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Akkorde aus den Charts: Namika – Lieblingsmensch

Namika ist eine junge Sängerin und Songwriterin aus Frankfurt, deren wahre Wurzeln jedoch in der marokkanischen Küstenstadt Nador liegen, nach welcher sie auch ihr Debüt-Album benannte.

Einige Videos des Albums wurden ebenfalls in Marokko gedreht. Ihre Musik lässt sich als eine Mischung aus Alternative-Pop, unterlegt mit Hip-Hop Beats beschreiben, – allerdings entzieht sich der eher unplugged anmutende Song Lieblingsmensch diesen Kategorisierungs-Versuchen komplett. Der 29.08. ist für Namika ein wichtiges Datum, da vertritt sie mit dem Song Hellwach ihr Bundesland Hessen beim Bundesvision Songcontest.

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Lieblingsmensch basiert auf einer Gitarrenbegleitung, bei der die Akkorde auf die Offbeats positioniert und die Achtel triolisch gegroovt werden. Die gezupften Basstöne kommen mit Ausnahme des jeweils zweiten Taktes auf die Hauptbeats, denn dort wird der Basston auf die „2u“ vorgezogen. Auf der zweiten und vierten Zählzeit werden die abgedämpften Saiten als Backbeats angeschlagen.

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Die ersten drei Moll-Akkorde entsprechen den Hauptstufen der Tonart, wobei der erste Akkord konventionell den Grundton in den Bass legt, während die beiden folgenden Akkorde auf der Terz fußen. Statt Dm/F und Em/G können diese Akkorde durchaus auch als F6 und G6 interpretiert werden, zumal die Basstöne im späteren Verlauf des Songs die Harmonien prägen. Interessant dabei ist, dass der G7-Akkord eigentlich nie als Dominante fungiert, die Septime wird hier als reine klangliche Option genutzt.

Namika-Nador-Album

Das Raffinierte dabei ist, wie sich die einzelnen zweitaktigen Bausteine durch minimale Umstellungen unterscheiden: Mal bildet Am, dann Em, später G7 und zuletzt wieder Em die Abschlussakkorde der Pattern. Verse, Pre-Chorus und Chorus basieren auf den gleichen Akkordwechseln – aus Übersichtsgründen habe ich den Chorus extra notiert, zumal sich der Chorus durch das Streicher-Arrangement von Verse und Pre-Chorus abhebt.

Im zweiten Verse wird die Gitarre durch Pizzicato Offbeats ersetzt, die Gitarre setzt dann erst im zweiten Pre-Chorus wieder ein. In der Bridge kommen die Streicher noch besser zur Geltung und im Outro übernehmen sie sogar die Melodie, das ist ein unerwarteter aber schöner Ausklang des Songs.

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