-Konsole, die in professionellen Studios seit Jahren als solide, offene und unaufdringliche Preamp-Basis gilt. Audient setzt dabei auf diskrete Class-A-Schaltungen und verzichtet auf die Idee, den Klang durch einen offensichtlichen Vintage-Charakter künstlich zu färben.

Das ist für ein Studiointerface genau die richtige Entscheidung. Ein guter, neutraler Preamp mit ausreichender Verstärkung und hohem Headroom ist vielseitiger als ein stark färbendes Design. Er kann eine Stimme sauber und präsent abbilden, dynamische Mikrofone ohne hörbares Grundrauschen verstärken und lässt später genügend Raum für kreative Entscheidungen mit externem Outboard oder Plug-ins.

Mit bis zu 75 dB Gain bietet das Horizon 8P mehr Verstärkung als viele typische Mittelklasse-Interfaces. Das ist gerade bei leisen Schallquellen und gain-hungrigen Mikrofonen relevant. Ein Shure SM7B, Electro-Voice RE20 oder ein passives Bändchenmikrofon kann in vielen Setups zusätzliche Gain-Booster nötig machen. Beim Horizon 8P dürfte das in den meisten Praxissituationen entfallen. Audient gibt zudem ein äquivalentes Eingangsrauschen von -129 dB(A) an, was für einen sehr rauscharmen Betrieb spricht.

Auch der maximale Eingangspegel von +18 dBu am Mikrofoneingang und +28 dBu am Line-Eingang deutet auf eine professionelle Auslegung hin. Gerade bei lauten Quellen, hochwertigen externen Preamps oder Synthesizern mit hohem Ausgangspegel ist genügend Reserve wichtig. Der Line-Eingang muss nicht frühzeitig heruntergeregelt werden, und die A/D-Wandlung bleibt auch bei kräftigen Pegeln kontrollierbar.


Affiliate Link:

Audient Horizon 8P

ORBIT: variable Impedanz als kreative Option

Eine Besonderheit des Horizon 8P ist die ORBIT-Funktion. Dahinter steckt eine hardwarebasierte, schaltbare Eingangsimpedanz, die über drei Einstellungen – High, Mid und Low – Einfluss auf das Verhalten angeschlossener Mikrofone nimmt.

Das Prinzip ist vor allem bei dynamischen und passiven Bändchenmikrofonen interessant. Diese Mikrofontypen reagieren stärker auf die Eingangsimpedanz des Vorverstärkers als die meisten aktiven Kondensatormikrofone. Eine niedrigere Impedanz kann den Klang etwas dichter, kontrollierter oder gedämpfter wirken lassen, während eine höhere Impedanz das Mikrofon offener und lebendiger erscheinen lassen kann. Wie stark der Unterschied ausfällt, hängt jeweils von Mikrofon, Quelle und Gain-Einstellung ab.

Wichtig ist, ORBIT nicht als Effekt zu missverstehen. Es handelt sich nicht um eine Simulation von Röhrensättigung oder Transformer-Färbung. Vielmehr lässt sich die Anpassung des Mikrofons an den Preamp gezielt verändern. Das kann bei Vocals helfen, eine Stimme etwas kompakter zu fassen, bei Gitarrenamps die gewünschte Höhenansprache zu finden oder bei einem Bändchenmikrofon an Bläsern beziehungsweise Akustikgitarre eine passende Balance zwischen Wärme und Detail zu wählen.

Im Studioalltag ist besonders sinnvoll, dass diese Einstellungen speicherbar und digital abrufbar sind. Bei wiederkehrenden Produktionen, Sprachaufnahmen oder längeren Bandprojekten kann ein einmal gefundener Kanalzug inklusive Gain, Phantomspeisung, Pad, Hochpass und Impedanz reproduzierbar aufgerufen werden. Das spart Zeit, verhindert Fehler und ist ein echter Fortschritt gegenüber vielen klassischen Preamp-Racks.

