Synthesizer-Sounds leben von Modulation. Um Bewegung in den Klang zu bringen, verfügen Synthesizer und Modularsysteme in der Regel über Hüllkurven, LFOs und Sequenzer. Doch diese Elemente verfolgen klar definierte Abläufe. Für Intuition und Spontanität hingegen braucht man andere Controller.
Was bringen Controller-Module im Eurorack-System?
Ein Modularsystem ist relativ maschinenhaft. Sequenzer, Clock und Logikschaltungen laufen nach festen Schemata, während Modulatoren ihre Abläufe ständig wiederholen. Das übt natürlich einen gewissen Reiz aus, dennoch fehlt mitunter der „Human-Faktor”. Man möchte als Individuum in das System eingreifen und zumindest einen Teil selbst steuern, spontan aus dem Gefühl heraus Parameter verändern und mit kleinen Ungenauigkeiten auch bestimmte Emotionen transportieren.
Für diesen Anspruch gibt es unterschiedliche Controller-Module, die es im wahrsten Sinne des Wortes ermöglichen, bei einem Patch selbst Hand anzulegen. Sei es zur intuitiven Steuerung eines Filters, zur dramatischen Steigerung von Effekten oder zur Auflockerung von Rhythmiken.

Die verschiedenen Arten von Controller-Modulen
Bei Controller-Modulen geht es grundsätzlich darum, eine manuelle Bewegung in eine Steuerspannung umzusetzen, mit der sich Parameter beliebiger Module über deren CV-Eingänge steuern lassen. Welche Art von Controller man bevorzugt, ist Geschmackssache. Die Auswahl ist groß: Neben Modulen mit normalen Fadern, Reglern und Tasten gibt es viele andere Ansätze. Im Prinzip kann man jeden Controller für nahezu jede Aufgabe nutzen.
Joysticks und XY-Pads
Die Steuerung auf zwei Achsen ermöglicht die gleichzeitige und kombinierte Kontrolle von mindestens zwei Parametern. Der sichere Griff an einem Joystick ist sehr direkt und das Gefühl eines XY-Pads kennt jeder vom Laptop.
Sensor-Flächen
Kapazitive Controller bestehen aus einer oder mehreren Flächen, die durch Berührung mit dem Finger oder einem geeigneten Gegenstand eine Spannung generieren. Die Flächen eignen sich einerseits dazu, Gate-Impulse auszulösen. Andererseits registrieren einige Sensoren auch die Auflagefläche des Fingers und können so variable Spannungen erzeugen. Die Varianten reichen vom Mini-Keyboard bis zum Mehrfach-Controller.
Eine spezielle Form sind Kontaktmikrofone, die am Panel des Moduls angebracht sind. Durch Klopfen und Kratzen am Modul können hier nicht nur CV- und Gate-Signale, sondern auch Audiosignale erzeugt werden, die anschließend weiterbearbeitet werden.

Ribbon – groß und klein
Mit einem Ribbon-Controller assoziiert man klassisch das Trautonium, bei dem ein länglicher Controller die Keyboard-Tastatur ersetzt, denn damit lassen sich lange Slides und beliebige Zwischentonhöhen spielen. Kürzere Ribbons bieten sich hingegen als Alternative zu Handrädern und Schiebereglern an.
Berührungslose Controller-Module
Theremin-Antennen und lichtempfindliche Sensoren sind besonders bei Live-Auftritten beliebt, da die damit verbundenen Gesten die Klangveränderungen auf der Bühne eindrucksvoll veranschaulichen. Allerdings lassen sich diese Controller nur schwer für präzise Ergebnisse, etwa zur Steuerung der Tonhöhe, einsetzen. Hier kann ein Quantizer Abhilfe schaffen.
Bei weniger kritischen Parametern, wie der Filter-Cutoff oder Effekten, ist das hingegen kein Problem.

Unter diesem Link findet ihr eine Auswahl an Drums-Modulen bei MUSIC STORE professional.
Unter diesen Links könnt ihr die bisherigen Teile unserer Tutorial-Reihe nachlesen:
Editor und Redakteur, Spezialist für Themen der Musikbranche und Modular-Synthesizer

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