Clavia Nord Electro 7: Das neue Stage Keyboard für Piano-, Orgel- und Synth-Performances
Wer live spielt, braucht ein Instrument, das schnell ans Ziel bringt – und zwar ohne Menüs, ohne Umwege und ohne Kompromisse beim Sound. Genau hier setzt das Clavia Nord Electro 7 (61er, 73er und 73er HP) pünktlich zur NAMM 2026 an: Als Stage Keyboard erweitert es die Electro-Serie um eine leistungsstarke neue Synth-Sektion, dedizierte Effekte pro Sektion und ein überarbeitetes Bedienfeld inklusive hochauflösendem Farbdisplay. Gleichzeitig kombiniert das Electro 7 aktuelle Piano-Funktionen von Nord mit der bewährten Orgel-Engine und Rotary-Speaker-Emulation aus der Nord Organ 3. Damit entsteht ein sehr flexibles Setup – und dennoch bleibt das Instrument leicht und bühnenfreundlich.
Besonders spannend ist dabei, dass Nord nicht nur „mehr Funktionen“ liefert, sondern vor allem mehr Direktzugriff: Physische Bedienelemente, klare Sektionen und ein Workflow, der im Band-Kontext ebenso funktioniert wie im Studio.
Für wen ist das Clavia Nord Electro 7 interessant?
Das Nord Electro 7 richtet sich vor allem an Keyboarderinnen und Keyboarder, die …
- Piano + Orgel + Synth in einem kompakten Live-Keyboard bündeln möchten,
- bei Gigs schnell umschalten und Sounds sofort formen wollen,
- viel Wert auf klassische Orgel-Spielweise (Waterfall-Tasten, Zugriegel) legen,
- ein Instrument suchen, das trotz Funktionsumfang transportfreundlich bleibt.
Gerade wenn du in Coverbands, Pop-/Rock-Produktionen, Worship-Setups oder im Theater spielst, zählt am Ende vor allem eines: Zuverlässigkeit plus Geschwindigkeit. Und genau dafür ist diese Geräteklasse gemacht.
Bedienung & Live-Workflow: Neues Panel, großes Farbdisplay, physische Zugriegel
Nord überarbeitet beim Electro 7 das Bedienfeld und ergänzt es um ein neues großes Farbdisplay. Das ist im Alltag mehr als „nur Komfort“, denn du erkennst Programme, Kategorien und Layer-Sends schneller – und das reduziert Stress auf dunklen Bühnen spürbar.

Ein zentrales Merkmal bleiben die physischen Zugriegel (inklusive LEDs). Dadurch fühlt sich die Orgel-Sektion nicht wie ein Kompromiss an, sondern wie ein Instrument, das du aktiv spielst und performst, statt es nur zu „triggern“.
Außerdem interessant für Live-Spieler: Expression Pedal Assign. Damit lässt sich das Pedal gezielt zur Steuerung von Synth-Filter- und Effektparametern einsetzen – praktisch, wenn du z. B. Builds, Sweeps oder dynamische Intensität ohne freie Hand realisieren willst.
Orgel-Sektion: Organ-3-DNA inklusive Rotary-Details
Die Orgel-Sektion basiert auf den B3-, Vox- und Farfisa-Varianten sowie weiteren Orgeltypen aus der Nord Organ 3. Dadurch bekommst du nicht nur die klassischen Klangfarben, sondern auch eine Rotary-Umsetzung, die Nord-Spieler typischerweise wegen ihres „Biss“- und „Dreh“-Gefühls schätzen.
Highlights in der Praxis:
- Rotary-Speaker-Emulation aus der Nord Organ 3
- 3 Mikrofonpositionen für den Rotary Speaker (für mehr Kontrolle über Präsenz/Room/Charakter)
- Physische Zugriegel mit LEDs (schnelles Recall, klare Visualisierung)
Damit kannst du im Set z. B. zwischen tightem, direktem Rotary und breiterem, räumlicherem Sound wechseln – und das ohne, dass du dich durch Untermenüs kämpfen musst.
Piano-Sektion: Nord Piano Library plus neue Klangformung
Die Piano-Sektion ist kompatibel mit der Nord Piano Library. Besonders workflow-orientiert sind die Push-Encoder zur schnellen Auswahl von Kategorien und Sounds – ein Detail, das live enorm hilft, weil du schneller am Ziel bist, wenn sich Setlists ändern oder du spontan reagieren musst.

Für den Sound-Feinschliff sind u. a. genannt:
- Dynamische Kompression (mehr Kontrolle über Anschlag und Durchsetzung)
- Unisono (mehr Breite und „Größe“, je nach Patch)
- Timbre (gezielte Klangfärbung, um im Mix besser zu sitzen)
Das ist vor allem dann relevant, wenn du ohne zusätzlichen Outboard-Channelstrip spielen willst und trotzdem einen „fertigen“ Sound brauchst.
Synth-Sektion: Samples, Analog-Wellenformen und FM – mit Performance-Fokus
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die überarbeitete Synth-Sektion, die Samples, analoge Wellenformen und FM-Synthese kombiniert. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Engine, sondern der Zugriff: Auch hier helfen Push-Encoder bei der schnellen Auswahl von Kategorien und Sounds.
Für die Performance liefert Nord mehrere typische Live-Werkzeuge:
- Vibrato-Taste mit einstellbarer Geschwindigkeit, Stärke und Verzögerung
- Spielmodi wie Mono, Legato und Glide (für Leads und expressive Lines)
- Unison (für druckvolle, breite Synth-Sounds)
- Tiefpassfilter mit Resonanz (klassischer Live-Filterzugriff)
Dazu kommen Synth-Formungsdetails:
- FM-Partial und FM-Amount
- Doppelte Hüllkurve für Amp und Filter/FM
Wichtig für Sound-Bibliotheken: Das Electro 7 ist kompatibel mit der Nord Sample Library. Damit lässt sich das Instrument sehr zielgerichtet an deinen Stil anpassen – etwa mit charaktervollen Layern, Brass-/String-artigen Flächen oder modernen Hybrid-Sounds.
Effekt-Sektion: Dedizierte Effekte pro Sektion und globaler Hall
Nord nennt explizit spezielle Effekte pro Sektion, was in der Praxis ein großes Plus ist: Du kannst Orgel, Piano und Synth klanglich separat veredeln, ohne dass sich alles gegenseitig „wegdrückt“. Außerdem sind Parameter wie Rate und Amount für Modulationseffekte direkt zugänglich – ideal, wenn du Effekte als Performance-Element nutzt.
Neu bzw. hervorgehoben sind:
- Neuer Federhall
- Neue Verstärker (Brit und Suitcase)
- Globaler Hall mit Send pro Layer
Das erleichtert konsistente Räume im Liveset, weil du die Reverb-Menge pro Layer dosierst, statt alles in denselben Hall „zu kippen“.
Programmsektion: Farbdisplay, Live-Modus und direkter Zugriff
Die aktualisierte Programmsektion bringt neben dem neuen Farbdisplay auch einen Live-Modus und Push-Encoder zur Programmauswahl. Dadurch wird das Electro 7 nicht nur zum Klanglieferanten, sondern zum Setlist-tauglichen Performance-Tool, bei dem du Programme schneller findest und zuverlässiger abrufst.
Tastatur & Transport: 61 Waterfall-Tasten und unter 9 kg
Die hier beschriebene Version ist das Nord Electro 7 61. Das Clavia Nord Electro 7 gibt es außerdem als Electro 73 und Electro 73 HP (mit Kawai Hammermechaink)
- 61 halbgewichteten Waterfall-Tasten (Orgel-typisches Spielgefühl)
- Gewicht: 8,4 kg
- Maße: 901 mm × 104 mm × 307 mm
Damit passt es gut in kompakte Live-Setups, auf enge Bühnen und in Situationen, in denen du selbst schleppen musst – und trotzdem eine vollwertige Performance-Zentrale willst.
Praxis-Fazit: Warum das Clavia Nord Electro 7 eine sehr „bühnenlogische“ Lösung ist
Unterm Strich ist das Nord Electro 7 61 vor allem deshalb interessant, weil es eine typische Live-Frage sauber beantwortet: Wie bekomme ich Piano, Orgel und Synth schnell, zuverlässig und musikalisch in den Griff – ohne Laptop, ohne Menü-Marathon?
Mit dem neuen Display, den pro Sektion getrennten Effekten sowie der erweiterten Synth-Engine wirkt das Electro 7 wie ein konsequenter Schritt hin zu mehr Flexibilität, ohne den Electro-typischen Direktzugriff zu verlieren.
Wenn du also ein Stage Keyboard suchst, das sich wie ein Instrument anfühlt – und nicht wie ein kleines Studio im Gehäuse –, dann gehört das Clavia Nord Electro 7 definitiv auf deine Liste.
Herstellerlink: Nord Keyboards | Nord

Leitender Redakteur – keyboards.de
Multiinstrumentalist • Audio Engineer • Kreativer Tüftler • Familienvater • Pen-&-Paper-Enthusiast

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