Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2 im Test: Semi-modularer Analogsynthesizer

Der semi-modulare Analogsynthesizer kombiniert eine 37-Tasten-Klaviatur mit umfangreicher analoger Klangerzeugung und 84 Patchpunkten.

Mit dem Lifeforms SV-2 greift Pittsburgh Modular ein Konzept wieder auf, das bereits 2016 mit dem SV-1 einen wichtigen Platz im Programm des amerikanischen Herstellers einnahm. Der neue SV-2 ist allerdings keine behutsame Modellpflege. Zwei neu entwickelte Thru-Zero-Triangle-Core-Oszillatoren, zwei Multimode-Filter, sechs Sättigungs- beziehungsweise Overdrive-Stufen, zwei ADSR-Hüllkurven, zwei VC-LFOs, Federhall und eine Patchbay mit 84 Anschlüssen machen daraus ein deutlich umfangreicheres Instrument. Dazu kommen eine 37-Tasten-Klaviatur und sogar ein 24-TE-Schacht für Eurorack-Module.

Mit einem aktuellen Straßenpreis von 1.599 Euro gehört der Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2 allerdings nicht zu den günstigen Einstiegen in die semi-modulare Synthese. Dafür erhält man auch nicht einfach eine analoge Synth-Voice mit Tastatur, sondern ein weitgehend offenes System, das monophon, paraphon oder vollständig gepatcht duophon betrieben werden kann. Die spannende Frage ist deshalb weniger, wie viele Funktionen Pittsburgh Modular untergebracht hat, sondern ob aus der komplexen Architektur noch ein Instrument wird, mit dem man intuitiv arbeiten kann.

Vom Lifeforms SV-1 zum SV-2

Pittsburgh Modular bezeichnet den SV-2 als komplette architektonische Neuentwicklung des ursprünglichen Lifeforms SV-1. Das Grundprinzip bleibt trotzdem erhalten: Der Synthesizer besitzt einen intern definierten Signalweg und ist deshalb unmittelbar spielbar. Patchkabel werden zunächst nicht benötigt. Erst wenn man von dieser Struktur abweichen möchte, öffnet die Patchbay das Instrument.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem klassischen Eurorack-System. Beim SV-2 muss für einen einfachen Bass, Lead oder eine Sequenz nicht erst Oszillator mit Mixer, Filter, VCA und Hüllkurve verbunden werden. Man kann einschalten und spielen.

Gleichzeitig bleibt der Signalfluss nicht vorgeschrieben. Die 84 Patchpunkte erlauben es, interne Verbindungen zu ersetzen, Modulationsquellen anders zu verteilen oder externe Eurorack-Module einzubinden. Damit bewegt sich der SV-2 tatsächlich zwischen fest aufgebautem Synthesizer und Modularsystem.

MIDI In und Out sowie USB übernehmen die Einbindung ins Studio-Setup; die zahlreichen CV- und Audio-Verbindungen befinden sich dagegen direkt auf der Bedienoberfläche.
MIDI In und Out sowie USB übernehmen die Einbindung ins Studio-Setup; die zahlreichen CV- und Audio-Verbindungen befinden sich dagegen direkt auf der Bedienoberfläche.

Zwei neue Thru-Zero-Oszillatoren

Im Zentrum der Klangerzeugung arbeiten zwei analoge Triangle-Core-Oszillatoren. Pittsburgh Modular hat die Oszillatorkerne für den SV-2 neu entwickelt und um Thru-Zero-FM sowie Phasenmodulation erweitert. Ziel der Thru-Zero-Architektur ist unter anderem, auch bei intensiver Frequenzmodulation eine stabilere Tonhöhe zu ermöglichen.

Neben den klassischen Grundformen gibt es mit Pulse Symmetry und Blade Wave zwei interessantere Varianten. Pulse Symmetry erweitert das Prinzip der Pulsbreitenmodulation, während Blade eine modifizierte Sägezahnform darstellt, bei der sich der Obertongehalt so verändern lässt, dass chorusartige Bewegungen entstehen können. Dazu kommen lineare FM und Hard Sync. Ein Suboszillator liefert Rechtecksignale eine beziehungsweise zwei Oktaven unterhalb der Grundfrequenz, außerdem steht analoges weißes Rauschen zur Verfügung.

