Zwischen Film, Funk und Internet

Besuch beim Post-Production-Dienstleister Harvest Digital Agriculture, Hamburg

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Was unterscheidet Werbeton von einer Musikproduktion? Ein Besuch bei dem Hamburger Post-Production-Dienstleister Harvest Digital Agriculture – und ein Gespräch über Mix-Workflows, Lautheits-Standards, Sprecheraufnahmen übers Netz, Sounddesign und Restauration.

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Die Hamburger Post-Production-Firma Harvest Digital Agriculture produziert Werbekampagnen für Fernsehen, Kino, Internet, Rundfunk und Printmedien. Auf der Webseite sind Hochglanz-Videos von Fahrzeugen zu sehen – aufwendige Kamerafahrten durch wechselnde Landschaften, teils am Computer generiert, in schnellem Rhythmus geschnitten. Die Botschaft: Das Unternehmen zeigt sich weltläufig, am Puls der Industrie, bietet mittlerweile eine sogenannte »Full-Service-Produktion« samt kompletter Umsetzung. Zu den Kunden zählen Audi, VW, Porsche, Kia, Lindt, Fielmann, Montblanc, Aktion Mensch, Vodafone, Red Bull oder Siemens. Die Firma existiert seit 2012 und residiert in der Hamburger Speicherstadt in einem alten Backsteinspeicher auf drei Etagen.

Im Haus befinden sich neben Administration und Büros unter anderem eine Videoschnitt- und 3D-Abteilung, in einem eigenen Kinosaal werden die Farben für Filme feinjustiert. Zum Sound-Team zählen Enrico Horn und sein Kollege Tom Puschmann. In der sechsten Etage findet sich das größere der beiden Produktionsstudios, mit Aufnahmekabine und Regieraum samt 5.1-Surround-Bestückung aus Focal SM9- und Neumann KH120A-Monitoren, dazu ein Neumann Sub. 5.1-Produktionen stellten bislang die Ausnahmen dar. Der Hauptbereich bleibt Werbung, allerdings in vielen Facetten, wie Horn feststellt: »Manchmal machen wir auch Ton für Fotografen, die eine Insta-Story oder Bilderstrecke mit Sound unterlegen wollen.« Grob arbeiten sie an rund 30 Werbekampagnen im Jahr, mit etwa 150 Einzelfilmen.

Blick ins Kompositions- und Sounddesign-Studio in der sechsten Etage – hier im »aufgeräumt-minimalistischen« Zustand ohne Avid-Controller-Pult, das für den Mix genutzt wird.

Im Seitenbereich des größeren Studios, das neben Mischungen auch für Komposition benutzt wird, befindet sich eine Sprecherkabine. Die Teac-Bandmaschine hingegen dient als Deko.

Das kompaktere Post-Production-Studio in der zweiten Etage dient primär zur Sprachaufnahme und für »kleinere« Mischungen.

Für die Sound-Abteilung zuständig: Audio Engineer Enrico Horn …

… und sein Kollege Tom Puschmann

Die Aufnahmekabine im kompakten Studio, samt …

… »Geräuschemacher-Utensilien« wie Kies und Sand

 

Den kompletten Artikel findest du in Sound&Recording 04/2021

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