Mellotron Micro Module Test: Kompaktes Digital-Mellotron

Vintage-Legende mit Vintage-Sound im Test: Mellotron Micro Module

Im Mellotron Micro Module Test geht es um ein Instrument, das auf den ersten Blick fast unscheinbar wirkt, klanglich aber eine große Geschichte mitbringt. Das Mellotron Micro Module ist ein kompaktes Desktop-Modul ohne Tastatur und bietet 100 Mellotron- und Chamberlin-Sounds, die laut Hersteller aus originalen Tape-Libraries stammen und unkomprimiert in 24 Bit vorliegen. Damit richtet sich das Gerät vor allem an Musikerinnen und Musiker, die den charakteristischen Mellotron-Sound in ein modernes Synthesizer-, Studio- oder Live-Setup integrieren möchten.

Ich finde das Konzept besonders spannend, weil das Mellotron Micro Module nicht versucht, ein universeller Rompler zu sein. Stattdessen konzentriert es sich auf eine sehr spezielle Klangästhetik: Streicher, Chöre, Flöten, Brass- und Chamberlin-Sounds mit diesem leicht schwebenden, fragilen und sofort wiedererkennbaren Vintage-Charakter. Genau dadurch wird das Gerät für Synthesizer-Fans interessant, die nicht noch einen weiteren Allround-Soundgenerator suchen, sondern ein eigenständiges Klangwerkzeug mit Persönlichkeit.

Was ist das Mellotron Micro Module?

Das Mellotron Micro Module ist im Prinzip ein Mellotron Micro ohne Tastatur. Gespielt wird es über ein externes MIDI-Keyboard, einen Sequencer oder eine DAW. Dadurch passt es sehr gut in Setups, in denen bereits hochwertige Controller vorhanden sind. Außerdem spart das Desktop-Format Platz, was ich gerade bei dicht bestückten Synthesizer-Arbeitsplätzen als großen Vorteil sehe.

Mellotron beschreibt das Micro Module als kleinste Version des digitalen Mellotrons. Laut Hersteller enthält es viele Funktionen des Mellotron Micro, verzichtet jedoch auf die Tastatur. Zu den Unterschieden gehören unter anderem TRS-MIDI-Buchsen statt klassischer 5-poliger DIN-MIDI-Anschlüsse, kein MIDI Out und die Fähigkeit, sowohl monophonen als auch polyphonen Aftertouch zu verarbeiten.

Für mich ist dieser Ansatz schlüssig: Wer bereits ein gutes Masterkeyboard besitzt, braucht keine weitere kleine Tastatur auf dem Tisch. Stattdessen bekommt man ein spezialisiertes Soundmodul, das sich in ein bestehendes Setup einklinkt. Besonders im Synthesizer-Kontext ist das sinnvoll, weil viele Musiker ohnehin mit zentralen MIDI-Controllern, Hardware-Sequencern oder DAW-Routings arbeiten.

Design und erster Eindruck

Optisch bleibt das Mellotron Micro Module angenehm zweckmäßig. Es wirkt nicht wie ein überladener Desktop-Synthesizer, sondern eher wie ein kompaktes Spezialwerkzeug. Zwei Displays, mehrere Direktregler und eine klar umrissene Bedienoberfläche vermitteln sofort, dass es hier nicht um endlose Menütiefen, sondern um schnellen Zugriff auf Sounds geht.

Ich mag an diesem Konzept, dass es die Mellotron-Idee nicht unnötig modernisiert. Natürlich ist das Micro Module digital. Dennoch bleibt die Bedienphilosophie stark an der historischen Mellotron-Logik orientiert: Zwei Sounds können gleichzeitig genutzt und per Mix-Regler ineinander überblendet werden. Dieses Prinzip erinnert an die Arbeitsweise klassischer bandbasierter Mellotrons, bei denen die Wiedergabeköpfe zwischen benachbarten Spuren positioniert werden konnten.

Dadurch fühlt sich das Micro Module nicht wie ein beliebiger Sample-Player an. Vielmehr wirkt es wie ein digitales Instrument, das eine historische Klangästhetik mit moderner Praxistauglichkeit verbindet.

