Synthesizer-Legenden im ständigen Wandel – Was Ikonen ausmacht

Warum werden bestimmte Synthesizer zu Legenden? Liegt es am Schaltungsdesign, am Filter, an der Spielbarkeit – oder am kulturellen Moment, in dem sie auftauchten? Die aktuelle Ausgabe des Sound&Recording-Magazin widmet sich genau dieser Frage und analysiert, was ikonische Instrumente auszeichnet und wie ihre Konzepte bis heute weiterentwickelt werden.

Hier kannst du die Ausgabe 1/26 des Sound&Recording-Magazin bestellen! 

Im Zentrum steht ein ausführliches Gespräch mit dem Synthesizer Studio Berlin. Dabei geht es nicht um bloße Nostalgie, sondern um das physische Erleben von Instrumenten, um Bauteiltoleranzen, Haptik und das musikalische Verhalten analoger Schaltungen im Vergleich zu digitalen Emulationen. Die Diskussion zeigt, warum bestimmte Klassiker bis heute als Referenz gelten – und warum sich ihre Charakteristik nicht vollständig simulieren lässt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einordnung des Roland JP-8000. Oft auf die berühmte Super-Saw reduziert, wird hier deutlich, welche Rolle das Instrument für die Entwicklung virtueller Analog-Synthese spielte und wie es eine ganze Ära elektronischer Musik geprägt hat. Statt Retro-Verklärung geht es um Architektur, Signalführung und den Einfluss auf spätere Synth-Generationen.

Synthesizer Studio Berlin
Synthesizer Studio Berlin

Ergänzt wird das Special durch technische Analysen zu Klonen und Neuinterpretationen. Wie nah kommen moderne Nachbauten wirklich an ihre Vorbilder heran? Wo entstehen bewusste Weiterentwicklungen? Und welche Rolle spielt das Filter als klangprägendes Element im historischen Kontext?

Neben dem Synth-Schwerpunkt bietet die Ausgabe weitere Highlights: Im Test steht unter anderem der koaxiale Studiomonitor Palmer Orbit 11, der mit kontrolliertem Abstrahlverhalten und präziser Transientenabbildung überzeugen will. Ein Studiobesuch bei den Windmill Lane Recording Studios in Dublin zeigt, wie sich historische Räume heute zwischen Tradition und moderner Produktionsrealität positionieren. Abgerundet wird das Heft durch einen praxisnahen Workshop zum Thema Top-Down-Mixing – ein Ansatz, der den Mix vom Bus aus denkt und strukturiert aufbaut.

Das Fazit: Synthesizer-Legenden sind keine statischen Relikte. Sie sind Konzepte, die sich über Jahrzehnte hinweg transformieren – technisch, musikalisch und kulturell.

Inhaltsverzeichnis:

SYNTHESIZER SPECIAL

  • Synthesizer, die Pop-Musik neugestalteten
  • Synthesizer Studio Berlin – Nostalgische Klangexplosion
  • Wie authentisch können Nachbauten sein?
  • Klangprägend: Das Filter
  • 5-Synth-Klone – Zwischen Nachbau und Evolution
  • Roland JP-8000 – Mehr als nur Super-Säge
  • Emulieren klassischer VA-Software-Synthesizer
  • Was moderne Synthesizer neu macht
  • Vintage Park: Synthesizer als Kulturbeschleuniger

TESTBERICHTE

TUTORIALS

  • Top-Down-Mixing: Arbeiten mit dem Mix-Bus
  • Drum-Programming und Layering für Rock-Drums

STORY

  • Mixpraxis: Olivia Dean – The Art of Loving
  • Linux im Studio – performante Alternative – Im Interview mit Arno Jordan, Castel Studios
  • Windmill Lane Recording Studios, Dublin – Studiobesuch
  • Modulare-Raumakusti optimieren – Interview mit Lukas Rimbach von GIK Acoustics

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