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John Taylor *1942 − †2015

Am 17. Juli erlitt der britische Pianist John Taylor während eines Konzertes beim französischen Saveurs Festival in Segré einen Herzinfarkt und verstarb kurz darauf in einer Klinik. Wir trauern um eine der großen Stimmen des europäischen Jazz.

John Taylor
(Bild: Luigi Pretolani)

Geboren 1942 in Manchester und Ende der 60erJahre durch seine Zusammenarbeit mit dem Saxofonisten John Surman erstmals im Rampenlicht der Jazzwelt stehend, entwickelte Taylor über die Jahrzehnte sowohl als Improvisator wie als Komponist einen unverwechselbaren Stil. Lyrische Kompositionen und harmonischer Reichtum, gepaart mit rhythmischer Finesse und großartigen Improvisationen prägten seine Musik.

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In den vergangenen 40 Jahren war John Taylor Mitglied in wegweisenden Ensembles des zeitgenössischen Jazz wie dem gefeierten Trio Azimuth mit Norma Winstone und Kenny Wheeler. Er arbeitete u. a. in den Gruppen von Jan Garbarek, Enrico Rava, Gil Evans, Lee Konitz und Miroslav Vitous, bildete Duos mit Charlie Haden sowie Trios mit Peter Erskine, Palle Danielsson, Joey Baron und Marc Johnson. Fesselnde Solokonzerte standen in seinem Schaffen neben umfangreichen Kompositionsaufträgen beispielsweise für den britischen Cantamus Chor oder das NDR Sinfonieorchester.

In Deutschland entwickelte John Taylor eine große Verbundenheit zur Stadt Köln, wo er von 1993 bis 2007 an der Hochschule für Musik eine Professur für Jazzklavier innehatte und zahlreiche Studenten und Kollegen nicht nur musikalisch, sondern auch auf menschlicher Ebene durch sein wunderbar warmherziges und offenes Wesen inspirierte.

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