Technische Daten des Mellotron Micro Module

Die wichtigsten Specs zeigen, dass das Mellotron Micro Module bewusst kompakt gehalten wurde, aber trotzdem die wesentlichen Anschlüsse und Performance-Funktionen mitbringt.

  • Bauform: Desktop-Modul ohne Tastatur
  • Klangerzeugung: digital, samplebasiert
  • Sounds: 100 Mellotron- und Chamberlin-Sounds
  • Sample-Qualität: unkomprimierte 24-Bit-Sounds
  • Displays: 2 OLED-Displays
  • Regler: Volume, Tone, Pitch, High/Low, Mix, Select A, Select B
  • Audioausgang: Master-Ausgang
  • Kopfhörerausgang: vorhanden
  • MIDI: TRS-MIDI In und Thru, Typ-B-Standard
  • MIDI Out: nicht vorhanden
  • Aftertouch: monophon und polyphon
  • Sustain-Anschluss: vorhanden
  • Stromversorgung: externes Netzteil
  • Gewicht: ca. 0,67kg
  • Maße: ca. 18,4 x 13,5 x 6,5 cm

Bei den Maßangaben fällt auf, dass Herstellerseite, Händlerseite und Quick Guide leicht voneinander abweichen. Für die Praxis ist das jedoch kaum entscheidend: Das Micro Module bleibt in jedem Fall ein sehr kompaktes Desktop-Gerät, das problemlos neben Drum Machines, Grooveboxen oder Eurorack-Controllern Platz findet.

Klang: Warum das Mellotron Micro Module kein normaler Sample-Player ist

Der wichtigste Punkt in diesem Mellotron Micro Module Test ist natürlich der Klang. Laut Hersteller greift das Gerät auf 100 unkomprimierte Mellotron- und Chamberlin-Sounds zurück, die aus originalen Tape-Quellen stammen. Außerdem werden die Sounds ohne Ladeverzögerung direkt angewählt. Der Quick Guide ergänzt, dass die Samples nicht geloopt werden, sondern in ihrer ursprünglichen Form und Länge abgespielt werden. Bei normaler Tonhöhe beträgt die Länge 7,5 bis 9 Sekunden; bei halbierter oder geviertelter Geschwindigkeit verlängert sich die Wiedergabe entsprechend.

Genau diese Begrenzung ist für mich ein wesentlicher Teil des Reizes. Bei einem klassischen Mellotron war der Klang nie endlos. Man spielte mit der vorhandenen Bandlänge, mit den Artefakten und mit der leichten Instabilität des Materials. Das Micro Module übersetzt diese Arbeitsweise in ein digitales Format. Deshalb klingt das Konzept nicht nach steriler Sample-Library, sondern nach einem Instrument mit historischen Spielregeln.

Mellotron-Streicher, Chöre und Flöten im Synthesizer-Kontext

In einem modernen Synthesizer-Setup können Mellotron-Sounds eine besondere Rolle übernehmen. Sie sitzen zwischen Orchesterklang, Lo-Fi-Textur und Vintage-Keyboard. Ich würde das Mellotron Micro Module deshalb nicht als Ersatz für eine umfassende Orchester-Library sehen. Vielmehr ist es ein Charakterinstrument.

Gerade Streicher und Chöre funktionieren in elektronischer Musik hervorragend, weil sie Fläche erzeugen, ohne zu glatt zu wirken. Während viele aktuelle Pad-Sounds breit, sauber und hochauflösend klingen, bringt ein Mellotron eine gewisse Körnung und Verletzlichkeit mit. Dadurch entstehen sofort Assoziationen an Progressive Rock, Psychedelic, Ambient, Cinematic Pop, Indie, Krautrock oder experimentelle Elektronik.

Die Chamberlin-Sounds erweitern diese Palette zusätzlich. Sie sind eng mit der Mellotron-Geschichte verwandt, haben aber eine eigene Färbung. Ich finde diese Ergänzung wichtig, weil das Micro Module dadurch nicht nur die bekannten Mellotron-Klischees bedient, sondern auch subtil andere Vintage-Farben anbietet.

