Mixing-Tutorial mit Waldemar Vogel

Distortion im Mix richtig nutzen

In der Audiowelt steht »Distortion« sehr oft für etwas Schlechtes. Und als guter Tontechniker sollten wir auch immer versuchen, diese zu vermeiden. Soweit zumindest die Theorie. Dabei ist »Verzerrung« in den meisten Fällen dafür verantwortlich, dass wir ein Signal als satt, energisch oder analog empfinden. Grund genug, sich das Ganze mal etwas genauer anzuschauen.

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Distortion kann beim Mixen bei richtiger Dosierung den Audiospuren Lebendigkeit, Energie und einen gewissen Biss verleihen. Natürlich macht auch hier die Dosis das Gift. Aber es gibt eben Sachen, die man mit einem Kompressor oder EQ nicht hinbekommt.

Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand. Verzerrung »sägt« die Dynamik ab und lässt ein Signal konstanter und ausgewogener erscheinen. Auch der Ausklang wird verstärkt, und der Ton steht so deutlich länger – wer schon mal eine verzerrte E-Gitarre aufgenommen hat, wird das ganz klar anhand der Wellenform festgestellt haben. Anders als bei Kompression gibt es hier aber kein »Pumpen« oder irgendwelche rhythmischen Artefakte, und das Signal bleibt stets stabil und ausgewogen. Daher kommt Distortion auch sehr oft bei Drums zum Einsatz, denn hier gibt es eine sehr große Dynamik mit recht kurzen, einzelnen Schlägen. Wodurch das Instrument brav und kraftlos erscheinen kann…

Das komplette Tutorial findest du in der Sound&Recording-Ausgabe 06/2021. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen.

Der Soundtoys Decapitator lag auf der Kick. Der UAD Ibanez Tube Screamer kam parallel auf den Drums zum Einsatz. Mit dem SansAmp konnte die Bassgitarre heller und mit dem FabFilter Saturn 2 sowie der McDSP Futz Box die Vocals hörbarer gemacht werden.

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