Native Instruments

Die Geschichte von Native Instruments

Diese Firma ist einzigartig. An allen möglichen Konkurrenten vorbei hat sie sich in fast 20 Jahren von einem Team aus sechs Freunden zu 130 Leuten hochgearbeitet und dabei ihr Profil nicht verloren – das Profil einer Schmiede interessanter und stimmiger Werkzeuge für Musiker, von dem frei programmierbaren Instrumentenbautool Reaktor über die Hammond-Emulation B4 bis zum abgefahrenen Software-Synthesizer

» weiterlesen

1995 – Erster Prototyp des modularen Instrumentenbaukastens Generator

1996 – Gründung der Native Instruments GbR durch Stephan Schmitt und Volker Hinz

1997 – Daniel Haver stößt als Managing Director hinzu; Gründung der Native Instruments GmbH; Umzug von Kreuzberg nach Berlin-Mitte in das erste NI-Office, 7 Mitarbeiter

1997 – Generator 1

1998 – Generator 1.5, 4control-Controller

1999 – Transformator, ein konzeptionell an Generator angelehnter Instrumentenbaukasten mit dem Schwerpunkt Sampling, erscheint. Reaktor 2 verbindet Generator und Transformator in einem Produkt. Native Instruments zieht in die Schlesische Straße in Kreuzberg und hat inzwischen 15 Mitarbeiter.

2000 – Die detailreichen Software-Simulation zum SCI Prophet 5 und zur Hammond B3, Native Instruments Pro-Five und B4 setzen in klanglicher und grafischer Hinsicht Maßstäbe. Dynamo, ein Bündel von 25 Reaktor-Instrumenten erscheint für VST 2.0 und als Standalone-Anwendung. Spektral Delay, ein FFT- basiertes Effekt-Plug-in, wird angekündigt.

2001 – Der FM7 erblickt als Erbe des DX7 das Licht der frequenzmodulierten Klangwelt, und mit Traktor wendet sich NI dem DJ-Markt zu. Mit dem Absynth stellt NI einen außergewöhnlichen Softsynth vor, der sich nicht an einem analogen Vorbild orientiert, sondern die Vorteile softwarebasierter Synthese auslotet. Dank umfangreicher Features und einer enormen Drum-Library erobert NI mit dem Battery in kurzer Zeit die Poleposition unter den Drum-Samplern. Reaktor und Dynamo erfuhren mit Reaktor 3 und Reaktor Session Major-Updates. Native Instruments beschäftig inzwischen ca. 40 Mitarbeiter.

2002 Mit Kontakt bringt NI den Über-Softwaresampler heraus, der in Komplexität und Sounddesign-Möglichkeiten alles andere in den Schatten stellt. War Absynth zunächst Mac-gebunden und als separate Applikation realisiert, lässt sich die neue Version von Absynth nun als VST-Plug-In plattformübergreifend nutzen. Verbesserungen klanglicher Art hingegen erfährt NI’s beliebtes Prophet-5-Plug-In: Der Pro-53 ist da. Während in Hollywood die Native Instruments Inc. gegründet wird, übersteigt die Reaktor User Library die 1000er-Marke.

2003 – Neue Module und grafische Gestaltungsmöglichkeiten machen Reaktor 4 noch attraktiver. Vor allem für Elektronikmusiker, die in erster Linie performance-orientiert arbeiten und weniger Instrumente konstruieren, bringt NI mit Reaktor Session eine leistungsfähige Sammlung live erprobter Reaktor-Ensembles heraus. Für Furore sorgt in diesem Jahr der Vokator, dessen Phase Vocoder-Engine einzigartige Vocoding- und Sound-Morph-Effekte ermöglicht.

2004 – Gitarristen und Computer? Auch auf diesem Gebiet weist Native Instruments den Weg: Guitar Rig bietet flexible Möglichkeiten, Amps, Effekte und Mikrofonierungen virtuell zu kombinieren, wobei vor allem die sehr realistisch klingenden Simulationen berühmter Verstärkertypen und Lautsprecherboxen im Vordergrund stehen. Aber auch die Kombination aus Software und Interface/ControllerHardware setzt Akzente, was Native Instruments mit dem Drawbar-Controller B4D für die Software-Orgel B4 fortsetzt. Auch in diesem Jahr stehen NI-Usern einige große Updates ins Haus: Battery 2 bringt die langersehnten Features wie Multimode-Filter nebst Hüllkurven, mehr Audio-Ausgänge und mehr Loops. Das Mega-Feature von Absynth 3 befördert kreative Sounddesigner direkt aufs Holodeck: Die Unterstützung von Mehrkanalformaten ermöglicht räumliche Klangverläufe der besonderen Art.

2005 – das Jahr, in dem wir (mit) Kontakt aufnehmen. Neben zusätzlichen Filter-Modulen und Faltungshall ist das besondere Feature das „Kontakt Script Modul“, das Samples äußerst komplexe Ausdrucksmöglichkeiten verleiht und Kontakt 2 den Platz 1 unter den SoftwareSamplern sichert. Erweiterte Programmiermöglichkeiten stehen auch bei Reaktor 5 auf dem Plan, dessen User-Library derweil die 2000er-Marke überschreitet. Auf Elektrik Piano folgt das Akoustik Piano, mit dem Native Instruments dem Platzhirschen Steinberg The Grand II einen starken Konkurrenten entgegenstellt. Die Gründung einer eigenen internen Hardware-Abteilung trägt erste Früchte: Die Interface/ControllerHardware von Guitar Rig 2 ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert. Aber auch die neuen Amps und Module des Guitar Rig 2 haben es in sich. Von all den Mega-Updates regelrecht überschattet werden Neuheiten wie Traktor DJ Studio3, B4 II und Bandstand.

2006 – Native Instruments strukturiert neu und baut drei separaten Divisions „Instruments“, „Guitar“ und „DJ“ auf, lässt es sich aber nicht nehmen, das neue Jahr mit einer Sensation einzuläuten. Auf der Winter-NAMM in Anaheim/Los Angeles zeigte Native Instruments die Host-Software Kore und jüngst den Controller Audio Kontrol 1. Und die nächste Neuheit wird nicht lange auf sich warten lassen …

 

« Zurück nach oben