A/B-Mix als kreatives Klangwerkzeug

Besonders interessant ist für mich der Mix-Regler zwischen Sound A und Sound B. Zwei Klänge können gleichzeitig wiedergegeben und stufenlos gemischt werden. Das ist nicht nur praktisch, sondern sehr musikalisch. Man kann beispielsweise einen Chor mit Streichern verbinden, eine Flöte leicht unter ein Pad legen oder einen Chamberlin-Sound mit einem klassischen Mellotron-Klang kombinieren.

Dadurch entstehen schnell hybride Klangfarben. Außerdem bleibt die Bedienung direkt, weil der Mix nicht als versteckter Menüparameter umgesetzt ist, sondern als eigener Regler zur Verfügung steht. Ich sehe darin einen klaren Vorteil gegenüber vielen Plug-ins, bei denen ähnliche Layer zwar möglich sind, aber weniger instrumentenhaft wirken.

Bedienung: Schnell genug für Studio und Bühne

Das Mellotron Micro Module bietet verschiedene Arbeitsmodi. Im Manual Mode werden die Sounds über die beiden Select-Regler angewählt. Im List Mode erscheinen sie als Liste, während der Playlist Mode für vorbereitete Sound-Paare gedacht ist. Laut Quick Guide können bis zu 16 Playlists mit jeweils 32 Entries angelegt werden. Außerdem lassen sich diese Entries per MIDI Program Change und die Playlists per Bank Change anwählen.

Ich halte diesen Playlist-Modus für einen der wichtigsten Praxispunkte. Gerade live möchte ich nicht während eines Songs durch lange Soundlisten scrollen. Wenn ich für einzelne Songs feste Kombinationen aus Sound A und Sound B vorbereite, wird das Micro Module deutlich bühnentauglicher. Gleichzeitig bleibt es im Studio flexibel genug, um spontan nach Sounds zu suchen.

Zwei Displays machen den Unterschied

Die zwei Displays sind mehr als nur ein Komfortdetail. Sie zeigen die beiden Soundseiten getrennt an und machen die A/B-Struktur des Instruments nachvollziehbar. Ich finde das hilfreich, weil man sofort sieht, welche Klangpaarung gerade aktiv ist. Gerade bei einem Modul ohne Tastatur ist visuelle Rückmeldung wichtig, denn das eigentliche Spielgefühl kommt vom externen Controller.

Die Bedienung wirkt dadurch logisch: links Sound A, rechts Sound B, dazu ein Mix-Regler in der Mitte des musikalischen Geschehens. Diese Struktur passt gut zum Mellotron-Konzept und verhindert, dass das Gerät wie ein abstrakter Sample-Expander wirkt.

Performance: Aftertouch, Pitch und High/Low-Modus

Für Synthesizer-Spieler ist Aftertouch ein starkes Argument. Das Mellotron Micro Module verarbeitet laut Hersteller monophonen und polyphonen Aftertouch.

Ich finde das gerade deshalb spannend, weil moderne Controller wie expressive MIDI-Keyboards oder polyphone Aftertouch-Keyboards dem Mellotron-Klang eine neue Dimension geben können. Ein historisches Mellotron hatte natürlich keine solche Ausdrucksebene. Dennoch passt Aftertouch erstaunlich gut zum Charakter der Sounds, weil man damit Intensität und Bewegung in statische Flächen bringen kann.

Der Pitch-Regler verändert die Wiedergabegeschwindigkeit der Samples um bis zu ±700 Cent. Zusätzlich kann der High/Low-Schalter die Wiedergabe um eine oder zwei Oktaven verlangsamen. Im Low-Modus werden die Samples entsprechend länger, wodurch sich aus bekannten Mellotron-Klängen deutlich dunklere, schwerere und experimentellere Texturen entwickeln lassen.

Für mich ist das ein echter Pluspunkt. Denn genau hier verlässt das Micro Module die reine Nostalgiezone. Natürlich kann man damit klassische Mellotron-Flöten spielen. Man kann die Sounds aber ebenso verlangsamen, transponieren und in Drone-, Ambient- oder Sounddesign-Kontexte überführen.