Die Rückseite bietet umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten über DB25-Line-I/O, duales ADAT, Wordclock und zwei Lautsprecherpaare.
Die Rückseite bietet umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten über DB25-Line-I/O, duales ADAT, Wordclock und zwei Lautsprecherpaare.

Instrumenteneingänge und Tracking-Praxis

Die beiden JFET-Instrumenteneingänge des Horizon 8P sind für Gitarren und Bässe ausgelegt. JFET-Schaltungen werden gerne eingesetzt, weil sie sich hinsichtlich Eingangsimpedanz und Ansprache eher an klassischen Verstärkereingängen orientieren können als einfache Standard-DI-Stufen.

Für die Praxis bedeutet das: Eine E-Gitarre oder ein Bass kann direkt ins Interface gespielt und anschließend über eine Amp-Simulation, einen Software-Amp oder ein Reamping-Setup bearbeitet werden. Gerade bei modernen Produktionen ist das enorm praktisch. Der Musiker erhält beim Einspielen ein direktes Signal mit niedriger Latenz, während gleichzeitig eine saubere DI-Spur für spätere Klangentscheidungen aufgenommen wird.

Die Kombination aus hohem Preamp-Gain, sehr niedriger Latenz und den Instrumenteneingängen macht das Horizon 8P daher nicht nur für Bandsessions interessant, sondern auch für Produzenten, die regelmäßig Gitarren, Bass, Vocals und Hardware-Synthesizer aufnehmen. Die geringe Latenz soll bei 192 kHz und 64 Samples bei 0,99 ms Roundtrip liegen. Selbstverständlich ist das ein Idealwert unter einer sehr hohen Samplerate und kleinem Buffer, dennoch zeigt er die Leistungsfähigkeit der Thunderbolt-3-Anbindung.

Wandlerqualität und Auflösung

Audient stattet das Horizon 8P mit 32-Bit-Wandlern aus, die bis 192 kHz arbeiten. Der A/D-Wandler erreicht laut Hersteller 127 dB Dynamikumfang, die Line-Ausgänge bis zu 132 dB. Damit gehört das Interface technisch zur gehobenen Klasse.

Solche Werte sind nicht allein ein Garant für guten Klang. Entscheidend bleiben die gesamte analoge Schaltung, das Clocking, die Stromversorgung, die Ausgangsstufen und eine saubere interne Architektur. Sie zeigen aber, dass Audient beim Horizon 8P nicht nur auf viele Anschlüsse setzt, sondern die Audiostufen entsprechend hochwertig auslegen möchte.

Besonders bei komplexen Produktionen mit vielen Spuren, leisen Passagen oder bei der Einbindung von Outboard-Prozessoren ist ein weiter Dynamikbereich willkommen. Er sorgt für mehr Reserve, geringeres Rauschen und eine klare Abbildung auch dann, wenn mehrere analoge und digitale Bearbeitungsschritte zusammenkommen. Die Line-Ausgänge liefern maximal +24 dBu, was sie für professionelles Outboard und Konsolen gut einsetzbar macht.

24 Eingänge, 32 Ausgänge – was steckt dahinter?

Die Kanalzahlen des Horizon 8P machen deutlich, dass es sich nicht nur um ein Achtkanal-Recording-Interface handelt. Die acht kombinierten Mikrofon-/Line-Eingänge sind die primäre Recording-Sektion. Ergänzt werden sie durch acht symmetrische analoge Line-Eingänge und acht Line-Ausgänge über DB25-Anschlüsse.

DB25 ist im professionellen Studio- und Broadcast-Bereich seit Langem etabliert. Über ein einziges Multicore-Kabel lassen sich acht symmetrische Kanäle führen – ideal für externe Preamps, Kompressoren, Equalizer, Summing-Mixer oder eine Patchbay. Im Vergleich zu einer Rückseite voller einzelner Klinkenbuchsen spart das Platz und sorgt für eine aufgeräumte Verkabelung.

