Synthesizer für Anfänger unter 500 Euro: Diese 5 Modelle lohnen sich wirklich
Die besten Synthesizer für Anfänger unter 500 Euro: Ein erster Hardware-Synthesizer ist oft der Moment, in dem aus „ein bisschen Sounds bauen“ plötzlich echtes Musikmachen wird. Du drehst am Filter, spielst Akkorde, nimmst eine Sequenz auf – und merkst schnell, welche Features dir das Lernen leichter machen (und welche dich nur ausbremsen).
Wichtig vorweg: „unter 500 Euro“ ist ein gutes Ziel, aber in der Praxis schwanken Straßenpreise und Angebote stark. In dieser Empfehlungsliste liegen zwei Geräte je nach Händler/Verfügbarkeit oft knapp über 500 Euro, sind aber regelmäßig im Sale/B-Ware/Gebrauchtmarkt darunter. Beim Korg microKORG2 wird z. B. ein Preis von 522,00 € ausgewiesen, beim Arturia MiniFreak 517,00 €. Die anderen drei sind klar im Rahmen: Behringer DeepMind 6 (498,00 €), Korg minilogue (437,00 €) und Korg microKORG (399,00 €).
Synthesizer für Anfänger unter 500 Euro – was sollte ein Synthesizer für Anfänger haben?
Anfängerfreundlich heißt nicht „wenig Funktionen“, sondern: schnell zu einem guten Ergebnis kommen – und dabei verstehen, warum es gut klingt. Darauf würde ich achten:
Ein übersichtliches Bedienfeld ist Gold wert. Wenn Oszillatoren, Filter und Hüllkurven logisch angeordnet sind, lernst du Synthese fast automatisch, weil deine Hände das Klangprinzip nachzeichnen. Genau deshalb sind Geräte mit Hands-on-Reglern so beliebt.
Eine Tastatur hilft beim Einstieg enorm, weil du ohne zusätzliches Controller-Setup sofort losspielen kannst. Mini-Tasten sind okay, wenn Mobilität wichtig ist – wer aber wirklich „Keyboard spielen“ lernen will, merkt schnell den Vorteil größerer Tasten (oder ergänzt später ein MIDI-Keyboard).
Polyphonie ist der zweite große Hebel: Akkorde, Pads und mehrstimmige Lines machen Spaß – und motivieren. Vier Stimmen sind ein guter Start; sechs oder acht fühlen sich oft „erwachsener“ an, wenn du Flächen oder Chords spielst. Der Korg minilogue ist z. B. 4-stimmig polyphon, der DeepMind 6 6-stimmig, der microKORG2 8-stimmig.
Praktisch sind außerdem Preset-Speicher (damit gute Sounds nicht verschwinden), Effekte (damit es ohne Plug-ins rund klingt) und ein Arpeggiator/Sequencer, weil du damit sofort musikalische Ergebnisse bauen kannst. Beim minilogue ist der polyphone 16-Step-Sequencer mit Motion-Sequencing ein echtes Lern- und Spaß-Feature, der DeepMind 6 bringt u. a. einen 32-Step-Sequenzer.
Die 5 besten Einsteiger-Synthesizer bis 500 Euro
Behringer DeepMind 6 – der „klassische“ Einstieg in Poly-Analog
Der DeepMind 6 ist für viele Anfänger deshalb spannend, weil er sich wie ein traditioneller Synth anfühlt: 37 Tasten, Aftertouch, viele Schieberegler und ein klarer Fokus auf „Klang formen mit den Händen“.
Klanglich geht es in Richtung warm, breit, pad-tauglich – und durch die 4 FX-Engines musst du nicht sofort mit externen Effekten arbeiten. Dazu kommen Modulationsmatrix und 32-Step-Sequenzer, falls du später tiefer einsteigen willst.
Preislich ist er in dieser Liste der Punktlandung-Kandidat: 498,00 €.
Korg microKORG – der bewährte Allrounder mit Vocoder-Char0me
Der microKORG ist ein Klassiker, weil er trotz kompakter Größe sehr viel abdeckt: Analog-Modeling/VA-Synthese, Vocoder, 37 anschlagdynamische Minitasten und – ganz wichtig für viele – ein Format, das du leicht in jedes Setup bekommst.
