Produkt: Keyboards 02/2019
Keyboards 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original
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Udo Super 6 – Polyphoner Hybridsynthesizer im Test

Mit dem Super 6 debütiert der britische Hersteller Udo mit einem ambitionierten, polyfonen Hybridsynthesizer mit üppiger Bedienoberfläche. Firmengründer George Hearn geht dabei direkt aufs Ganze.

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Äußerlich zeigt der von Axel Hartmann gestaltete Super 6 klare Anleihen bei Rolands Jupiter-8 und beim ARP Quadra. Konzeptionell steht dabei die Spielbarkeit im Vordergrund, weshalb der wahlweise in Blau oder Anthrazit erhältliche Synthesizer mit anschlagsdynamischer 49-Tasten-Fatar-Klaviatur mit Channel-Aftertouch aufwartet. Die zahlreichen Bedienelemente sind klar strukturiert und bühnentauglich robust ausgeführt. Tiefe Menüstrukturen gibt es nicht, nicht einmal ein Display, wohl aber 128 Speicherplätze.

Die Klangerzeugung des monotimbralen Super 6 bietet als Besonderheit eine spezielle Oszillatorsektion: Hearn, der schon die Technik für den Modal 008 entwickelte, setzt auf einen schnellen FPGA, der völlig stufenlose Kurvenformen für seine DDS(Direct Digital Synthesis)-Oszillatoren errechnet – zwölf Stimmen à zwei Oszillatoren. Der samplebasierte DDS 1 bietet allerdings zusätzlich bis zu sechs Schwester-Oszillatoren, um den Klang mit Fülle und Breite zu versehen (Super Mode), ist zweistufig schaltbar und regelbar in der Verstimmung. Darüber hinaus gibt es eine binaurale Betriebsart, bei der je zwei Stimmen für einen stereofonen Signalweg gepaart werden.

Das Bedienfeld des Super 6 – hier in der blauen Variante – ist klar strukturiert und lädt zum Schrauben ein.
Fader bieten insbesondere bei Hüllkurven und Pegeln die bestmögliche Übersicht.
Die Rückseite bietet USB, MIDI, Pedalanschlüsse, einen Audio-In, die Audioausgänge, einen Kopfhörerausgang sowie den Stromanschluss für das interne Netzteil.

DDS 1 kann in den Fußlagen 64″ bis 2″ arbeiten und bietet die klassischen Wellenformen inklusive Rauschen. Alternativ kann man über die Patchtasten auf 16 weitere Single-Cycle-Wellenformen zurückgreifen, die sich über USB am Rechner tauschen lassen. Da die jeweils genutzte Wellenform mit dem Patch gespeichert wird, lassen sich pro Preset sogar ständig neue Wellenformen nutzen.

DDS 2 erzeugt seine fünf klassischen Wellenformen einschließlich modulierbarer Pulswelle und Rauschen per Algorithmus, was leicht anders klingt. Er bietet die Fußlagen 32″ bis 2″, kann aber auch als LFO eingesetzt werden (0,1 bis 100 Hz). Er ist zusätzlich über ±6 Halbtöne fein verstimmbar, kann hart zu DDS 1 synchronisiert werden oder auch als dessen Suboszillator fungieren. Weiter ist es möglich, DDS 1 und 2 über einen variablen Split-Punkt auf der Klaviatur zu verteilen und zu überblenden. Und schließlich kann DDS 2 auch als Eingang für externe Audiosignale fungieren, die sogar Gate-Signale zum Triggern der Hüllkurven auslösen können.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording+Keyboards-Ausgabe 05/2020. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Hersteller: Udo Audio / Alex 4

Preis: 2.499,– Euro

Internet: udo-audio.comwww.alex4.de

Unsere Meinung:
++ breiter Stereoklang
++ geradlinige Bedienung
++ Hybridkonzept mit erweiterbaren digitalen Wellenformen
– Hochpassfilter setzt zu hoch an

Produkt: Keyboards 03/2019
Keyboards 03/2019
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