Natürlich entsteht dadurch ein zusätzlicher Kostenpunkt. Wer bislang keine DB25-auf-XLR- oder DB25-auf-Klinken-Multicores besitzt, muss diese einkalkulieren. Gute Kabel sind bei einem Interface dieser Preisklasse aber keine unnötige Ausgabe, sondern Teil eines verlässlichen Gesamtsetups.

Für die digitale Erweiterung stehen zwei ADAT-Ein- und zwei ADAT-Ausgänge bereit. Damit lassen sich bei Standard-Sampleraten bis zu 16 zusätzliche Kanäle integrieren – etwa über zusätzliche Achtkanal-Mikrofonvorverstärker mit ADAT-Ausgang. So kann aus einem achtkanaligen Tracking-Interface relativ unkompliziert eine Recording-Lösung für größere Drum-Setups oder Live-Aufnahmen werden.

Hinzu kommen Wordclock-Ein- und -Ausgang über BNC. Das ist besonders dann nützlich, wenn mehrere digitale Geräte gemeinsam betrieben werden und eine definierte Clock-Hierarchie erforderlich ist. Auch wenn Wordclock im kleinen Setup oft überbewertet wird, gehört sie in einem professionell ausgerichteten Interface dieser Klasse schlicht dazu.

Das Horizon 8P ist als professionelle Studiozentrale konzipiert – von der Mehrkanalaufnahme bis zum komfortablen Monitoring.
Das Horizon 8P ist als professionelle Studiozentrale konzipiert – von der Mehrkanalaufnahme bis zum komfortablen Monitoring.

Monitoring, Cue-Mixes und Kommunikation

Ein echter Unterschied zwischen einem guten Interface und einer guten Studiozentrale liegt im Monitoring. Das Horizon 8P besitzt zwei separate Lautsprecher-Ausgänge für A/B-Vergleiche. Damit kann beispielsweise zwischen Nahfeldmonitoren und einem zweiten Referenzpaar umgeschaltet werden, ohne dass ein zusätzlicher Monitorcontroller zwingend notwendig ist.

Zur Monitorsektion gehören Mono, Dim, Polaritätsumkehr, Talkback und wählbare Referenzpegel. Gerade Mono ist bei Mixentscheidungen weiterhin eines der wichtigsten Werkzeuge: Stimmen, Kick, Bass und zentrale Elemente lassen sich so sehr schnell auf Durchsetzungsfähigkeit und Phasenstabilität prüfen. Dim wiederum hilft bei der Kommunikation mit Künstlern, ohne die Lautsprecher komplett auszuschalten.

Die beiden Kopfhörerausgänge ermöglichen getrennte Kopfhörermischungen. Zusammen mit den vier Cue-Mixes in der Horizon-Control-Software lässt sich eine Session deutlich angenehmer organisieren: Der Sänger bekommt mehr Stimme und Hall, der Gitarrist mehr Click und Schlagzeug, während in der Regie ein kontrollierter Monitormix läuft. Gerade wenn regelmäßig mit mehreren Musikern gearbeitet wird, ist das kein Luxus, sondern spart Diskussionen und verbessert die Performance.

Horizon Control: Routing ohne Umwege

Die Software Horizon Control übernimmt die Verwaltung von Routing, Monitoring und Cue-Mixes. Sie fungiert als virtuelle Patchbay und macht die vielen analogen und digitalen Ein- und Ausgänge übersichtlich zugänglich. Das ist bei einem Interface mit DB25-Line-I/O, ADAT und mehreren Monitorwegen entscheidend.

Ein gutes Routing-Konzept muss im Alltag vor allem schnell funktionieren. Wer einen Kompressor einschleifen, einen Mix über externes Summing schicken, einen zusätzlichen Kopfhörerweg einrichten oder eine Talkback-Quelle zuweisen möchte, sollte dafür nicht jedes Mal tief in Menüs abtauchen müssen. Audient setzt deshalb auf eine zentrale Bedienoberfläche, in der sich Signalwege, Monitormischungen und Pegel verwalten lassen.

