Kleine „Band-Maschine“

Roland Juno-Gi – Einsteiger-Workstation im Test

Roland Juno-Gi, Rückansicht, schwarz

Im Jahr 2009 hatte Roland seinem Juno-G – die Produktionszentrale unter den Juno-Modellen – zwar noch einmal per Update etwas mehr Flexibilität spendiert, doch so richtig passte der Älteste nicht mehr in die Serie, die mit dem Juno-Stage und dem Juno-Di in Soundqualität und Features teilweise deutlich mehr zu bieten hatten. Nun aber ist der brandneue Juno-Gi da, mit dem Roland die preiswerte Synthesizerserie in Richtung Audioworkstation weiter entwickelt.

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Der alte Roland Juno-G (Tests in KB 8.2006 und 3.2009) ist zweifellos auch heute noch ein tolles Instrument, das mit seinem integrierten 16- Spur-MIDI-Sequenzer nebst vier Audiospuren Rolands Preiswert-Alternative zu den großen Workstations der Fantom-Reihe darstellt. An genau dieses Konzept knüpft auch der Juno-Gi an, allerdings bringt er gegenüber seinem Vorgänger zahlreiche Neuerungen mit. Die wichtigste konzeptuelle Änderung lautet: Weg von der MIDI-, und hin zur Audioworkstation. Denn während Roland den MIDI-Sequenzer in den Ruhestand geschickt hat, kommt der Juno-Gi mit einem eingebauten 8-Spur-Audiorekorder.

Zwei Audiospuren können gleichzeitig aufgezeichnet werden, außerdem verwaltet die Rekorder-Einheit virtuelle Spuren (64 V-Spuren, s. u.). Der neuste Juno profitiert zudem von seinen beiden Serienbrüdern: Wie der bühnenorientiertere Juno-Stage besitzt der Juno-Gi ein 128-MB-Sample-ROM (Juno-G: 64 MB), sowie einen USB-Song-Player für die Wiedergabe von MIDI-Files und Audiosongs (auch MP3). Und wie das preiswerteste Modell der Serie, der Juno-Di, bietet der Gi das Feature des Batteriebetriebs. Roland selbst beschreibt den Newcomer denn auch als „Mobile Synthesizer with Digital Recorder“ – und betont damit neben der Unabhängigkeit von der Steckdose auch den hohen Stellenwert des integrierten Aufnahmewerkzeugs, das den Juno-Gi vom Umfang her in etwa zur Hälfte ausmacht.

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