Gibt es eine Drum-Maschine, bei der alle Sounds den persönlichen Geschmack zu 100 % treffen? Selbst bei den besten Drummies ist man mit einem oder zwei Instrumenten nie ganz glücklich. Viel besser wäre es also, wenn man sich ein Drumkit nach eigenem Gutdünken zusammenstellen könnte. Das geht auch – und zwar mit modularen Drums im Eurorack.
Drums in Modulform
Ein Modul, das alle Elemente für einen Drum- oder Percussion-Sound beinhaltet, ist im Grunde eine Synth Voice. Ein Klanggenerator, ein Filter, eine Hüllkurve und ein VCA sind eine komplette Synthesizerstimme. In der Regel sind jedoch bei Drums einige oder alle Elemente mehrfach vorhanden. Der Unterschied zu einer Synth Voice besteht darin, dass diese auf die Erzeugung perkussiver, meist nicht tonal spielbarer Klänge ausgerichtet ist.
Die Ausstattung kann minimal oder komplex sein. Das wird durch die Art des Sounds bestimmt. So hat eine Snare mehr Elemente als eine Bongo und ein Kick ist prinzipiell einfacher als ein Clap. Allerdings sind nicht immer alle internen Funktionen per Regler erreichbar. So kann ein Hihat-Modul mehr Bauteile auf der Platine haben als eine mächtige Bassdrum.

Spezialist vs. Chamäleon
Grundsätzlich lassen sich Drum-Module in zwei Gruppen unterteilen. Einerseits gibt es Module, die sich einem spezifischen Instrument widmen, wie beispielsweise Bassdrum, Snare, Hi-Hat oder Clap. Hier sind die Parameter von vornherein aufeinander abgestimmt, um den Sound schnell und effektiv einstellen zu können. Eine Reihe dieser spezialisierten Module orientiert sich ausdrücklich an legendären Drum-Maschinen wie der TR-808 oder der TR-909.
Auf der anderen Seite gibt es universelle Module, die ein breites Spektrum abdecken. Hier lassen sich die Parameter so weit verstellen, dass sich alles von Kick über Percussion bis Cymbal erzeugen lässt. Das ermöglicht oft sehr abgefahrene und individuelle Klänge. Wenn man jedoch auf einen bestimmten Sound aus ist, gelingt dieser nicht immer so gut wie mit einem Spezialisten. Mitunter braucht man auch etwas länger, bis man einen passenden Sound eingestellt hat.

Die allermeisten Drums im Modularsektor sind analog aufgebaut. Es gibt jedoch auch digitale und Sample-basierte Drums bzw. Sampler-Module, die auf kurze One-Shot-Samples ausgelegt sind. Damit lässt sich ein Drumkit um besondere Sounds erweitern.
Trigger und CV-Steuerung
Alle Drums benötigen zum Anstoß einen Trigger-Impuls (kein Gate), der in der Regel von einem Step Sequenzer kommt. Einige Module besitzen einen zweiten Trigger-Eingang, der die Accent-Funktion auslöst. Dabei wird der Sound nicht nur in der Lautstärke, sondern auch in verschiedenen Klangparametern wie dem Filter oder dem Decay betont.

Mit der Steuerung der wichtigsten Parameter über CV-Eingänge gewinnen die Drums an Dynamik. Pitch oder Tune, Decay und, sofern vorhanden, Filter sind die häufigsten Funktionen, die sich per LFO oder Sequenzer modulieren lassen.
Nicht vergessen: ein Mixer für die Drums
Ein Drumkit besteht oft aus sechs, acht oder mehr Instrumenten. Da jedes Drum-Modul eine eigene Stimme darstellt, hat es auch einen eigenen Ausgang. Um das gesamte Kit zusammenzufassen und an den Ausgang zu leiten, wird ein Mixer mit entsprechend vielen Kanälen benötigt. Hersteller, die modulare Drums anbieten, haben in der Regel auch einen entsprechenden Mixer im Portfolio.

Unter diesem Link findet ihr eine Auswahl an Drums-Modulen bei MUSIC STORE professional.

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