Bei E-MU scheint sich etwas zu bewegen. Wer aktuell die offizielle Website des traditionsreichen Herstellers elektronischer Musikinstrumente besucht, bekommt eine Maintenance-Seite zu sehen. Was genau dahintersteckt, ist bislang nicht bekannt. Eine offizielle Ankündigung neuer Synthesizer, Sampler oder anderer Musikprodukte liegt derzeit nicht vor. Trotzdem dürfte die Veränderung bei E-MU-Fans für Aufmerksamkeit sorgen: Bereitet die legendäre Marke möglicherweise ein Comeback vor?
Kurzinfo auf einen Blick
Bei E-MU sorgt eine neue Maintenance-Seite für Spekulationen über ein mögliches Comeback. Offiziell sind bislang weder neue Sampler noch Synthesizer angekündigt. Die Marke prägte mit Emulator, Emax, SP-1200 und Proteus die Sampling- und Produktionsgeschichte der 1980er- und 1990er-Jahre. Ob tatsächlich neue Hardware oder Software kommt, bleibt offen.
E-MU: Eine der wichtigsten Marken der Sampling-Ära
Sollte E-MU tatsächlich wieder stärker in das Geschäft mit Musikprodukten einsteigen, würde damit ein großer Name der elektronischen Musikgeschichte zurückkehren. Besonders in den 1980er- und 1990er-Jahren gehörte E-MU Systems zu den wichtigsten Entwicklern im Bereich Sampling und digitale Klangerzeugung.
Mit dem E-MU Emulator brachte das Unternehmen Anfang der 1980er-Jahre einen der frühen kommerziellen Digital-Sampler auf den Markt. Der 1984 vorgestellte Emulator II entwickelte sich anschließend zu einem der prägenden Sampling-Keyboards seiner Zeit. Im Vergleich zu extrem teuren Computersystemen wie dem Fairlight CMI machte E-MU professionelles Sampling für einen deutlich größeren Kreis von Studios und Musikern zugänglich.
Es folgten unter anderem Emax, Emulator III und später weitere professionelle Sampler. Parallel hinterließ E-MU auch im Bereich der Drum-Machines deutliche Spuren: Geräte wie SP-12 und SP-1200 entwickelten sich zu Klassikern und spielten insbesondere für Hip-Hop und samplebasierte Musikproduktion eine wichtige Rolle. E-MU-Mitgründer Dave Rossum war an zahlreichen dieser Entwicklungen maßgeblich beteiligt.
Proteus prägte die 1990er-Jahre
Ende der 1980er-Jahre schlug E-MU mit dem Proteus 1 ein weiteres erfolgreiches Kapitel auf. Das kompakte 19-Zoll-Soundmodul kombinierte hochwertige Samples mit polyphoner Klangerzeugung und machte umfangreiche Instrumenten-Sounds vergleichsweise günstig verfügbar. Nach seiner Vorstellung auf der Winter NAMM 1989 lagen innerhalb kurzer Zeit Tausende Bestellungen vor.
Aus dem Konzept entwickelte sich eine ganze Familie von Soundmodulen. Modelle wie Proteus, Vintage Keys, Orbit, Planet Phatt, Morpheus oder später Mo’Phatt fanden ihren Platz in Studios und beeinflussten unter anderem Dance, Techno, Hip-Hop und elektronische Popmusik.
1993 wurde E-MU Systems von Creative Technology übernommen. Creative integrierte E-MU-Technologien anschließend unter anderem auch in seine PC-Audioprodukte; beispielsweise setzte die Sound Blaster AWE32 auf EMU8000-Technologie.
Kommt jetzt neue E-MU-Hardware?
Genau diese Geschichte macht die aktuelle Bewegung auf der E-MU-Website interessant. Noch sollte man allerdings nicht zu viel hineininterpretieren. Eine Maintenance-Seite kann ebenso gut auf eine technische oder gestalterische Überarbeitung der Website hinweisen wie auf einen größeren Neustart der Marke.
Neue E-MU-Sampler, Synthesizer oder Grooveboxen sind derzeit nicht offiziell angekündigt. Gerade angesichts des anhaltenden Interesses an Vintage-Samplern und klassischen Produktionsmethoden wäre eine Rückkehr der Marke in den Musikmarkt jedoch ausgesprochen spannend. Ob E-MU tatsächlich neue Hardware, Software oder vielleicht eine Kombination aus beidem vorbereitet, bleibt abzuwarten.
Fazit: E-MU sorgt wieder für Aufmerksamkeit
Noch gibt es keinen Beweis für ein echtes E-MU Comeback. Dass sich auf der offiziellen Website etwas verändert, dürfte Fans klassischer Sampler und Synthesizer dennoch hellhörig machen. Kaum eine Marke ist so eng mit der Entwicklung bezahlbarer Sampling-Technik der 1980er- und 1990er-Jahre verbunden. Sollte E-MU tatsächlich neue Musikprodukte vorbereiten, wäre die Aufmerksamkeit der Produzenten- und Synthesizer-Szene jedenfalls sicher.
Wir behalten die Entwicklung im Auge.
Herstellerlink: E-MU – Home
FAQ zum möglichen E-MU Comeback
Hat E-MU neue Sampler oder Synthesizer angekündigt?
Nein. Aktuell gibt es noch keine bestätigte Ankündigung eines neuen E-MU-Samplers, Synthesizers oder anderen Musikinstruments. Die derzeitige Maintenance-Seite lässt daher lediglich Raum für Spekulationen.
Wofür ist E-MU besonders bekannt?
E-MU wurde vor allem durch seine Emulator-Sampler, die Emax-Serie, die Sampling-Drum-Machines SP-12 und SP-1200 sowie die Proteus-Soundmodule bekannt. Viele dieser Instrumente haben die elektronische Musikproduktion nachhaltig beeinflusst.
Wem gehört E-MU?
E-MU Systems wurde im März 1993 von Creative Technology übernommen. E-MU-Technologien fanden später auch Verwendung in Produkten aus dem Creative-Portfolio.
Warum wäre eine Rückkehr von E-MU interessant?
Vintage-Sampler und charaktervolle digitale Instrumente erleben seit Jahren eine starke Renaissance. E-MU besitzt nicht nur einen bekannten Markennamen, sondern auch einen historischen Produktkatalog mit Instrumenten wie Emulator, Emax, SP-1200 und Proteus, an den sich moderne Hardware oder Software anlehnen könnte.


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