Chartcard - Leadsheets zum Nachspielen

Akkorde aus den Charts: Rag’n’Bone Man – Human

Echte Pfundskerle kommen in Mode: Erst röhrt sich David Draiman von Disturbed mit seiner Coverversion von The Sound Of Silence in die Top 10 und nun kommt der Rag’n’Bone Man alias Rory Graham.

Zu seinem Künstlernamen (Lumpensammler) inspirierte ihn eine britische Comedy-Serie, die von zwei Altwarenhändlern handelte. Vor seinem Durchbruch als Sänger arbeitete Rory als Betreuer für Menschen mit Asperger- und Down-Syndrom. Als Blues- und Soulsänger ist Rag’n’Bone Man eine echte Granate – das sprach sich rum, und so trat er 2015 und 2016 auf einigen wichtigen Festivals auf, so z.B. auf dem renommierten Jazz-Festival in Montreux (Schweiz). Human ist die erste Auskopplung aus seinem bevorstehenden Debütalbum, bisher sind lediglich drei EPs von ihm erschienen.

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Der Song ist eine interessante Mischung aus ganz unterschiedlichen Stilen: Da hört man z.B. ein abgedrehtes Gitarren-Riff im Intro und einen Bass-Sound, der eher aus dem Bereich Hip-Hop und Drum’n’Bass kommt. Der Bass spielt zunächst eine sehr reduzierte funkige Figur im Halftime-Feeling, im Chorus geht’s dann etwas Blues-rockiger im „normalen“ 4/4tel Feeling zu und in der Bridge hat jemand an dem Temporegler der Reggae-Bassfigur gedreht und das Tempo quasi verdoppelt.

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Die breiten und schweren Claps erfüllen mehrere Aufgaben: Zunächst setzen sie starke Akzente auf die Backbeats „2“ und „4“, aber bereits im zweiten Verse sind sie im Hintergrund auf den Achteln zu hören und geben dem Song einen interessanten feineren Puls. In der zweiten Hälfte des ersten Chorus spielen sie dann deutlich wahrnehmbar die vorwärts drängenden Achtel.

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Bleibt noch zu klären, was der Chorus in diesem modernen Soulsong ist. Rag’n’Bone singt nämlich in jedem Part (außer der Bridge) die Titelzeile „but I’m only human after all“, so dass eigentlich fast jeder Part Anspruch auf den Chorus ergeben könnte. Allerdings ist der von mir mit Chorus betitelte Part viel druckvoller als die anderen Parts und außerdem wird hier der komplette Text wiederholt.

Und ein letzter Hinweis: Die Instrumente des Song sind nicht auf 440 Hz gestimmt, die Akkorde klingen ca. einen Viertelton tiefer.

2 Kommentare zu “Akkorde aus den Charts: Rag’n’Bone Man – Human”
    • Dirk Heilmann

      Hallo,

      jetzt funktioniert es wieder. Vielen Dank für den Hinweis und liebste Grüße.

      Antworten
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