AlphaTheta RMX-IGNITE: Neues Profi-DJ-Effektgerät verbindet Sound, Bewegung und Live-Remix
Mit dem RMX-IGNITE bringt AlphaTheta zur NAMM 2026 ein komplett neu gedachtes Profi-DJ-Effektgerät an den Start, das Performance und Sounddesign enger zusammenführt als klassische Insert-FX. Die Idee dahinter ist klar: DJs sollen Effekte nicht nur „fahren“, sondern sichtbar performen – und dabei trotzdem präzise im Takt bleiben.
Der RMX-IGNITE positioniert sich als modernes Performance-Tool für Club, Livestream und Video-Setups: große Regler, drei Hebel, eine erweiterte Sampler-Sektion sowie eine Integration in PRO DJ LINK und digitales Send/Return machen das Gerät interessant für alle, die ihre Transitions, Builds und Drops stärker personalisieren wollen.
Schnellüberblick: Was macht den RMX-IGNITE anders?
Im Kern kombiniert AlphaTheta drei Bausteine, die im DJ-Alltag wirklich zählen:
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3-Band-FX: Effekte getrennt auf High/Mid/Low – und zwar als spontane Hebel-FX plus kontrollierbare Isolate-FX.
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Sampler + Groove/Build-Tools: Trigger-Pads, Overdub/Layering und Roll-Patterns, damit aus einem Übergang ein eigener „Moment“ wird.
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Setup-Fit: PRO DJ LINK für Sync-Infos sowie digitales Send/Return über kompatible Mixer, damit Aufbau und Signalweg sauber bleiben.
3-Band-FX: Hebel-FX für Impact, Isolate-FX für Kontrolle
Die 3-Band-FX-Sektion ist das Herzstück. Du kannst Hebel-FX und Isolate-FX unabhängig voneinander auf Höhen, Mitten und Bässe legen – und dadurch mehrere Effektketten gleichzeitig formen. Das ist vor allem dann spannend, wenn du eine Transition nicht einfach nur „weich“ machen willst, sondern sie dramaturgisch aufbauen möchtest.

Hebel-FX sind auf unmittelbaren Effekt-Impact ausgelegt. Laut AlphaTheta stehen hier Echo, Reverb, Juggle, Reverse, Solo und Stretch bereit – ideal für schnelle, dramatische Eingriffe, die auch visuell wirken, weil die Hebelbewegung Teil der Show wird.
Isolate-FX zielen dagegen auf fließende Kontrolle: Tape Echo, Reverb, Drive, Filter, Ducker und Rhythm lassen sich über große Regler fein dosieren, wodurch Übergänge organischer werden und dennoch Energie behalten.
Sampler-Sektion: Mehr Energie, weil du Layer statt „nur FX“ nutzt
Für DJ-Blogs mit Performance-Fokus ist die Sampler-Sektion oft der spannendere Teil, weil sie über klassische Effektarbeit hinausgeht. Der RMX-IGNITE bietet vier Sample-Trigger-Pads und arbeitet mit 20 integrierten Samples (Loopmasters/Loopcloud-Kontext) – praktisch, wenn du sofort loslegen willst, ohne vorher Libraries zu bauen.
Der Workflow ist auf Live-Situationen ausgelegt:
- Overdub/Layering: 1-Takt-Phrasen loopen und weitere Elemente darüberlegen, wodurch aus einem simplen Übergang ein eigener Mini-Edit entsteht.
- Sample-Roll + Groove Roll: Samples in Mustern rollen lassen und durch gleichzeitiges Drücken mehrerer Tasten akzentuierte, fließende Rolls bauen – das zielt direkt auf Builds, Fills und „Hands-up“-Momente.
- Sampler Color FX: Sechs dedizierte Sample-Effekte (u. a. Echo/Filter/Pitch/Decay/Swing), damit du Samples nicht nur abfeuerst, sondern klanglich in den Track „einwebst“.

Wenn du also häufig zwischen „cleanen“ Club-Mixes und performativen Festival-Edits wechselst, ist genau diese Layer-Logik der Hebel, der Sets moderner klingen lässt – und zwar ohne direkt auf ein Laptop-Performance-Setup angewiesen zu sein.
PRO DJ LINK und Digital Send/Return: Timing und Setup werden zuverlässiger
AlphaTheta setzt beim RMX-IGNITE sichtbar auf System-Integration. Auf der Produktseite werden PRO DJ LINK sowie Sample-Wiedergabe und Sync von BPM- und Grid-Informationen genannt – das ist für Roll/Overdub der Unterschied zwischen „ungefähr passend“ und „sitzt auf dem Punkt“.
Dazu kommt Digital Send/Return: Der Anschluss erfolgt per USB über den MULTI I/O-Port kompatibler Mixer (DJM-A9 und DJM-V10). Genannt werden dabei Vorteile wie geringeres Fehlerrisiko beim Verkabeln, keine Qualitätsverschlechterung des Audiosignals und die Übertragung von Nicht-Audio-Daten (BPM/Grid).
Gerade für Booth-Setups, in denen Umbauzeit knapp ist, zählt das: weniger Kabelstress, klarer Signalweg und schneller „ready to play“.
Klangqualität und technische Eckdaten: 96 kHz/32 Bit und hohe SNR-Werte
AlphaTheta betont beim RMX-IGNITE ein „High-Fidelity“-Design mit DSP-Mixing in 96 kHz/64 Bit und ESS AD/DA-Konvertern.
In den technischen Daten wird außerdem eine Abtastrate von 96 kHz, 32-Bit A/D- und D/A-Wandlung, ein Frequenzgang von 20 Hz bis 40 kHz sowie ein Signal-Rausch-Verhältnis bis 115 dB (je nach Connection-Modus) aufgeführt.

Das ist relevant, weil DJ-Effekte in der Praxis oft dann „billig“ wirken, wenn Transienten weichgespült werden oder die Höhen harsch werden. Ein sauberer Headroom und solide Wandler sind daher nicht nur Marketing, sondern im Clubbetrieb tatsächlich hörbar – vor allem bei intensiven Echo-/Reverb-Ketten und beim Layern von Samples.
Preis und Verfügbarkeit
Laut den vorliegenden Infos liegt die UVP bei 1.199 €, und der Verkaufsstart ist ab sofort (ab Mitte Januar 2026) angekündigt. Ergänzend gibt es eine offizielle Produktseite sowie zwei Videos (Launch und Walkthrough) zur Einführung.
Hinweis aus der Praxis: Vor dem Einsatz empfiehlt es sich, Firmware und ggf. verbundene Geräte (insbesondere bei Link-/Send/Return-Setups) aktuell zu halten, damit Sync- und Routing-Funktionen stabil laufen.
Einordnung für DJs: Für wen lohnt sich der RMX-IGNITE besonders?
Der RMX-IGNITE ist kein „Nice-to-have“-FX für gelegentliche Hallfahrten, sondern eher ein Instrument für DJs, die…
- Transitions aktiv inszenieren (Builds, Drops, Breaks) und dabei visuell performen wollen,
- Live-Remixes mit Samples und Roll-Patterns in ihre Sets integrieren, statt nur Tracks zu mischen,
- ein sauberes Booth-Setup mit Link- und digitalem Send/Return bevorzugen, weil es schneller und reproduzierbarer ist.
Wenn du also ein Setup suchst, das zwischen Club-Mixing und Performance-Tool vermittelt, dürfte der RMX-IGNITE genau in diese Lücke zielen.
Herstellerlink: AlphaTheta – One Through Music
Leitender Redakteur – keyboards.de
Multiinstrumentalist • Audio Engineer • Kreativer Tüftler • Familienvater • Pen-&-Paper-Enthusiast

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