Dass sich die Preamp-Einstellungen digital speichern und zurückrufen lassen, passt gut in dieses Konzept. Das Horizon 8P ist damit weniger ein Gerät, das man einmal einrichtet und dann nie wieder anfasst, sondern ein Interface, das auf wechselnde Produktionssituationen vorbereitet ist.

Erweiterbarkeit: sinnvoll geplant statt nur groß gedacht

Ein wichtiger Kaufgrund für das Horizon 8P ist seine Skalierbarkeit. Wer heute acht hochwertige Preamps benötigt, aber perspektivisch ein größeres Studio aufbauen möchte, muss nicht zwangsläufig bald das gesamte Interface austauschen. Über ADAT können zusätzliche Kanäle eingebunden werden; mit weiteren Horizon-Geräten ist außerdem ein deutlich größeres System realisierbar.

Das lohnt sich vor allem für Studios, deren Arbeitsweise wächst: zunächst Vocal-, Podcast- und Instrumentenaufnahmen, später Bandsessions, Drumtracking, externe Summing-Ketten oder mehrere Aufnahmeräume. Statt verschiedene Interface-Generationen zusammenzuwürfeln, kann die Horizon-Serie eine konsistente technische Basis bilden.

Allerdings sollte man sich vor dem Kauf ehrlich fragen, ob man diese Erweiterbarkeit wirklich benötigt. Wer ausschließlich Einzelspuren, Synthesizer und gelegentliche Vocals aufnimmt, kann mit einem kleineren Interface sehr viel Geld sparen. Das Horizon 8P entfaltet seinen Wert vor allem dann, wenn die vielen Anschlüsse, der Monitoring-Komfort und die acht hochwertigen Preamps regelmäßig genutzt werden.

Einschränkungen und praktische Überlegungen

Die wichtigste Einschränkung ist die Plattform. Das Audient Horizon 8P ist aktuell ein macOS-only-Interface mit Thunderbolt-3-Anbindung. Wer mit Windows arbeitet oder plattformübergreifend flexibel bleiben möchte, sollte das unbedingt vor dem Kauf berücksichtigen. Für ein Interface in dieser Preisklasse ist das keine Nebensächlichkeit.

Auch Thunderbolt ist nicht in jedem Studio automatisch vorhanden. Besonders bei älteren Rechnern oder Desktop-PCs muss geprüft werden, ob eine kompatible Thunderbolt-3-Verbindung verfügbar ist. Adapterlösungen können funktionieren, sind aber nicht in jeder Konstellation sinnvoll. Ein professionelles Interface sollte möglichst direkt und ohne technische Kompromisse am Produktionsrechner betrieben werden.

Hinzu kommt der bereits erwähnte DB25-Aspekt. Die Anschlussform ist professionell und platzsparend, aber nicht so unmittelbar wie einzelne XLR- oder Klinkenbuchsen. Wer viel externes Equipment einbindet, wird mit einer Patchbay und sauber beschrifteten Kabeln arbeiten wollen. Das ist kein Nachteil des Horizon 8P, sondern Teil seiner professionellen Ausrichtung.

Das Audient Horizon 8P kombiniert acht hochwertige Konsolenpreamps mit moderner Thunderbolt-3-Technik im kompakten 1-HE-Format.
Das Audient Horizon 8P kombiniert acht hochwertige Konsolenpreamps mit moderner Thunderbolt-3-Technik im kompakten 1-HE-Format.

Audient Horizon 8P: Für wen lohnt sich das Interface?

Das Horizon 8P richtet sich an Studios, die regelmäßig aufnehmen und sich bei ihrer zentralen Audiohardware nicht zu früh beschränken wollen. Besonders passend ist es für:

  • Produzenten und Tonstudios mit regelmäßigen Vocal-, Instrumenten- und Bandsessions
  • Projektstudios, die ein Drum-Recording über ADAT erweitern möchten
  • Hybrid-Setups mit Kompressoren, EQs, Preamps oder Summing über DB25
  • Mac-basierte Studios mit Thunderbolt-3-Rechner
  • Anwender, die zwei Monitorpaare, Cue-Mixes und Talkback direkt im Interface benötigen
  • Studios, die später mehrere Räume oder zusätzliche Interfaces in ein einheitliches System integrieren möchten

Weniger sinnvoll ist das Horizon 8P für Solo-Produzenten, die meist nur ein Mikrofon und zwei Lautsprecher nutzen. Hier wären die acht Preamps, die DB25-Sektion und die umfangreiche Skalierbarkeit schlicht zu viel des Guten. Auch für reine Windows-Setups ist das Modell aktuell keine Option.

Fazit: Audient Horizon 8P

Mit dem Horizon 8P liefert Audient kein weiteres Interface, das möglichst viele Features in ein Rackgehäuse packt, sondern eine sehr klar gedachte Studiozentrale. Die acht hochwertigen Konsolenpreamps, die variable ORBIT-Impedanz, die leistungsfähige Wandlersektion und das umfangreiche Monitor-Management ergeben ein überzeugendes Gesamtpaket für anspruchsvolle Recording-Setups.

Die Stärke des Geräts liegt vor allem in seiner Kombination aus unmittelbarer Aufnahmequalität und langfristiger Erweiterbarkeit. Acht gute Preamps, zwei ADAT-Bänke, DB25-Line-I/O und die Möglichkeit, mehrere Horizon-Geräte zusammenzuführen, machen das Interface zu einer ernsthaften Basis für ein wachsendes Studio.

Der Preis von 2.489 Euro ist hoch, aber angesichts der Ausstattung nachvollziehbar. Wer nur ein paar Kanäle benötigt, findet deutlich günstigere Alternativen. Wer jedoch ein Mac-basiertes Tracking-Studio mit professionellem Monitoring, hochwertigen Preamps und ausbaufähiger Infrastruktur aufbauen möchte, bekommt mit dem Audient Horizon 8P eine äußerst interessante Lösung.

Pro

  • Acht hochwertige Audient-Console-Preamps mit 75 dB Gain, Recall und ORBIT-Impedanzsteuerung
  • Sehr umfangreiche Studiointegration mit DB25-Line-I/O, ADAT, Wordclock, Talkback und zwei Monitorpaaren
  • Skalierbares Thunderbolt-System mit niedriger Latenz und professionellem Routing

Contra

  • Aktuell ausschließlich für macOS und Thunderbolt 3
  • Zusätzliche DB25-Multicore-Kabel beziehungsweise Patchbay sinnvoll und kostenpflichtig

Link zur Herstellerseite: Audient

Auch interessant:

Test: Audient Horizon 8P Audio Interface

Ein Audiointerface mit acht Mikrofonvorverstärkern ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Das Audient Horizon 8P positioniert [...]

> WEITERLESEN
Universal Audio stellt Volt Gen 2 und Volt Max vor

Neue USB-Audiointerfaces mit 32 Bit und Tone Shaping Universal Audio erweitert seine Volt-Serie und stellt [...]

> WEITERLESEN
Test: Elektron Outbox 8 – Acht Ausgänge für mehr Elektron

Die Elektron Outbox 8 erweitert kompatible Elektron-Instrumente um acht frei belegbare Ausgänge – wahlweise für [...]

> WEITERLESEN
Behringer DICE 1U2 und 2U2: USB-Audio-Interfaces fürs Homestudio

Mit Behringer DICE 1U2 und 2U2 erweitert der Hersteller sein Angebot an kompakten USB-Audio-Interfaces. Beide [...]

> WEITERLESEN
Elektron Outbox 8: Mehr Ausgänge für Synthesizer und Modular

Elektron Outbox 8: Acht flexible Audio- und CV-Ausgänge für Synthesizer, Modular und Studio Mit der [...]

> WEITERLESEN
Arturia AudioFuse Studio Rev2: überarbeitetes Audio-Interface fürs Studio

Arturia legt sein Desktop-Audio-Interface neu auf: Das Arturia AudioFuse Studio Rev2 bringt überarbeitete DiscretePRO-Preamps, ein [...]

