Fatboy Slim & The Rolling Stones „Satisfaction Skank“ – Release nach 25 Jahren

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1998 hievte der Song „The Rockafeller Skank“ von Fatboy Slim das Underground-Genre Big Beat von den Clubs in den Mainstream. Im Zuge des extremen Erfolges fertigte Norman Cook (aka Fatboy Slim) mehrere Remixe, darunter such „Satisfaction Skank“ mit dem markanten Gitarren-Riff und der Titelzeile des Rolling Stones‘-Hits „Satisfaction“. Da das Management der Stones jedoch die Rechte an dem Sample nicht freigaben, existierte diese Version nur als Bootleg bzw. als inoffizielle Playlist-Datei. Erst jetzt, runde 25 Jahre später, wurde „Satisfaction Skank“ offiziell releast.

The Rockafeller Skank

Es war die richtige Nummer zur richtigen Zeit. Big Beat hatte sich in den Clubs etabliert und der kommerzielle Sektor suchte nach den nächsten Sensation. Acts wie die Chemical Brothers, Fatboy Slim selbst und andere hatten schon viel beachtete Tracks produziert, doch der große Hit fehlte noch.

„The Rockafeller Skank“ setzt sich aus drei Schlüsselelementen zusammen. Die drei wichtigsten Samples stammen aus drei unterschiedlichen Stilrichtungen: Hip-Hop, Soul und Surf Rock. Die tragenden Samples stammen von Lord Finesse „Vinyl Dogs Vibe“, Just Brothers „Sliced Tomateos“ und John Barry „Beat Girl“. Dazu kam noch ein Sack voll Filler-Sounds. Über diesen Werdegang und die Samples sprach Norman Cook schon mehrfach in Interviews, da hierfür auch die Rechte erworben werden mussten. Bei Lord Finesse geschah dies eher unter der Hand, da die Platte selbst ein Bootleg war.

Satisfaction Skank

Als es an die Version „Satisfation Skank“ ging, biss Norman Cook jedoch auf Granit, obwohl Mick Jagger die Nummer angeblich von Anfang an mochte. Über die Jahre startete er immer wieder Anfragen, die jedoch stets abgeschmettert wurden. Aber dann erhielt er völlig überraschend beim letzten Versuch eine positive Antwort. Um die Nummer neu produzieren zu können, wurden ihm sogar die originalen Aufnahmen von „Satisfaction“ zur Verfügung gestellt, allerdings unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen.

Für das Video wurden Fotos von Mick Jagger und Keith Richards aus dem Archiv der Rolling Stones verwendet. Diese wurden mit KI-Techniken in bewegte Bilder gewandelt und mit Aufnahmen von Fatboy Slim im Stil des alten Videos sowie der Big Beat-Ära kombiniert. So kommen hier die 1960er und 1990er im Hier&Jetzt zusammen.

Ohne den „Rockafeller-Effekt“

Was jedoch auffällt, ist, dass der dynamische Time-Stretching-Effekt, der damals sehr viel Aufsehen erregte, in dieser Version nicht vorkommt. Norman Cook hat nie verraten, wie er das mit seiner Technik damals realisiert hat. Auf Bildern aus der Zeit ist zu sehen, dass sein Equipment in erster Linie aus einem Atari ST mit dem Sequenzer Creator, Akai S-950 Samplern und anderen Hardware-Geräten bestand. Sampler wie den Roland VP-9000 erschien erst nach der Veröffentlichung von „The Rockafeller Skank“ und adäquate DAWs waren hier auch nicht im Spiel. Es gibt auch Mutmaßungen, dass es sich nicht um Time-Stretching handelt, sondern um ein Ab-/Aufwärts-Pitchen der Samples bei gleichzeitigem Pitch-Shifting in die entgegengesetzte Richtung mit einem Effektgerät. Vielleicht lüftet Fatboy Slim dieses Geheimnis irgendwann doch noch?

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Das damalige Studio von Fatboy Slim (Bild: ntr)

Website von Fatboy Slim

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