Portamento beim Synthesizer: Was bedeutet der Effekt?

Portamento beim Synthesizer – Nahaufnahme des Portamento-Reglers für gleitende Tonhöhenübergänge und Glide-Effekte.

Was ist Portamento? Wer sich intensiver mit einem Synthesizer beschäftigt, stößt früher oder später auf einen Regler oder Menüpunkt mit der Bezeichnung Portamento. Bei anderen Instrumenten heißt die gleiche Funktion dagegen Glide. Aber was passiert eigentlich, wenn man Portamento beim Synthesizer aktiviert? Und sind Portamento und Glide wirklich exakt das Gleiche?

Kurz gesagt: Portamento bezeichnet den gleitenden Übergang von einer Tonhöhe zur nächsten. Statt beim Spielen einer neuen Taste unmittelbar auf die neue Tonhöhe zu springen, verändert der Synthesizer die Tonhöhe kontinuierlich. Das Ergebnis kann von einem kaum wahrnehmbaren Übergang bis zum extremen Pitch-Sweep reichen.

Portamento gehört zu den klassischen Ausdrucksmitteln der Synthesizer-Musik. Besonders bekannt ist der Effekt von monophonen Leads, Acid-Sequenzen, Funk-Bässen und elektronischen Solosounds. Doch auch bei modernen polyphonen Synthesizern ist Portamento ein wirkungsvolles Werkzeug für Sounddesign und Performance.

Was bedeutet Portamento beim Synthesizer?

Der Begriff Portamento stammt ursprünglich aus der Musiktheorie und bezeichnet einen gleitenden Übergang zwischen zwei Tonhöhen.

Bei einem Synthesizer bedeutet dies: Spielt man beispielsweise zuerst ein C und anschließend ein G, springt der Oszillator bei aktiviertem Portamento nicht unmittelbar von C auf G. Stattdessen durchläuft seine Tonhöhe kontinuierlich die Frequenzen zwischen diesen beiden Noten.

Ohne Portamento sieht der Tonhöhenverlauf vereinfacht so aus:

C → G

Mit Portamento dagegen:

C ↗ ↗ ↗ G

Wie lange dieser Übergang dauert, lässt sich bei den meisten Synthesizern mit einem Parameter wie Portamento Time, Glide Time oder einfach Time einstellen.

Bei einer sehr kurzen Zeit entsteht lediglich ein subtiler Übergang. Höhere Werte sorgen dagegen für deutlich hörbare Tonhöhenfahrten.

Ist Portamento das Gleiche wie Glide?

In der Synthesizer-Praxis werden Portamento und Glide meistens synonym verwendet.

Ein Hersteller bezeichnet die Funktion beispielsweise als Portamento, während ein anderer auf seinem Bedienpanel „Glide“ aufdruckt. In beiden Fällen handelt es sich grundsätzlich um einen kontinuierlichen Übergang zwischen zwei gespielten Tonhöhen.

Trotzdem können sich die konkreten Implementierungen unterscheiden.

Portamento ist der musikalische Begriff

Portamento beschreibt ursprünglich das musikalische Prinzip des gleitenden Übergangs zwischen zwei Noten.

Der Begriff existierte lange vor elektronischen Synthesizern und findet sich beispielsweise auch beim Gesang oder bei Instrumenten wie Violine und Posaune.

Glide beschreibt häufig die technische Synthesizer-Funktion

Glide ist dagegen ein besonders in der Synthesizer-Welt verbreiteter Begriff. Sinngemäß bedeutet er schlicht „gleiten“.

Deshalb gilt im Alltag:

Portamento = Glide

Entscheidend ist weniger die Bezeichnung als die Art, wie der jeweilige Synthesizer die Funktion implementiert.

Wie funktioniert Portamento technisch?

Die Tonhöhe eines Synthesizers wird normalerweise unmittelbar auf die Frequenz der neu gespielten Note gesetzt.

