Ab sofort verfügbar!

Ableton Live 11 – Software-Sequenzer im Test

Die Berliner Softwareschmiede legt nach! Live 11 ist ab sofort verfügbar. Wir durften bereits die Pre-Public »Beta-Version 11.0b22« testen.

(Infos vom Hersteller findest du hier.)

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Auch wenn auf den ersten Blick alles wie gewohnt aussieht, hat man im Hause Ableton vermutlich viel Arbeit geleistet, Version 11 mit zahlreichen und nützlichen Schmankerln aufzustocken.

Das absolute Highlight ist mit Sicherheit die Integration von »Comping«. Mithilfe dieser Technik lässt sich ein »perfekter Take« aus einer Vielzahl von Aufnahmen zusammenschneiden. Weil fast jede andere DAW diese Funktion schon seit vielen Jahren besitzt, stand es für viele Produzenten an der Tagesordnung, umfangreichere Recording-Sessions, insbesondere Vocals, auf anderen Plattformen durchzuführen, nur um dieses Feature zu nutzen. Nun, ursprünglich war Live für die Bühne konzipiert, insofern kann man die späte Implementierung einer Funktion, die nur in einem Produktionsstudio Sinn macht, nicht wirklich bemängeln.

Die Handhabung ist sehr simpel. Hat man etwa im Loop-Modus mehrere Durchläufe der gleichen Phrase nacheinander aufgenommen, genügt ein Rechtsklick auf die Titelzeile einer Spur, um dann die sogenannte »Take-Lanes« anzuzeigen. Live klappt somit alle erzeugten Takes auf je einer eigenen Unterspur aus. Markiert man mit dem Stift-Werkzeug nun einzelne Passagen, wird der entsprechende Bereich farbig unterlegt und das Material wandert sofort nahtlos nach oben in die Hauptspur. Die neue Comping-Funktion ist nicht nur für Audiomaterial, sondern ebenso für MIDI-Daten verfügbar.

Der Workflow wurde besonders im Audio- und MIDI-Bereich optimiert.
Das neue Comping-Feature hilft dabei, nicht nur Audio-, sondern auch MIDIAufnahmen
zu einem einwandfreien Take zusammenzufügen.

Der Befehl »Spuren verbinden« eignet sich bestens, um Multi-Track-Aufnahmen
zu editieren.

Ein Top-Feature: Snapshots bzw.
»Macro Variations« lassen sich direkt
im Rack abspeichern. Im Rack
lassen sich außerdem bis zu 16 Macros
gleichzeitig anzeigen.

»Hybrid Reverb« stellt eine Kombination von algorithmischem Hall und Faltungshall dar.

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Übrigens lassen sich jederzeit neue Take-Lanes erzeugen – auch ohne Aufnahme. So könnte man bestehende Samples und Loops auf mehreren Lanes ablegen und komfortabel zu einer neuen Kollage zusammenfügen. Richtige »Playlists«, die im Stile von Pro Tools oder Cubase vollständige Edits auf Knopfdruck bereithalten, existieren noch nicht.

Den kompletten Testbericht findest du in der Sound&Recording+Keyboards-Ausgabe 01/2021. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF kostengünstig herunterladen. 

Hersteller/Vertrieb: Ableton
Download-Preis: 599,– Euro
Internet: ableton.com

Unsere Meinung:
+++ Comping endlich verfügbar
+++ Spuren lassen verbinden
++ neue Effekte/Devices
++ Macro-Snapshots
++ willkommene MIDI-Features

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