Yamaha CC1: Motorfader, AI-Knob und LCD-Tasten – Yamahas neue Workflow-Zentrale für Studio und Streaming
Wer heute Musik produziert, schneidet nebenbei Videos, streamt Sessions oder baut Content für Social Media. Das Problem ist selten fehlende Software – sondern der Workflow: zu viele Fenster, zu viel Maus, zu viele Klicks. Mit dem Yamaha CC1 (neu zur NAMM 2026)will Yamaha genau hier ansetzen und präsentiert einen kompakten USB-C-Controller, der DAW-Steuerung, Streaming-Workflows und Multimedia-Shortcuts auf einer Oberfläche zusammenführt.
Ein Controller für Producer, Keyboarder und Creator
Der CC1 versteht sich als Steuerzentrale für alle, die lieber echte Bedienelemente anfassen, statt sich durch Menüs zu hangeln. Im Zentrum steht ein motorisierter 100-mm-Fader mit Touch-Sensor. Damit lassen sich Lautstärke- und Automationsfahrten nicht nur präzise aufnehmen, sondern auch transparent nachvollziehen: Der Fader folgt den Bewegungen in der DAW und spiegelt Änderungen in Echtzeit – ein Feature, das man sonst eher aus größeren Controller-Systemen oder Mischpulten kennt.
Dazu kommen Transporttasten für die klassischen DAW-Kommandos wie Play, Stop, Record oder Cycle. Das klingt banal, macht in der Praxis aber den Unterschied, weil du beim Recording und Editieren im Flow bleibst – besonders, wenn du als Keyboarder zwischen Einspielen, Punch-Ins und schnellen Takes wechselst.
AI Knob: Parameter steuern, ohne Mapping-Zirkus
Das auffälligste Feature ist der AI-Knob. Die Idee dahinter: Du steuerst direkt den Parameter, der gerade relevant ist – etwa dort, wo dein Mauszeiger steht oder was im Projekt im Fokus ist. Damit soll das typische „erst mappen, dann arbeiten“ in vielen Situationen wegfallen. Gerade im Synth- und Plugin-Alltag kann das ein echter Zeitgewinn sein, weil du schneller zwischen Filter, Resonanz, Send-Level oder Effektintensität springen kannst.

Zusätzlich bietet der CC1 mehrere Multifunktionsregler, die sich je nach Setup als Mixer-, Plugin- oder Effektcontroller einsetzen lassen. Das macht ihn interessant für alle, die viel mit Software-Synths arbeiten und ihre wichtigsten Klangparameter lieber haptisch kontrollieren – ähnlich wie am Hardware-Synth, nur eben in der DAW.
12 LCD-Tasten, unbegrenzte Banks – plus Stream-Deck-Ökosystem
Oben sitzen zwölf beleuchtete LCD-Tasten, die sich über Banks beliebig erweitern lassen. Der Vorteil: Du hast nicht nur frei belegbare Funktionen, sondern auch eine klare Statusanzeige direkt auf der Taste – das reduziert Fehlklicks und macht komplexe Setups deutlich übersichtlicher.

Besonders spannend ist die Unterstützung der Elgato Stream Deck Software. Damit öffnet Yamaha den CC1 nicht nur für Musikproduktion, sondern auch für Makros, App-Steuerung und Streaming-Workflows. Wenn du zwischen DAW und OBS wechselst, Szenen umschaltest, Clips triggert oder wiederkehrende Arbeitsschritte automatisierst, kann der CC1 schnell zur Schaltzentrale werden – ohne dass du zwei getrennte Controller-Systeme auf dem Tisch brauchst.
Yamaha CC1 – Integration: Cubase/Nuendo im Fokus, aber nicht nur
Yamaha betont eine enge Integration mit Cubase und Nuendo, der CC1 soll aber auch mit anderen gängigen DAWs sowie Streaming- und Video-Software funktionieren. Für zusätzliche Flexibilität gibt es einen Anschluss für einen Fußtaster oder ein Expression-Pedal – praktisch, wenn du beim Einspielen oder Recording beide Hände am Instrument lassen willst.

Kompakt und ergonomisch – gemacht für lange Sessions
Trotz der vielen Funktionen bleibt der CC1 bewusst kompakt. Ein ergonomischer Stand sorgt für eine angenehme Neigung am Schreibtisch – ein Detail, das gerade bei langen Editing- oder Mixing-Sessions unterschätzt wird. Unterm Strich positioniert Yamaha den CC1 als Mischung aus DAW-Controller und Stream-Deck-Ansatz: weniger klicken, mehr steuern, schneller arbeiten.
Preis und Verfügbarkeit des Yamaha CC1
Der Yamaha CC1 ist ab sofort erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 415 Euro (inkl. 19 % MwSt.). Außerdem wird er mit dem gleichen Software-Bundle ausgeliefert wie die Serien MGX (Mischpulte) und URX (Interfaces). Die MGX-Pulte starten bei 915 Euro, die URX-Interfaces bei 439 Euro (jeweils inkl. 19 % MwSt.).
Herstellerlink: Home – Yamaha – Deutschland

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Leitender Redakteur – keyboards.de
Multiinstrumentalist • Audio Engineer • Kreativer Tüftler • Familienvater • Pen-&-Paper-Enthusiast

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