> WEITERLESEN
Test: Harrison Harrison Flex-10 Audio Interface

Mit dem Flex-10 überträgt Harrison Audio seine Konsolen-DNA erstmals in ein kompaktes USB-Audiointerface. Für 625 [...]

> WEITERLESEN
Solid State Logic SSL 1 Test: Audio Interface mit großem Studioanspruch

Mit einem Straßenpreis von 159 Euro positioniert sich das Solid State Logic SSL 1 im [...]

> WEITERLESEN
Audio Interface Focusrite ISA C8X im Test: Studiozentrale

Mit dem Focusrite ISA C8X betritt Focusrite ein Marktsegment, das sich klar an professionelle Recording-Studios [...]

> WEITERLESEN
Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick Test – Kompakter Performance-Mixer

Mit dem Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick erweitert der schwedische Hersteller seine EP-Serie um ein [...]

> WEITERLESEN
RME TotalMix FX 2.0: Mehr Übersicht beim Recording mit Audiointerfaces

Wer mit einem professionellen Audiointerface arbeitet, weiß: Gute Wandler und stabile Treiber sind nur ein [...]

> WEITERLESEN
Focusrite ISA C8X: 26×28 USB-C-Audiointerface mit ISA-Preamps

Neues 26×28-Interface für Recording, Mixing und Studio-Routing Mit dem ISA C8X erweitert Focusrite seine Recording-Lösung [...]

> WEITERLESEN
Latenz beim Recording: Was sie ist, wodurch sie entsteht und wie du sie klein hältst

Wer Musik am Rechner aufnimmt, stolpert früher oder später über ein Thema, das den Workflow [...]

> WEITERLESEN
Tascam DR-40XP vorgestellt: 4-Spur-Fieldrecorder mit 32-Bit-Float und USB-C

Tascam DR-40XP vorgestellt: Mobiler Recorder für Musiker und Content-Creator Mit dem DR-40XP hat Tascam einen [...]

> WEITERLESEN
USB oder Thunderbolt am Audiointerface?

USB oder Thunderbolt am Audiointerface: Was ist besser für Recording und Tontechnik? Wer ein neues [...]

> WEITERLESEN
Evermix EvermixBox 5, DJ-Audiointerface

EvermixBox 5: DJ-Sets aufnehmen & livestreamen – ohne Laptop, direkt vom Mischpult aufs Smartphone Evermix [...]

> WEITERLESEN
Roland GO:MIXER STUDIO, mobiler Audiomixer/Interface

Roland GO:MIXER STUDIO: Studio-Sound für unterwegs – ohne kompliziertes Setup Mobile Produktionen sind längst Alltag: [...]

> WEITERLESEN
KORG microAUDIO 22 & microAUDIO 722, USB-Audio-Interface

KORG microAUDIO 22 & microAUDIO 722 – kompakte 2×2 USB-C Audio-Interfaces mit Profi-Workflow (und Analogfilter) [...]

> WEITERLESEN
Yamaha URX Audiointerfaces – URX22, URX44 und URX44V

Yamaha URX Serie: neue USB-C Audio-Interfaces URX22, URX44 und URX44V Yamaha erweitert sein Interface-Portfolio um [...]

> WEITERLESEN
Test: Zoom LiveTrak L6max – Digitaler Mixer

Zoom hat mit der LiveTrak-Serie in den letzten Jahren mehrere Geräte geschaffen, die speziell Kreative [...]

> WEITERLESEN
Arturia MiniFuse 2 OTG: Mobiles USB-C Audiointerface

Arturia MiniFuse 2 OTG: Mobiles USB-C Audiointerface für Recording, Streaming & Content Creation Mit dem [...]

> WEITERLESEN
Test: Zoom P2 PodTrak – USB-Interface für Podcaster

Mit dem PodTrak P2 bietet Zoom einen der kleinsten und mobilsten Podcast-Recorder am Markt an. [...]

> WEITERLESEN
MOTU 10PRE – Network-Ready Audiointerface mit Thunderbolt 4/USB4

Neu: MOTU 10PRE – Audiointerface mit Thunderbolt 4/USB4, 64-Kanal-DSP-Mixer & ESS-Wandlern MOTU erweitert sein Line-up [...]