Bei aktiviertem Portamento beim Synthesizer geschieht dieser Wechsel nicht sofort. Stattdessen erzeugt das Instrument einen zeitlich definierten Übergang zwischen Ausgangs- und Zieltonhöhe.

Ein einfaches Beispiel:

Du spielst zunächst ein tiefes C und anschließend ein C eine Oktave höher.

Ohne Portamento springt der Synthesizer unmittelbar um zwölf Halbtöne nach oben.

Mit Portamento durchläuft die Tonhöhe dagegen kontinuierlich den gesamten Bereich zwischen den beiden Noten.

Wie dieser Übergang klingt, hängt stark vom jeweiligen Synthesizer ab.

Portamento Time: Wie schnell gleitet die Tonhöhe?

Der wichtigste Parameter ist meistens die Portamento Time beziehungsweise Glide Time.

Sie bestimmt, wie lange der Synthesizer benötigt, um die neue Tonhöhe zu erreichen.

Kurze Portamento-Zeit

Bei niedrigen Werten ist das Gleiten kaum wahrnehmbar.

Das eignet sich beispielsweise hervorragend für:

  • Bass-Sounds
  • Lead-Synthesizer
  • subtile Vintage-Klänge
  • Funk-Sounds
  • elektronische Sequenzen

Eine kurze Glide-Zeit kann einem ansonsten statischen Synthesizer-Sound deutlich mehr Lebendigkeit verleihen.

Lange Portamento-Zeit

Bei hohen Einstellungen wird der Effekt deutlich hörbar. Die Tonhöhe kann sich dann über einen längeren Zeitraum zum Zielton bewegen.

Solche Einstellungen eignen sich unter anderem für:

Bei extremen Einstellungen kann das Portamento selbst zu einem zentralen Bestandteil des Sounds werden.

Was ist der Unterschied zwischen Portamento und Legato?

Ein Begriff, der häufig im Zusammenhang mit Glide auftaucht, ist Legato.

Portamento und Legato sind jedoch nicht identisch.

Portamento beschreibt den gleitenden Tonhöhenwechsel.

Legato beschreibt dagegen eine Spielweise beziehungsweise die Bedingung, unter der dieser Übergang ausgelöst wird.

Viele monophone Synthesizer besitzen deshalb einen sogenannten Legato-Glide-Modus.

Was bedeutet Legato Glide?

Bei Legato Glide wird das Portamento nur dann aktiviert, wenn eine neue Taste gedrückt wird, während die vorherige Taste noch gehalten wird.

Beispiel:

Du hältst ein C gedrückt und spielst zusätzlich ein G.

Die Tonhöhe gleitet:

C → G

Lässt du dagegen das C los und spielst anschließend separat das G, erfolgt der Tonwechsel möglicherweise sofort.

Diese Spielweise ist besonders bei Synthesizer-Solos beliebt, weil sich gezielt entscheiden lässt, welche Noten gleiten sollen.

Was ist Portamento – Always Glide und Legato Glide

Viele Synthesizer bieten unterschiedliche Portamento-Modi.

Always

Bei Always Glide oder einem vergleichbaren Modus wird Portamento grundsätzlich zwischen aufeinanderfolgenden Noten angewendet.

Das passiert unabhängig davon, ob die Noten miteinander verbunden gespielt werden.

Der Sound erhält dadurch einen besonders ausgeprägten gleitenden Charakter.

Legato

Im Legato-Modus greift das Portamento dagegen nur bei überlappend gespielten Noten.

Dadurch lässt sich der Effekt wesentlich kontrollierter einsetzen.

Gerade für expressive Lead-Sounds ist diese Variante sehr praktisch.

Portamento bei monophonen Synthesizern

Besonders eng ist Portamento mit klassischen monophonen Synthesizern verbunden.

Ein monophoner Synthesizer kann grundsätzlich nur eine Note gleichzeitig wiedergeben. Spielt man eine neue Note, muss die Tonhöhenerzeugung daher von der bisherigen zur neuen Tonhöhe wechseln.

Genau an dieser Stelle lässt sich Glide besonders wirkungsvoll einsetzen.

Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise:

  • analoge Leads
  • Synth-Bässe
  • Acid-Lines
  • Funk-Bässe
  • Electro
  • Techno
  • Synthwave

Vor allem bei großen Intervallsprüngen wird das Portamento deutlich hörbar.

Portamento bei polyphonen Synthesizern

Bei einem polyphonen Synthesizer ist die Situation komplexer.

Da mehrere Stimmen gleichzeitig erklingen können, muss der Synthesizer entscheiden, welche Stimme von welcher vorherigen Tonhöhe zur nächsten gleiten soll.

Das Ergebnis hängt deshalb unter anderem von der Voice-Allocation des Instruments ab.

Moderne Synthesizer können beispielsweise unterschiedliche Portamento-Verhalten für einzelne Stimmen, Akkorde oder Unisono-Sounds anbieten.

Besonders interessant wird Glide bei polyphonen Flächen und Akkorden. Statt eines einzelnen gleitenden Tons können mehrere Stimmen gleichzeitig unterschiedliche Tonhöhenbewegungen erzeugen.

Dadurch entstehen ungewöhnliche und teilweise sehr komplexe Klangverläufe.

Was ist Portamento – Time oder Rate: Nicht jedes Portamento arbeitet gleich

Eine interessante Besonderheit vieler Synthesizer ist die Unterscheidung zwischen Time und Rate.

Beide Parameter beeinflussen die Geschwindigkeit des Glides, verhalten sich aber unterschiedlich.

Portamento Time

Bei einem zeitbasierten Portamento benötigt der Übergang ungefähr eine festgelegte Zeit.

Das bedeutet: Sowohl ein kleiner Halbtonschritt als auch ein großer Oktavsprung können ungefähr gleich lange dauern.

Portamento Rate

Bei einem Rate-basierten Portamento bewegt sich die Tonhöhe dagegen mit einer definierten Geschwindigkeit.

Ein großer Intervallsprung benötigt deshalb länger als ein kleiner.

Das kann beim Spielen einen deutlich anderen Eindruck erzeugen.

Nicht jeder Synthesizer bietet beide Varianten. Bei manchen Geräten ist das Verhalten fest vorgegeben.

Linear oder exponentiell: Auch die Glide-Kurve beeinflusst den Sound

Neben der Dauer kann auch die Kurve des Tonhöhenverlaufs unterschiedlich sein.

Ein Portamento kann beispielsweise linear oder exponentiell beziehungsweise logarithmisch arbeiten.

Bei einem linearen Verlauf verändert sich die Tonhöhe gleichmäßig entlang des festgelegten Wertebereichs.

Andere Implementierungen orientieren sich stärker an musikalischen Intervallen oder Frequenzverhältnissen.

Diese Unterschiede sind besonders bei langen Glide-Zeiten hörbar und können dazu führen, dass Portamento verschiedener Synthesizer trotz gleicher Einstellung unterschiedlich wirkt.

Warum ist Portamento bei Synthesizer-Leads so beliebt?

Ein klassischer Einsatzbereich von Portamento sind monophone Lead-Sounds.

Ohne Glide können schnelle melodische Sprünge vergleichsweise hart wirken. Ein leichtes Portamento verbindet die einzelnen Tonhöhen miteinander und lässt die Melodie flüssiger erscheinen.

Besonders wirkungsvoll ist die Kombination aus:

  • monophonem Spielmodus
  • Legato
  • Portamento
  • Pitch Bend
  • Modulationsrad
  • Vibrato

Damit lässt sich ein Synthesizer fast wie ein expressives Solo-Instrument spielen.

Gerade bei Leads empfiehlt es sich, zunächst mit einer relativ kurzen Glide-Zeit zu beginnen. Der Effekt soll die Melodie häufig unterstützen und nicht jede Tonbewegung dominieren.

Portamento bei Synth-Bässen

Auch bei Bass-Sounds gehört Glide zu den wichtigsten Gestaltungsmitteln.