Damit beginnt der interessante Teil des SV-2 bereits vor dem Filter. Die Oszillatoren sind nicht lediglich Lieferanten möglichst klassischer Sägezahn- und Rechteckwellen. Vor allem FM, Phase Modulation und die variablen Wellenformen erlauben komplexe Obertonspektren, ohne dass zusätzliche Module benötigt werden.

Mixer, Sättigung und Overdrive

Eine Besonderheit des SV-2 ist, wie konsequent Pittsburgh Modular Sättigung als Bestandteil der Synthese behandelt. Insgesamt befinden sich sechs Sättigungs- und Overdrive-Stufen im Signalweg.

Schon der Dual Mixer besitzt zwei schaltbare Sättigungspunkte. Hinzu kommt ein variabler Preamp mit bis zu 28 dB Gain. Vor den beiden Filtern sitzen weitere variable Overdrive-Stufen mit jeweils bis zu 15 dB Verstärkung. Auch der Federhall besitzt eine eigene Sättigungsschaltung.

Dadurch ist der Pegel innerhalb des SV-2 nicht nur eine Frage der Lautstärke. Man kann den Charakter eines Patches bereits durch das Gain-Staging deutlich verändern. Bei moderaten Einstellungen bleibt der Signalweg vergleichsweise sauber, während höhere Pegel zusätzliche Obertöne und Kompression erzeugen können.

Das ist in der Praxis interessanter als eine einzelne Distortion-Schaltung am Ende des Signalwegs. Sättigung kann an unterschiedlichen Stellen entstehen und anschließend erneut gefiltert oder moduliert werden.


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Pittsburgh Lifeforms SV-2

Zwei Pittsburgh Filter

Der doppelte Signalweg setzt sich bei den Filtern fort. Der SV-2 besitzt zwei analoge State-Variable-Multimode-Filter. Zur Verfügung stehen Highpass, Bandpass, Lowpass, Combo und Random. Hinzu kommen Character-Modi und die bereits erwähnten Overdrive-Stufen.

Gerade die zwei Filter machen die Architektur interessanter als bei einem klassischen monophonen Signalweg. Beide Oszillatoren können getrennt weiterbearbeitet und anschließend wieder zusammengeführt werden. Im duophonen Betrieb wird das besonders relevant, aber auch für komplexere monophone Patches eröffnet die Trennung zusätzliche Möglichkeiten.

Klanglich lässt sich der SV-2 dadurch erstaunlich weit bewegen. Die Filter können sauber und kontrolliert arbeiten, lassen sich zusammen mit den vorgeschalteten Overdrive-Stufen aber ebenso deutlich aggressiver fahren. Resonanz, Eingangspegel und Character-Einstellungen greifen dabei ineinander.

Das Instrument hat deshalb nicht nur einen einzigen ausgeprägten Grundcharakter. Entscheidend ist vielmehr, wie der Signalweg gepegelt wird. Genau das macht das Arbeiten mit dem SV-2 interessant: Klangformung beginnt nicht erst am Cutoff-Regler.

Zwei Hüllkurven, zwei VC-LFOs und Sample & Hold

Auch bei den Modulationsquellen folgt Pittsburgh Modular dem Doppelprinzip. Zwei analoge ADSR-Hüllkurven besitzen unterschiedliche Zeitbereiche und können dadurch sowohl sehr kurze, perkussive Verläufe als auch langsame Entwicklungen erzeugen. Zwei spannungsgesteuerte LFOs stehen ebenfalls zur Verfügung. Hinzu kommen Sample & Hold sowie ein digitales Modulationswerkzeug mit synchronisierbarem LFO, Decay-Hüllkurve und Random-CV.

Im normalisierten Signalweg sind die wichtigsten Modulationen bereits sinnvoll verbunden. Interessant wird es aber, sobald man die Patchbay nutzt. Eine Hüllkurve kann dann beispielsweise nicht nur Filter oder VCA steuern, sondern Oszillatorparameter, FM-Intensität oder andere Modulationswege beeinflussen.

Das gilt ebenso für die beiden LFOs. Weil diese spannungssteuerbar sind, können sich Modulationsgeschwindigkeiten wiederum modulieren lassen. Aus einem simplen LFO wird dadurch schnell Bestandteil eines wesentlich komplexeren Bewegungsablaufs.