Mellotron Micro Module Test – Klangcharaktere: M400, MkII und Chamberlin-Ästhetik

Im Audio-Settings-Menü lassen sich unterschiedliche Klangcharaktere wählen. Der Quick Guide nennt unter anderem M400n, M400e, MkII und Chamberlin M1. Diese Einstellungen beeinflussen den Gesamtcharakter des Instruments. M400n orientiert sich an einem M400 mit neuen Standardbändern, während M400e eine EQ-Charakteristik abbildet, wie sie in den 70er-Jahren häufig auf Bändern verwendet wurde. Außerdem gibt es einen MkII-Charakter inklusive Lautsprechercharakteristik sowie eine Chamberlin-M1-Variante.

Das gefällt mir, weil es die Klangformung nicht unnötig kompliziert macht. Statt eines vollparametrischen Equalizers bekommt man musikalisch benannte Charakteroptionen. Dadurch entscheidet man eher nach Gefühl als nach Frequenzanalyse. Gerade bei einem Instrument wie dem Mellotron ist das sinnvoll, weil es nicht um neutrale Klangkorrektur geht, sondern um Atmosphäre.

Mellotron Micro Module Test: Anschlüsse und Integration ins Setup

Das Mellotron Micro Module bietet einen Master-Ausgang, einen Kopfhörerausgang, einen Sustain-Anschluss sowie TRS-MIDI In und Thru. Laut Hersteller liegen dem Gerät ein Netzteil, ein Netzkabel und ein 3,5-mm-auf-5-Pin-MIDI-Kabel vom Typ B bei.

Alle wichtigen Anschlüsse finden sich auf der Rückseite des Mellotron Micro Module
Rückseite mit Anschlüsse des Mellotron Micro Module

In der Praxis sollte man beachten, dass es keinen MIDI Out gibt. Das ist kein großes Problem, wenn das Micro Module nur als Klangerzeuger dient. Wer es jedoch als Teil einer komplexen MIDI-Kette plant, muss die Verkabelung vorher sauber durchdenken. Immerhin ist MIDI Thru vorhanden, sodass eingehende MIDI-Daten hardwareseitig weitergegeben werden können.

Ich würde das Micro Module vor allem so einsetzen: Masterkeyboard oder Sequencer in MIDI In, Audioausgang ins Interface oder Mischpult, optional Sustain-Pedal dazu. Damit ist das Setup schnell erledigt. Gleichzeitig bleibt das Gerät eigenständig genug, um nicht nur als DAW-Zubehör wahrgenommen zu werden.

Mellotron Micro Module im Studio

Im Studio sehe ich das Mellotron Micro Module als sehr inspirierendes Ergänzungsinstrument. Man schaltet es ein, wählt einen Sound, mischt gegebenenfalls zwei Klangquellen und ist sofort in einer bestimmten Stimmung. Genau das mag ich an spezialisierten Hardware-Instrumenten: Sie laden zu Entscheidungen ein.

Natürlich kann man Mellotron-Sounds auch aus Software-Libraries holen. Dennoch hat ein dediziertes Modul Vorteile. Es ist haptischer, unmittelbarer und lenkt weniger ab. Außerdem führt die feste Klangbibliothek dazu, dass man nicht endlos nach Presets sucht. Ich empfinde diese Begrenzung als kreativ, weil sie den Fokus auf Arrangement, Harmonie und Ausdruck legt.

Besonders gut passt das Micro Module meiner Meinung nach zu analogen Synthesizern, Polysynths, Tape-Echos, Federhall, Lo-Fi-Delays und modularen Textur-Setups. Während ein analoger Synth breite Pads und Bewegung erzeugt, liefert das Mellotron Micro Module die organische, leicht geisterhafte Schicht darüber.

Mellotron Micro Module live

Live ist das Micro Module ebenfalls interessant, vor allem wegen des Playlist-Modus. Wenn ich ein Set vorbereiten müsste, würde ich für jeden Song eigene Entries anlegen. So könnte ich zwischen Chor/Strings, Flöte/Brass oder anderen Kombinationen wechseln, ohne während der Performance lange zu suchen.

Außerdem ist das geringe Gewicht ein Vorteil. Mit rund 0,7 kg bleibt das Modul sehr transportfreundlich. Es braucht allerdings zwingend ein externes MIDI-Keyboard oder einen Sequencer. Wer eine Standalone-Lösung mit eigener Tastatur möchte, sollte deshalb eher das Mellotron Micro Keyboard oder ein anderes Instrument in Betracht ziehen.

