Uno per Tutti, Tutti per Uno

IK Multimedia Uno – Monofoner Analogsynth im Test

IK Multimedia Uno - Monofoner Analogsynth(Bild: Bob Humid)

Oft sind gerade jene Nischenprodukte am interessantesten, mit denen keiner gerechnet hat. Diese Kategorie scheint außerdem die schnellschießenden Unken »vom Fach« zu unsachlicher Kritik zu ermuntern. »Huch, Folientastatur?? Igitt!«

Was war los? Pünktlich zur Superbooth 2018 präsentierte IK Multimedia ihren ersten hausgebackenen Analogsynthesizer im Rahmen einer Designkooperation mit den legendären Heads von Soundmachines und waren dabei so verdammt cool, diesen genauso aussehen zu lassen wie die 8-Bit-Speichererweiterung eines Spectrum ZX81. So viel Chuzpe muss man erst mal haben! Filter auf also für IK Multimedias UNO Synth!

Anzeige

Wer − wie ich − mit Homecomputern in den 80ern aufgewachsen ist, dem wird das auffällige und äußerst kompakte Design des kleinen UNO Synth gefallen. Er liegt gut in der Hand, wirkt stabil verbaut, passt in die meisten Taschen, fühlt sich auch auf dem Schoß wohl und macht sicher auch im Flugzeug oder auf hart umkämpften Parkplatzgebieten moderner Studiotische eine passend gute Figur. Er kann wahlweise mit vier Batterien vom Typ AA betrieben werden, was konkret auf eine Betriebszeit von maximal 2 bis 3 Stunden hinausläuft. Alternativ kann er per sehr stabil wirkender Mikro-USB-Verbindung (dass ich das noch erleben darf!) an den Rechner gesteckt und von dort u. a. mit Strom versorgt werden. MIDI-In und -Out wird per beigefügtem 2,5-mm-Miniklinkenadapter erledigt, allerdings sitzen diese wirklich fest und geben ebenfalls ein gutes Gefühl von wertiger Verarbeitung. Der UNO Synth besitzt weiterhin einen Audio-In, mit dem sich ein weiteres Audiosignal in guter Klangqualität hinzumischen lässt − sehr praktisch für spontane Küchen-Live-Acts.

UNO Synth Editor
Mit dem mitgelieferten UNO Synth Editor für Windows und iOS kommt man an Parameter, die sich am UNO selbst nicht einstellen lassen.

Das kleine Gerät täuscht äußerlich vielleicht eher Harmlosigkeit vor, doch es steckt voller kleiner interessanter Designdetails − und wen wundert’s, stand doch niemand Geringerer als Erik Norlander (u. a. Alesis Andromeda) am Reißbrett der Entwicklungsabteilung bei Soundmachines. Schalten wir das Ding also mal ein.

Als Erstes durchläuft der UNO eine etwa 28-sekündige Kalibrierung und Stimmung des analogen Signalpfades. Sobald die zuletzt verwendete Preset-Nummer erscheint, ist er wach. Kurz zuvor blinkt übrigens kurz die installierte Firmwareversion auf, aktuell die 1.1.1. Einmal unter Strom, lädt er – dank seiner vielen roten LED-Lämpchen an der 2-Oktaven-Tastatur, seines dreistelligen LED-Displays und der übersichtlich gehaltenen Interface-Elemente – dann auch gleich ziemlich zum Jammen ein…

Den komplette Testbericht findet ihr in der Keyboards-Ausgabe 04/2018. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: