In unserem Tutorial „Einstieg ins Eurorack” haben wir die verschiedenen Arten von Modulen und ihre Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Damit haben wir einen allgemeinen Überblick gegeben, sodass interessierte Einsteiger eine Vorstellung davon erhalten haben, was möglich ist.
Für wen sind konfigurierte Systeme geeignet?
Manche Hersteller nehmen den Usern die Qual der Wahl ab. Mit einem vorkonfigurierten Eurorack-System erhält man eine sinnvolle Zusammenstellung von Modulen. In den meisten Fällen wird damit ein monophoner Synthesizer abgedeckt, bei dem man den Signalweg nach dem klassischen Konzept VCO-VCF-VCA selbst patchen kann.
Ein solches System eignet sich für Einsteiger, die vor allem mit dem Signalweg experimentieren möchten, aber nicht das beste von 100 Filtern auswählen wollen. Hierfür bietet sich die Kombination mit einem Hardware-Sequenzer an, der das System über CV/Gate oder MIDI (sofern ein entsprechendes MIDI/CV-Interface integriert ist) ansteuert.

Mit Platz für Erweiterungen
Viele konfigurierte Systeme sind bereits komplett bestückt. Einerseits ist es praktisch, von Anfang an mehr Möglichkeiten zu haben. Andererseits nimmt man sich damit auch die Option, das System unkompliziert zu erweitern. Denn dann muss schon ein zweiter Rahmen her.
Es gibt auch Systeme, die ein paar Einbaumöglichkeiten offenlassen. Das Basissystem 3 von Doepfer bietet im Grunde alle Funktionen der anderen Basissysteme und verfügt zudem über 20 TE freien Platz für zusätzliche Module, die später selbst eingebaut werden können.
Wer noch mehr Platz reservieren möchte, kann auf Basissysteme in größeren Gehäusen, die eine ganze Zeile frei haben, zurückgreifen.

Die richtige Größe
Reicht ein kleines System mit einer Zeile aus oder soll es ein großer Rahmen sein? Das hängt einerseits vom verfügbaren Platz im (heimischen) Studio ab. Andererseits hängt es auch von den Ambitionen ab: Will man nur ein paar spezielle Sounds mit dem System erzeugen oder soll es exzessiv genutzt werden? Es lohnt sich, sich darüber rechtzeitig Gedanken zu machen. Ein zu kleiner Rahmen kann schnell voll sein, und die „Sucht” nach neuen Modulen – es gibt immer wieder tolle Entwicklungen – ist nicht zu unterschätzen.
Ich stelle mein Eurorack-System selbst zusammen
Das ist der Grundgedanke eines Modularsystems, obwohl selbst die Veteranen Moog, ARP und Co. den Wunsch nach konfigurierten Systemen früh erkannt hatten. Im Eurorack-Sektor ist die Auswahl jedoch gewaltig, sodass man (nicht nur) als Neuling schnell die Übersicht verlieren kann.
Wenn man jedoch konkrete Vorstellungen davon hat, was man mit einem Modularsystem machen möchte, und es kein entsprechend vorkonfiguriertes System gibt, führt kein Weg an einer individuellen Zusammenstellung vorbei. Auch hier gilt: Den Rahmen passend oder etwas größer wählen. Soll es ein Pult- oder ein Rack-Gehäuse sein? Ist das Netzteil ausreichend dimensioniert? Stylisher Look oder funktionell? Eine Beratung durch Freunde oder im Fachhandel ist absolut zu empfehlen.

Ein Vorteil ist, dass man bei der individuellen Zusammenstellung schrittweise vorgehen kann. Das Budget muss nicht auf einen Schlag aufgebracht werden, da sich nach und nach Module dazukaufen lassen.
Wir hoffen, dass euch unsere Tutorial-Reihe gefallen hat und dass sie euch einige Anregungen geben konnte.
Unter diesem Link findet ihr eine Auswahl an konfigurierten Systemen bei MUSIC STORE professional.
Unter diesen Links könnt ihr die bisherigen Teile unserer Tutorial-Reihe nachlesen:
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