Für wen lohnt sich das Mellotron Micro Module?

Das Mellotron Micro Module lohnt sich für Musikerinnen und Musiker, die den Mellotron-Sound gezielt einsetzen möchten. Wer klassische Progressive-Rock-Flöten, Vintage-Strings, fragile Chöre oder Chamberlin-Farben sucht, bekommt ein spezialisiertes Modul mit historischer Klang-DNA und moderner Bedienbarkeit.

Ich würde es besonders empfehlen für Synthesizer-Fans, Studio-Produzenten, Live-Keyboarder, Ambient-Musiker, Filmmusik-Komponisten und Indie-Produktionen. Weniger geeignet ist es für alle, die einen universellen Synthesizer mit eigener Klangerzeugung, Filtern, LFOs, Hüllkurven und Modulationsmatrix erwarten. Das Mellotron Micro Module ist kein klassischer Synthesizer im subtraktiven Sinn. Es ist ein digitales Mellotron-Modul – und genau darin liegt seine Stärke.

Kritikpunkte im Mellotron Micro Module Test

So überzeugend das Konzept ist, einige Einschränkungen sollte man kennen. Es gibt keine eingebaute Tastatur, keinen MIDI Out. Außerdem ist die Klangbibliothek bewusst auf Mellotron- und Chamberlin-Material fokussiert. Wer maximale Vielseitigkeit erwartet, wird hier nicht glücklich.

Ich sehe diese Punkte jedoch nicht grundsätzlich als Schwächen, sondern eher als klare Positionierung. Das Mellotron Micro Module will kein Workstation-Modul sein. Es will Mellotron-Sounds in kompaktester Form liefern. Trotzdem sollte man vor dem Kauf ehrlich prüfen, ob man genau diese Klangwelt wirklich regelmäßig braucht.

Preis und Einordnung

Zum Zeitpunkt der Recherche am 4. Mai 2026 listet MUSIC STORE das Mellotron Micro Module für 599,00 € und nennt eine UVP von 615,00 €. Außerdem wird es dort als sofort lieferbar angezeigt. Da Preise und Verfügbarkeit schwanken können, sollte dieser Punkt vor Veröffentlichung oder Kauf nochmals geprüft werden.

Gemessen am spezialisierten Charakter ist das kein Impulskauf. Allerdings bekommt man hier auch kein generisches Sample-Modul, sondern ein offizielles digitales Mellotron mit 100 originalbasierten Sounds, zwei Displays, Aftertouch-Unterstützung und direkter Bedienung. Für mich ist der Preis deshalb vor allem dann nachvollziehbar, wenn der Mellotron-Klang ein zentraler Bestandteil des eigenen Sounds ist.

Mein Fazit im Mellotron Micro Module Test fällt eindeutig aus: Das Mellotron Micro Module ist ein spezialisiertes, kompaktes und sehr charakterstarkes Desktop-Instrument für alle, die den Sound eines Mellotrons in ihr modernes Synthesizer-Setup holen möchten. Es ist kein Alleskönner, aber genau deshalb wirkt es so fokussiert.

Ich mag vor allem die Kombination aus 100 unkomprimierten Mellotron- und Chamberlin-Sounds, A/B-Mix, Aftertouch-Unterstützung, Playlist-Modus und kompakter Bauform. Außerdem gefällt mir, dass das Gerät den historischen Charakter nicht hinter einer übermodernen Bedienoberfläche versteckt. Stattdessen bleibt es nah an der Mellotron-Idee, erweitert sie aber um sinnvolle digitale Komfortfunktionen.

Wer einen flexiblen Digital-Synthesizer mit eigener Sound-Engine sucht, sollte woanders schauen. Wer jedoch ein echtes Charaktermodul für Vintage-Flächen, Chöre, Flöten, Streicher und experimentelle Tape-Texturen sucht, sollte das Mellotron Micro Module unbedingt auf dem Radar haben.

Fazit: Mellotron Micro Module Test

Mein Fazit im Mellotron Micro Module Test fällt eindeutig aus: Das Mellotron Micro Module ist ein spezialisiertes, kompaktes und sehr charakterstarkes Desktop-Instrument für alle, die den Sound eines Mellotrons in ihr modernes Synthesizer-Setup holen möchten. Es ist kein Alleskönner, aber genau deshalb wirkt es so fokussiert.