Die Holzseitenteile und das geneigte Bedienpanel geben dem Lifeforms SV-2 den Charakter eines klassischen Performance-Synthesizers.
Die Holzseitenteile und das geneigte Bedienpanel geben dem Lifeforms SV-2 den Charakter eines klassischen Performance-Synthesizers.

Monophon, paraphon oder duophon

Eine der ungewöhnlicheren Eigenschaften des SV-2 ist seine flexible Stimmenarchitektur. Das Instrument kann klassisch monophon gespielt werden. Zusätzlich steht ein direkt aktivierbarer paraphoner Modus zur Verfügung. Über die Patchbay lässt sich schließlich ein vollständiger duophoner Signalweg realisieren.

Das ist mehr als eine zusätzliche Spieloption. Mit zwei Oszillatoren, zwei Filtern, zwei Hüllkurven und zwei VCAs sind tatsächlich viele Komponenten doppelt vorhanden, die für zwei weitgehend unabhängige Stimmen benötigt werden.

Gerade hier zeigt sich allerdings auch der Unterschied zwischen Komfort und Modularität. Der paraphone Betrieb ist schnell verfügbar. Wer die Architektur dagegen vollständig duophon ausnutzen möchte, muss sich mit dem Signalfluss beschäftigen und entsprechend patchen.

Federhall mit Feedback und Tilt-EQ

Ein analoger Synthesizer dieser Größenordnung könnte problemlos mit einem digitalen Reverb ausgestattet werden. Pittsburgh Modular geht stattdessen den wesentlich charaktervolleren Weg und integriert einen echten Federhall.

Dabei bleibt es nicht bei einem einfachen Send-Regler. Der Hall besitzt einen eigenen Tonal-Tilt-EQ, kontrollierbares Feedback bis zur Selbstoszillation und eine eigene Preamp-Sättigung.

Dadurch wird der Federhall selbst zum Bestandteil der Klangerzeugung. Dezent eingesetzt gibt er trockenen Analogsounds räumliche Tiefe und eine gewisse Vintage-Färbung. Mit stärkerem Feedback und Sättigung lässt sich die Hallspirale dagegen bewusst in wesentlich experimentellere Bereiche treiben.

Besonders bei Drones und langsam modulierten Texturen passt das sehr gut zum SV-2. Der Effekt fühlt sich nicht wie ein nachträglich angehängter Prozessor an, sondern wie ein weiteres analoges Modul.

Die angewinkelte Bedienoberfläche erleichtert den Zugriff auf Oszillatoren, Mixer, Filter und Modulationssektionen; Pitch- und Modulationsrad sitzen links neben der Tastatur.
Die angewinkelte Bedienoberfläche erleichtert den Zugriff auf Oszillatoren, Mixer, Filter und Modulationssektionen; Pitch- und Modulationsrad sitzen links neben der Tastatur.

84 Patchpunkte und 24 TE für Eurorack

Spätestens die 84 Patchpunkte machen deutlich, dass der SV-2 nicht nur ein Synthesizer mit einigen zusätzlichen CV-Buchsen ist. Nahezu alle wichtigen Bereiche des Instruments lassen sich in alternative Signalwege einbeziehen.

Noch konsequenter ist der integrierte 24-TE-Eurorack-Schacht mit drei Stromanschlüssen. Zusätzliche Module können dadurch direkt in das Instrument eingebaut werden.

Das verändert die langfristige Perspektive erheblich. Fehlt beispielsweise ein bestimmter Sequencer, eine zusätzliche Modulationsquelle oder ein spezieller Effekt, muss daneben nicht zwangsläufig ein separates Eurorack-Case stehen.

Umgekehrt kann der SV-2 Bestandteil eines bereits vorhandenen Modularsystems werden. Oszillatoren, Filter, Hüllkurven, VCAs oder Federhall lassen sich dann als einzelne Funktionsblöcke verwenden.

Tastatur und Bedienung

Die 37-Tasten-Klaviatur macht aus der umfangreichen Modulararchitektur zunächst einmal ein spielbares Instrument. Pitch- und Modulationsrad sitzen klassisch links neben der Tastatur. MIDI In und Out sowie USB-MIDI erleichtern die Integration ins Studio.