Eine typische Technik besteht darin, längere Grundtöne mit kurzen überlappenden Noten zu kombinieren. Im Legato-Modus gleitet der Bass dadurch gezielt auf einzelne Töne.

Besonders bei elektronischer Musik entstehen so typische Bassbewegungen, die sich allein mit normalen, voneinander getrennten Noten kaum reproduzieren lassen.

Interessant ist außerdem die Kombination mit einer Filterhüllkurve: Wenn beim Legato-Spiel die Hüllkurve nicht erneut ausgelöst wird, verändert sich lediglich die Tonhöhe, während der bestehende Klang weiterläuft.

Das erzeugt besonders fließende Bass-Lines.

Portamento und Acid-Sounds

Bei Acid-artigen Sequenzen ist Glide ein wesentliches Gestaltungsmittel.

Hier werden bestimmte Noten einer Sequenz miteinander verbunden, sodass die Tonhöhe zwischen ihnen gleitet. Zusammen mit Resonanz, Filtermodulation und Akzenten entsteht dadurch der charakteristische bewegliche Sound.

Entscheidend ist dabei häufig nicht ein permanent aktives Portamento, sondern der gezielte Einsatz zwischen ausgewählten Noten.

So wird Glide zu einem rhythmischen Bestandteil der Sequenz.

Kreative Einsatzmöglichkeiten für Glide

Portamento eignet sich keineswegs ausschließlich für klassische Solo-Sounds.

Extrem lange Übergänge

Eine sehr lange Glide-Zeit kann aus einer normalen Melodie einen experimentellen Tonhöhenverlauf machen.

In Kombination mit Reverb und Delay entstehen daraus beispielsweise atmosphärische Ambient-Sounds.

Portamento mit Arpeggiator

Auch ein Arpeggiator kann durch Glide deutlich interessanter klingen.

Kurze Portamento-Zeiten verbinden die einzelnen Noten subtil miteinander, während längere Einstellungen fast chaotische Pitch-Verläufe erzeugen können.

Glide im Unisono-Modus

Ein besonders druckvoller Lead entsteht häufig aus mehreren leicht gegeneinander verstimmten Oszillatoren oder Stimmen.

Kombiniert man einen solchen Unisono-Sound mit Portamento, gleitet der komplette Klangkörper zur nächsten Note.

Das eignet sich beispielsweise hervorragend für moderne elektronische Leads.

Portamento mit Delay

Ein längerer Glide zusammen mit einem synchronisierten Delay erzeugt mehrere zeitlich versetzte Tonhöhenbewegungen.

Dadurch können selbst einfache Melodien ausgesprochen komplex wirken.

Warum klingt Portamento bei jedem Synthesizer etwas anders?

Obwohl das Grundprinzip immer ähnlich ist, kann sich Glide von Instrument zu Instrument deutlich unterscheiden.

Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich:

  • Art der Portamento-Kurve
  • Time- oder Rate-Verhalten
  • monophone oder polyphone Architektur
  • Voice Allocation
  • Legato-Einstellungen
  • Retrigger-Verhalten der Hüllkurven
  • Startpunkt des Glides
  • maximal mögliche Glide-Zeit

Deshalb lohnt es sich selbst bei erfahrenen Synthesizer-Nutzern, einen Blick ins Handbuch des jeweiligen Instruments zu werfen.

Gerade Parameter wie Fingered Portamento, Legato Glide, Auto Glide, Constant Time oder Constant Rate können je nach Hersteller unterschiedlich bezeichnet sein.

Portamento richtig einstellen: Ein praktischer Ausgangspunkt

Wer Portamento beim Synthesizer ausprobieren möchte, kann mit einem einfachen monophonen Lead-Sound beginnen.

Zunächst sollte der Synthesizer auf Mono oder Legato gestellt werden. Anschließend wird Portamento aktiviert und eine relativ kurze Glide-Zeit gewählt.

Nun spielst du abwechselnd kleine und große Intervalle.

Danach lässt sich die Glide-Zeit langsam erhöhen.