Für Anfänger ist er vor allem dann gut, wenn du gerne mit Presets startest und dich dann langsam in Sounddesign vorarbeitest. Sein Konzept ist nicht so „Knopf-pro-Funktion“ wie bei rein analogen Einsteiger-Synths, aber er bleibt dank übersichtlicher Oberfläche gut beherrschbar.
Aktuell steht er bei 399,00 € – damit ist er einer der günstigsten Wege zu Synth + Vocoder in einem Gerät.
Korg microKORG2 – modernisiert, mehr Stimmen, mehr „Workflow“
Der microKORG2 führt die Idee weiter, aber zeitgemäßer: 8 Stimmen, 256 Presets, Arpeggiator, Effekte, USB-C – und zusätzlich ein modernes 2,8″ Farbdisplay. Besonders einsteigerfreundlich ist, dass du schneller navigierst, Sounds besser überblickst und trotzdem die typische microKORG-„Sofort-Musik“-DNA behältst.
Ein Highlight ist der integrierte Stimmenprozessor inkl. Mikrofon (Vocoder/Voice-Effekte), wenn du auf Vocal-Sounds, Talkbox-artige Lines oder Live-Spielereien stehst.
Beim Preis musst du realistisch bleiben: In der gezeigten Listung steht er bei 522,00 € – also knapp über dem Ziel. Wenn du strikt unter 500 bleiben willst, lohnt sich hier gezielt nach Angeboten/B-Ware zu schauen.
Korg minilogue – der beste „Synthese lernen“-Synth in dieser Preisklasse
Wenn es ein Gerät gibt, das ich häufig als Lernplattform empfehle, dann ist es der minilogue. Warum? Weil er sehr direkt zeigt, wie ein Sound entsteht: Oszillatoren → Mixer → Filter → Hüllkurven, alles logisch angeordnet. Genau das wird auch als Grund genannt, warum er sich besonders für Einsteiger eignet.
Technisch bekommst du 4 echte analoge Stimmen, 2 Oszillatoren, 8 Voice Modes und den erwähnten polyphonen 16-Step-Sequencer mit Motion-Sequencing – perfekt, um Pattern zu bauen und Reglerbewegungen „mit aufzunehmen“.
Mit 437,00 € liegt er aktuell komfortabel unter 500.
Arturia MiniFreak – kreativ, modern, ohne Anfänger zu überfordern
Der MiniFreak ist eine starke Wahl, wenn du moderne Sounds willst und Spaß an Experimenten hast, aber trotzdem ein „richtiges“ Keyboard-Gerät suchst. Er kombiniert zwei digitale Oszillatoren mit analogen Filtern/VCAs und bietet 22 Oszillator-Modelle – damit kommst du von klassischen Leads bis zu ungewöhnlichen Texturen sehr schnell.
Für Anfänger wichtig: Er ist 6-stimmig polyphon, hat ein 37-Tasten-Keyboard mit Velocity und Aftertouch und ist insgesamt sehr „performable“.
Preislich gilt dasselbe wie beim microKORG2: Der ausgewiesene Preis liegt bei 517,00 €. Wenn dein Budget hart gedeckelt ist, ist der MiniFreak ein Kandidat für Rabattaktionen – klanglich lohnt er das Warten oft.
Synthesizer für Anfänger unter 500 Euro – welche Empfehlung passt zu deinem Start?
Wenn du möglichst schnell klassische Synth-Flächen und Analogsound spielen willst: DeepMind 6.
Wenn du Vocoder und Pop-/Electro-Ästhetik magst und einen bewährten Einstieg willst: microKORG.
Wenn du die microKORG-Idee moderner (mehr Stimmen, Display, USB-C, Voice-Processing) willst: microKORG2.
Wenn du Synthese wirklich verstehen und „von Grund auf“ lernen willst: minilogue.
Wenn du moderne Hybrid-Sounds und kreative Klangwelten suchst: MiniFreak.




Leitender Redakteur – keyboards.de
Multiinstrumentalist • Audio Engineer • Kreativer Tüftler • Familienvater • Pen-&-Paper-Enthusiast

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