Das Bedienfeld wirkt angesichts des Funktionsumfangs erstaunlich strukturiert. Pittsburgh Modular arbeitet weitgehend mit dedizierten Reglern und Schaltern. Ein Display gibt es nicht – und für die analogen Hauptfunktionen wird auch keines benötigt.

Ohne Patchkabel bleibt die Bedienung vergleichsweise übersichtlich. Man kann den SV-2 durchaus wie einen klassischen Analogsynthesizer programmieren.

Mit zunehmender Verkabelung steigt die Komplexität naturgemäß deutlich. Dann muss man wissen, welche Normalisierungen durch ein Kabel aufgehoben werden und wohin Audio- und Steuersignale geführt werden. Das Instrument verhindert diesen Lernprozess nicht – es erlaubt lediglich, ihn schrittweise zu beginnen.

Klang und Praxis

Im praktischen Einsatz gefällt vor allem, dass der SV-2 nicht ausschließlich auf extreme Modular-Sounds ausgelegt ist. Ein klassischer Bass oder Lead ist schnell eingestellt. Die Oszillatoren liefern ein kräftiges analoges Fundament, und die Filter können sehr musikalisch in den Klang eingreifen.

Das Besondere beginnt danach. Blade Wave, Pulse Symmetry, Thru-Zero-FM und Phase Modulation erweitern das Spektrum deutlich. Zusammen mit den verschiedenen Sättigungsstufen lassen sich Sounds zunehmend verdichten, ohne sofort einen externen Effekt oder zusätzliche Oszillatoren einsetzen zu müssen.

Dabei sollte man sich mit dem Gain-Staging beschäftigen. Einfach sämtliche Pegel maximal aufzudrehen verschenkt einen Teil der Möglichkeiten. Mixer-Sättigung, Preamp, Filter-Overdrive und Reverb-Sättigung reagieren unterschiedlich und können gezielt gegeneinander eingesetzt werden.

Der SV-2 kann entsprechend warm und rund klingen, besitzt aber ebenso eine ausgesprochen raue Seite. Gerade bei FM, hoher Resonanz und mehreren Sättigungsstufen entstehen metallische, aggressive und teilweise schwer kontrollierbare Texturen.

Genau hier entwickelt der Synthesizer einen starken Instrumentencharakter. Manche Klänge entstehen weniger durch planvolles Einstellen eines fertigen Ziels als durch Interaktion mit dem Signalweg.

Trotz der komplexen Architektur bleibt der Signalfluss des Lifeforms SV-2 übersichtlich gegliedert – die Patchbay erstreckt sich über die komplette Oberseite.
Trotz der komplexen Architektur bleibt der Signalfluss des Lifeforms SV-2 übersichtlich gegliedert – die Patchbay erstreckt sich über die komplette Oberseite.

Ein Synthesizer zum Performen

Preset-Speicher gibt es nicht. Das ist bei dieser Architektur konsequent, beeinflusst aber den Workflow im Studio erheblich.

Komplexere Sounds sollte man fotografieren oder auf einem Patch Sheet dokumentieren. Pittsburgh Modular stellt dafür sogar ein Blank Patch Sheet bereit. Trotzdem bleibt ein analoger Patch mit vielen Reglerstellungen schwierig exakt zu reproduzieren.

Für Produktionen würde ich deshalb eher dazu tendieren, den SV-2 früh aufzunehmen. Gerade längere Performances, in denen Filter, FM, Sättigung oder Federhall manuell verändert werden, können musikalisch interessanter sein als der Versuch, einen komplexen Patch später exakt wiederherzustellen.

Damit ist der Lifeforms SV-2 eindeutig mehr Instrument als Preset-Synthesizer. Er möchte gespielt und verändert werden.

Für wen ist der Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2 geeignet?

Mit 1.599 Euro ist der Lifeforms SV-2 eine ernsthafte Investition. Der Preis relativiert sich etwas, wenn man berücksichtigt, was tatsächlich integriert ist: zwei komplexe analoge Oszillatoren, zwei Filter, zwei VCAs, zwei Hüllkurven, zwei VC-LFOs, Sample & Hold, MIDI-Interface, Arpeggiator, Federhall, umfangreiche Utility-Funktionen, 84 Patchpunkte, Tastatur und ein Eurorack-Schacht.