> WEITERLESEN
Test: Behringer U-Phoria UMC202HD, USB-Audiointerface

Testbericht: Behringer U-Phoria UMC202HD – kleines USB-Audiointerface, großer Nutzen Das Behringer U-Phoria UMC202HD ist seit [...]

> WEITERLESEN
Audiointerface: Mic, Line oder Hi‑Z?

Der kompakte Guide für Musiker:innen – elektrisch korrekt, musikalisch sinnvoll, praxisnah. Warum die Wahl des [...]

> WEITERLESEN
Universal Audio Volt 876, USB-Audiointerface

Neu bei Universal Audio: Volt 876 USB Recording Studio – 32-Bit/192 kHz, 8 Vintage-Preamps & [...]

> WEITERLESEN
Focusrite Scarlett 2i2 Anniversary Edition, Audio-Interface

40 Jahre Focusrite: Scarlett 2i2 Anniversary Edition im ISA-Blau – streng limitiert! Happy Birthday, Focusrite! [...]

> WEITERLESEN
NEW: TASCAM FR-AV4, 4-Spur-Fieldrecorder

TASCAM FR-AV4: 4-Spur-Fieldrecorder mit 32-Bit-Float, Timecode & HDMI-Sync Der neue TASCAM FR-AV4 richtet sich an [...]

> WEITERLESEN
MOTU 848: 28×32 Thunderbolt-4/USB4 Audio-Interface mit AVB (2025)

Neu in 2025: Das MOTU 848 ist ein 28×32 Thunderbolt-4/USB4 Audio-Interface für Mac, Windows und [...]

> WEITERLESEN
Testbericht: Presonus Quantum ES 2

Testbericht: Presonus Quantum ES 2 – Das kompakte Audiointerface für höchste Ansprüche Der Markt für [...]

> WEITERLESEN
Die besten Audiointerfaces unter 200 Euro

Die besten Audiointerfaces unter 200 Euro – Qualität muss nicht teuer sein Ein gutes Audiointerface [...]

> WEITERLESEN
Warum brauche ich ein Audiointerface – und was es wirklich bringt

Warum brauche ich ein Audiointerface: Ob im Homestudio, bei Live-Auftritten oder beim mobilen Recording – [...]

> WEITERLESEN
Top Audio-Interfaces für Profis über 1.000 €

Der Black Friday steht vor der Tür und die besten Deals des Jahres warten auf [...]

> WEITERLESEN
Top Audio-Interfaces zwischen 100 € und 250 €

Der Black Friday ist eine hervorragende Gelegenheit, um in hochwertige Audio-Interfaces zu investieren, die deinen [...]

> WEITERLESEN
Universal Audio Apollo x8 Gen 2 – Audio Interface im Test

Audio-Interfaces wie das Universal Audio Apollo x8 Gen 2 haben sich seit Langem einen Spitzenplatz [...]

> WEITERLESEN
Audio-Interfaces für Einsteiger unter 50 €

Der Black Friday ist der perfekte Zeitpunkt, um einige der besten Angebote im Bereich Audio-Interfaces [...]

> WEITERLESEN

Unsere neuesten Beiträge

Test: Audient Horizon 8P Audio Interface

Ein Audiointerface mit acht Mikrofonvorverstärkern ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Das Audient Horizon 8P positioniert [...]

> WEITERLESEN
Podcast-Kompressor richtig einstellen: So bleibt deine Stimme präsent und natürlich

Ein Kompressor gehört zu den wichtigsten Werkzeugen der Podcast-Bearbeitung. Richtig eingesetzt, macht er leise Passagen [...]

> WEITERLESEN
KRK S12G4 Test: Leistungsstarker 12-Zoll-Subwoofer für größere Studios

Mit dem KRK S12G4 erweitert KRK seine Studio-Subwoofer der vierten Generation um ein kräftiges 12-Zoll-Modell [...]

> WEITERLESEN

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert