RANE SYSTEM ONE: Motorisierte Plattenteller trifft Standalone – ein neuer Hybrid für Open-Format- und Scratch-DJs
Mit dem RANE SYSTEM ONE zielt RANE auf eine Lücke, die viele DJs seit Jahren spüren: echtes Turntable-Feeling (inklusive motorisierter Teller) – aber ohne Laptop-Zwang. Nach bisher bekannten Herstellerangaben kombiniert das SYSTEM ONE Engine DJ als Standalone-Plattform mit der Option, bei Bedarf nahtlos in ein Serato-Setup zu wechseln. In Leak-Berichten rund um die NAMM-Saison 2026 wird das Gerät als 2-Kanal Standalone-Controller mit motorisierten Plattern, Wi-Fi/Bluetooth, Streaming und Stem-Kontrolle beschrieben.
Für Musiker:innen, Producer und Content-Creator ist das besonders spannend, weil es den Workflow zwischen Club/Bar-Gig, Mobile-Event, Livestream und Studio deutlich flexibler macht – ohne auf den „RANE-Punch“ und battle-taugliche Bedienlogik zu verzichten.
Kurzfazit für DJs
- Standalone + Motor: Engine DJ direkt im Gerät, dazu 7,2″ motorisierte Aluminium-Plattenteller für Vinyl-ähnliche Haptik.
- OmniSource-Ansatz: Mixen zwischen USB/SD/Interner SSD (optional), Streaming, Serato und perspektivisch weiteren Software-Integrationen.
- Stems ohne Laptop: Stems-Workflow mit Instant Acapella/Instrumental, Stem-FX und Stem-EQ-Kontrolle; Rendering-Optionen teils per Desktop, teils (geplant) direkt im Gerät.
- Effekt-Arsenal: Mehrstufiges FX-Konzept (Main/Sweep/Touch/Fader) plus optional Serato-FX im Software-Betrieb.
- Modernes UI: Vertikaler HD-Touchscreen mit RGB-Waveforms, flexiblen Layouts und Day-Mode.
Was ist das SYSTEM ONE genau?
RANE positioniert das SYSTEM ONE als All-in-One Standalone DJ System – also nicht „nur“ ein Controller, sondern eine komplette Performance-Zentrale: zwei motorisierte Decks + Mixer + Touch-UI + Streaming + Library-Management + Performance-Tools.
Der entscheidende Punkt ist der Paradigmenwechsel für RANE-Fans: Bisher stand RANE im Controller-Segment stark für Serato-Workflows (Laptop als Schaltzentrale). Mit Engine DJ im Gerät wird erstmals die Laptop-freie Performance zum Kernkonzept – das ist genau die Stoßrichtung, die in Leak-Infos ebenfalls genannt wird (Engine DJ + Serato, Streaming, Wi-Fi/Bluetooth).
Freedom fused with feel: Warum motorisierte 7,2″-Platter im Standalone-Kontext so relevant sind
Viele Standalone-Controller liefern heute starke Features, aber Scratch- und Turntable-DJs vermissen oft den „mechanischen Widerstand“ und die unmittelbare Rückmeldung. Motorisierte Teller sind hier mehr als ein Gimmick:

- Start/Stop-Timing fühlt sich natürlicher an
- Backspins, Chirps, Drags und schnelle Richtungswechsel werden präziser
- Das Setup bleibt kompakt – ohne externe Turntables + Mixer
Dass RANE diesen Ansatz nun mit Standalone-Engine kombiniert, ist für Open-Format (Hochzeiten, Corporate, Clubs mit Genre-Sprünge) und Performance-DJs (Routines, Cuts, Remixes) besonders attraktiv.