Besonders interessant ist der SV-2 deshalb für Musiker, die Modularsynthese nicht nur ausprobieren, sondern dauerhaft in ihren Workflow integrieren möchten. Das normalisierte Routing senkt die Einstiegshürde, ohne die Architektur später einzuschränken.

Wer dagegen vor allem schnell zwischen vielen reproduzierbaren Sounds wechseln möchte, wird mit dem Konzept weniger glücklich. Der SV-2 fordert Aufmerksamkeit, Zeit und die Bereitschaft, sich mit Signalwegen auseinanderzusetzen.

Fazit: Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2

Der Pittsburgh Modular Lifeforms SV-2 ist weit mehr als eine Neuauflage des ursprünglichen SV-1. Pittsburgh Modular kombiniert eine unmittelbar spielbare analoge Synthesizer-Architektur mit einem erstaunlich offenen Modularsystem. Zwei Thru-Zero-Oszillatoren, zwei Filter, zwei Hüllkurven und zwei VCAs bilden dafür ein starkes Fundament.

Besonders gelungen ist das Gain-Staging. Die sechs Sättigungs- und Overdrive-Stufen sind nicht einfach ein zusätzlicher Effekt, sondern Bestandteil der Klangerzeugung. Zusammen mit FM, Phase Modulation, den ungewöhnlicheren Wellenformen und dem Federhall reicht das Spektrum von klassischen analogen Sounds bis zu ausgesprochen rauen und experimentellen Texturen.

Die 84 Patchpunkte und der integrierte 24-TE-Eurorack-Schacht sorgen dafür, dass das Instrument mit den eigenen Ansprüchen wachsen kann. Gleichzeitig funktioniert der SV-2 auch ohne ein einziges Patchkabel. Genau diese Balance zwischen direktem Zugriff und modularer Tiefe gehört zu seinen größten Stärken.

Mit einem Straßenpreis von 1.599 Euro ist der SV-2 allerdings kein günstiger Einstieg. Wer Presets, Total Recall oder möglichst schnellen Zugriff auf viele fertige Sounds benötigt, findet hier zudem bewusst nicht den passenden Workflow. Wer dagegen einen analogen Synthesizer als Instrument und offenes Sounddesign-System begreift, bekommt ein außergewöhnlich tiefes und langfristig erweiterbares Werkzeug.

Pro

  • sehr flexible semi-modulare Architektur
  • vielseitige Thru-Zero-Oszillatoren
  • umfangreiches Gain-Staging und Sättigung

Contra

  • kein Preset-Recall
  • komplexe Patches schnell unübersichtlich

 

Link zur Herstellerseite: Pittsburgh Modular

Technische Daten

Analoger semi-modularer Synthesizer
37-Tasten-Klaviatur
monophon, paraphon und patchbar duophon
2 × Thru-Zero-Triangle-Core-Oszillator
Sinus, Dreieck, Sägezahn, Blade, Pulse Symmetry und Random
Thru-Zero-FM und Phasenmodulation
lineare FM und Hard Sync
Suboszillator mit -1 und -2 Oktaven
analoger Rauschgenerator
Dual Mixer mit Sättigung und Preamp
2 × analoges Pittsburgh Multimode-Filter
Highpass, Bandpass, Lowpass, Combo und Random
Character-Modi und Overdrive
insgesamt 6 Sättigungs-/Overdrive-Stufen
2 × ADSR-Hüllkurve
2 × VCA
2 × spannungsgesteuerter LFO
Sample & Hold
digitaler Modulator
Arpeggiator
Federhall mit Tilt-EQ, Feedback und Sättigung
84 Patchpunkte
24-TE-Eurorack-Erweiterungsschacht mit 3 Power-Headern
Pitch- und Modulationsrad
MIDI In/Out
USB-MIDI
Stereo-Line-Ausgang
Kopfhörerausgang
inklusive 10 Patchkabel und Netzteil
Maße: ca. 630 × 381 × 120 mm
Gewicht: ca. 8,4 kg
Preis: 1.599 Euro

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