Besonders interessant wird es, wenn du anschließend zwischen getrennten und überlappend gespielten Noten wechselst. Unterstützt der Synthesizer Legato-Portamento, ist der Unterschied sofort hörbar.

Ein weiterer Test besteht aus einem Oktavsprung. Hier lässt sich sehr gut beurteilen, wie schnell und mit welcher Kurve der jeweilige Synthesizer die Tonhöhe verändert.

Fazit: Portamento und Glide sorgen für fließende Tonhöhen

Portamento beim Synthesizer bezeichnet einen gleitenden Übergang zwischen zwei Tonhöhen. Statt unmittelbar von einer Note zur nächsten zu springen, durchläuft der Synthesizer kontinuierlich die dazwischenliegenden Tonhöhen.

Die Begriffe Portamento und Glide meinen bei Synthesizern in der Regel die gleiche Grundfunktion. Je nach Hersteller können sich jedoch die Einstellmöglichkeiten und das technische Verhalten unterscheiden.

Besonders wichtig ist außerdem die Abgrenzung zu Legato: Legato ist nicht einfach ein anderes Wort für Portamento. Vielmehr kann die Legato-Spielweise bestimmen, wann das Glide ausgelöst wird.

Ob subtiler Bass, expressives Synthesizer-Solo, klassische Acid-Sequenz oder experimenteller Effekt – Portamento gehört zu den einfachsten, gleichzeitig aber wirkungsvollsten Möglichkeiten, einen Synthesizer-Sound lebendiger und ausdrucksstärker zu gestalten.

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FAQ: Was ist Portamento bei Synthesizer?

Was ist Portamento bei einem Synthesizer?

Portamento ist ein gleitender Übergang von einer gespielten Tonhöhe zur nächsten. Der Synthesizer springt nicht unmittelbar auf die neue Frequenz, sondern verändert die Tonhöhe kontinuierlich.

Sind Portamento und Glide dasselbe?

Bei Synthesizern werden Portamento und Glide üblicherweise synonym verwendet. Beide Begriffe beschreiben das Gleiten zwischen Tonhöhen. Die konkrete technische Umsetzung kann jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein.

Was macht der Glide-Regler beim Synthesizer?

Der Glide-Regler beziehungsweise die Glide-Time bestimmt normalerweise, wie schnell oder langsam die Tonhöhe zur nächsten gespielten Note gleitet.

Was ist der Unterschied zwischen Portamento und Legato?

Portamento ist die eigentliche Tonhöhenbewegung. Legato beschreibt dagegen das verbundene Spielen von Noten. Bei Legato-Portamento wird der Glide-Effekt häufig nur ausgelöst, wenn sich zwei gespielte Noten zeitlich überlappen.

Was bedeutet Portamento Time?

Die Portamento Time legt fest, wie lange der Übergang zwischen zwei Tonhöhen dauert. Niedrige Werte sorgen für einen kurzen, subtilen Glide, hohe Werte für deutlich hörbare Pitch-Fahrten.

Funktioniert Portamento auch bei polyphonen Synthesizern?

Ja. Polyphones Portamento ist allerdings komplexer, weil mehrere Stimmen gleichzeitig unterschiedliche Tonhöhen besitzen können. Das genaue Verhalten hängt deshalb von der Stimmenverwaltung und der Synthesizer-Architektur ab.

Was ist Portamento – Für welche Sounds eignet sich Glide besonders gut?

Glide wird häufig für Synthesizer-Leads, Bass-Sounds, Acid-Sequenzen, Funk-Bässe, Techno, Synthwave und experimentelles Sounddesign verwendet. Besonders wirkungsvoll ist Portamento bei monophonen oder im Unisono-Modus gespielten Sounds.

Sollte Portamento immer deutlich hörbar sein?

Nein. Gerade bei Leads und Bass-Sounds können sehr kurze Portamento-Zeiten wirkungsvoll sein. Der Glide ist dann kaum als eigener Effekt wahrnehmbar, sorgt aber dafür, dass Tonwechsel weicher und organischer klingen.

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