OmniSource: Eine Library, viele Quellen – und nahtlose Übergänge
Das SYSTEM ONE setzt auf eine OmniSource-Architektur, die (laut Spezifikation) Quellenwechsel im Setalltag entschärfen soll:
Lokale Medien
- USB-Drives (mehrere Ports)
- SD/SDHC/SDXC
- optional interne SATA-SSD/HDD (separat)
Streaming & Cloud
-
Apple Music, Amazon Music Unlimited, Beatport, Beatsource, SoundCloud Go+, TIDAL sowie Cloud-Optionen (z. B. Dropbox)
Software-Modi
- Serato DJ (inkl. Serato-FX-Nutzung)
- weitere Integrationen sind angekündigt/avisiert
Gerade für mobile DJs ist das interessant: Du kannst eine „sichere“ Offline-Library auf SSD/USB haben – und trotzdem Streaming als Wunschmusikwunsch-Fallback nutzen.
Hinweis zur Spotify-Dimension: Spotify ist im DJ-Ökosystem wieder ein Thema, u. a. durch die (wieder) verfügbare Integration in Algoriddim djay auf Mac/Windows. Das ist relevant, weil viele Standalone-Ökosysteme ihre Streaming-Roadmaps erweitern – für konkrete Gerät-Termine/Support gilt aber: immer an die jeweils aktuelle Herstellerfreigabe gebunden.
Standalone Stems: Remixe im Set – ohne Laptop
Stems sind längst nicht mehr „nur“ ein Studio-Feature. Im DJ-Alltag sind Stems dann stark, wenn sie schnell, kontrollierbar und musikalisch einsetzbar sind – ohne Menütauchen.
Das SYSTEM ONE setzt hier auf ein komplettes Werkzeugpaket:
- Instant Acapella / Instrumental (schnell Vocals oder Musik isolieren)
- Stems-Pad-Mode für Live-Manipulation
- Stem-Level-EQ-Control (Elemente im Mix fein dosieren)
- Stem-FX für performative Builds, Drops und Transitions
Wichtig für die Praxis: Stems brauchen Rechenleistung bzw. vorberechnete Daten. Deshalb ist das Thema Rendering zentral – vorgesehen sind Workflows über Desktop-Software und (laut Roadmap) perspektivisch auch direkt am Gerät.
Effekte: Mehrschichtig statt „One-Knob-FX“
RANE setzt beim SYSTEM ONE nicht auf „ein FX-Block“, sondern auf mehrere Ebenen, die unterschiedliche Performance-Situationen abdecken:
- Main FX: über 25 Effekte in 6 Slots (mit robusten Toggle-Aktivierungen)
- Sweep FX: 5 klassische „Hands-on“-Sweeps pro Kanal
- Touch FX: On-Screen-FX für schnelle Gesten-Moves
- Fader FX: fader-aktivierte Effekte für Routines
Und wenn du im Serato-Betrieb bist, kannst du zusätzlich auf Serato-Software-FX zugreifen – ideal, wenn du bestehende Sets/Routines 1:1 übernehmen willst.
Display & Bedienung: Vertikale Waveforms für schnelleres „Reading“
Das Herzstück des UI ist ein 7″ HD Touch-Display im vertikalen Layout mit RGB-Waveforms und Deck-Statusanzeigen. Vertikal ist nicht nur „anders“ – es hilft vielen DJs beim schnellen Phrasing-Lesen, besonders bei Transitions über Genres (Open-Format) oder bei komplexen Stem-Blends.

Praktisch: Die Anzeige soll sich anpassen lassen (vertikal/horizontal, Tracklist ein/aus, Day-Mode), damit du zwischen „Club-Dunkelheit“ und „Outdoor-Gig“ nicht kämpfen musst.
Playlist Banks: Drei Tasten, die im Gig wirklich zählen
Wer regelmäßig spielt, kennt das Problem: Du brauchst sofort Zugriff auf bewährte Kisten/Playlists (Warm-Up, Peak-Time, Floor-Saver, Requests). Hier setzen die (3) Playlist Banks an: schnelle Recall-Buttons für Engine-Playlists, Streaming-Listen oder Serato-Crates. Weniger scrollen, mehr mixen.
Performance Pads mit OLED: Namen sehen statt raten
16 Pads (8 pro Deck) sind heute Standard – aber die OLED-Displays über den Pads sind im Alltag Gold wert:
- Hotcue-/Sample-Namen direkt sichtbar
- Stem-Elemente und Roll-Divisionen klar lesbar
- weniger Fehltrigger in dunklen Booths
Lichtsteuerung mit SoundSwitch: Content-Creation-Bonus inklusive
Für Livestream-DJs, Creator und Mobile-Setups wird Licht immer wichtiger. Das SYSTEM ONE bringt (laut Spezifikation) SoundSwitch-Integration mit:
- Smart-Lighting: Philips Hue, Nanoleaf (drahtlos)
- DMX-Control: über SoundSwitch-Hardware (z. B. Micro DMX/Control One) mit beat-synced Auto-Loops und Override-Controls
Wenn Engine DJ ohnehin im Gerät sitzt, passt das gut ins Gesamtkonzept – Engine DJ positioniert sich seit einiger Zeit klar mit Streaming, Stems und Lighting-Features.
Anschlüsse & Sound: RANE-typisch „pro“
Hier spielt RANE traditionell seine Stärke aus: solide Audio-Specs, robuste I/O-Sektion, sinnvolle Mic-Features.
Outputs
- XLR Main + RCA Main
- 6,35 mm Booth
- Bluetooth-Audio-Out (mit On-Screen-Volume)
Inputs
-
2× XLR-Combo Mic mit EQ, Echo/Reverb, Talkover/Duck, Anti-Feedback
-
Aux (Bluetooth/RCA) mit dediziertem Front-Volume-Knob
Dazu kommt ein on-screen 10-Band EQ für Main/Booth, was gerade bei wechselnden PAs/Locations extrem nützlich ist.
Technik-Highlights (Auszug)
- 24-bit Audio, 44,1 kHz; 32-bit Floating-Point DSP
- Wi-Fi 2,4/5 GHz (Wi-Fi 5), Bluetooth 5.4
- Breite Codec-Unterstützung (u. a. WAV/AIFF/FLAC/ALAC/MP3)
- Maße ca. 73,7 × 40,3 × 14,5 cm; Gewicht ca. 13,3 kg
Für wen ist das Rane SYSTEM ONE besonders spannend?
Open-Format / Mobile DJs
- Standalone-Sicherheit + Streaming-Flexibilität
- schnelle Playlist-Recall-Logik
- starke Mic-Sektion (zwei Mics, Effekte, Talkover)
Scratch- & Performance-DJs
- motorisierte Teller + MAG-FOUR-Crossfader-Feeling
- Fader-FX + Stems-Pads für Routines
Livestream & Content
- SoundSwitch-Smart-Lighting + cleanes One-Device-Setup
- Bluetooth-Optionen und flexible Ausgänge
Einordnung: Warum das ein potenzieller Trendsetter ist
Der Markt teilt sich aktuell grob in zwei Welten:
- Laptop-Controller (maximale Software-Tiefe, aber Setup-Abhängigkeit)
- Standalone-Systeme (maximale Unabhängigkeit, aber oft weniger Turntable-Haptik)
Das SYSTEM ONE versucht, beide Pole zu verbinden: Standalone-Freiheit plus echte motorisierte Platter-Performance – genau das, was viele „Hybrid-DJs“ gesucht haben. Dass in Leak-Infos explizit Engine DJ + Serato + Streaming genannt werden, unterstreicht die Zielrichtung.
Herstellerlink: RANE DJ | Professional DJ Mixers, Controllers & Performance Gear | Rane

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Leitender Redakteur – keyboards.de
Multiinstrumentalist • Audio Engineer • Kreativer Tüftler • Familienvater • Pen-&-Paper-Enthusiast

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