Ich mag vor allem die Kombination aus 100 unkomprimierten Mellotron- und Chamberlin-Sounds, A/B-Mix, Aftertouch-Unterstützung, Playlist-Modus und kompakter Bauform. Außerdem gefällt mir, dass das Gerät den historischen Charakter nicht hinter einer übermodernen Bedienoberfläche versteckt. Stattdessen bleibt es nah an der Mellotron-Idee, erweitert sie aber um sinnvolle digitale Komfortfunktionen.

Wer einen flexiblen Digital-Synthesizer mit eigener Sound-Engine sucht, sollte woanders schauen. Wer jedoch ein echtes Charaktermodul für Vintage-Flächen, Chöre, Flöten, Streicher und experimentelle Tape-Texturen sucht, sollte das Mellotron Micro Module unbedingt auf dem Radar haben.

Pro

  • Authentische Mellotron-Sounds
  • stabiles, wertiges Produkt

Contra

  • keine


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Mellotron Micro Module Digital-Synthesizer

FAQ zum Mellotron Micro Module Test

Ist das Mellotron Micro Module ein Synthesizer?

Das Mellotron Micro Module ist kein klassischer Synthesizer mit Oszillatoren, Filtern und Modulationsmatrix. Es ist ein digitales, samplebasiertes Mellotron-Modul mit 100 Mellotron- und Chamberlin-Sounds. Im Synthesizer-Setup funktioniert es dennoch hervorragend als charakterstarker Klangerzeuger.

Hat das Mellotron Micro Module eine Tastatur?

Nein. Das Mellotron Micro Module ist ein Desktop-Modul ohne Tastatur. Es wird über ein externes MIDI-Keyboard, einen Sequencer oder eine DAW gespielt.

Wie viele Sounds bietet das Mellotron Micro Module?

Das Gerät bietet 100 Mellotron- und Chamberlin-Sounds. Laut Hersteller stammen diese aus originalen Tape-Libraries und liegen unkomprimiert in 24 Bit vor.

Kann das Mellotron Micro Module polyphonen Aftertouch verarbeiten?

Ja. Das Mellotron Micro Module kann laut Hersteller monophonen und polyphonen Aftertouch verarbeiten. Dadurch eignet es sich besonders gut für moderne expressive Controller.

Gibt es MIDI Out?

Nein. Das Mellotron Micro Module bietet MIDI In und MIDI Thru über 3,5-mm-TRS-Buchsen im Typ-B-Standard, aber keinen MIDI-Out-Anschluss.

Für welche Musikstile eignet sich das Mellotron Micro Module?

Ich sehe das Mellotron Micro Module vor allem in Progressive Rock, Ambient, Indie, Psychedelic, Synthwave, Cinematic Pop, Filmmusik und experimenteller Elektronik. Es passt überall dort, wo Vintage-Flächen, Chöre, Flöten und organische Tape-Texturen gefragt sind.

Lohnt sich das Mellotron Micro Module für das Studio?

Ja, wenn der Mellotron-Sound regelmäßig gebraucht wird. Im Studio punktet das Modul durch direkten Zugriff, klare Bedienung und einen sehr eigenständigen Klangcharakter. Wer jedoch nur gelegentlich einen Mellotron-Sound benötigt, könnte auch mit einer Software-Lösung auskommen.

Ist das Mellotron Micro Module live-tauglich?

Ja, besonders wegen des Playlist-Modus. Man kann Sound-Paare vorbereiten und dadurch im Live-Betrieb schneller zwischen Songs oder Klangkombinationen wechseln. Ein externes Keyboard bleibt jedoch Pflicht.

Was ist die beste Alternative zum Mellotron Micro Module?

Die naheliegendste Alternative ist ein Mellotron-Modell mit integrierter Tastatur, etwa das Mellotron Micro Keyboard. Wer dagegen hauptsächlich im Rechner arbeitet, kann auch eine Software-Library nutzen. Das Micro Module ist jedoch die kompakte Hardware-Lösung für alle, die ein eigenständiges Digital-Mellotron im Desktop-Format suchen.

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