Für eine Reihe bestimmter Instrumente und Geräte kann die Firma Moog Music in Zukunft keinen Service mehr gewährleisten. Aufgrund nicht mehr verfügbarer Bauteile ist es nicht sicher, ob Reparaturen der betreffenden Synthesizer noch möglich sind. Für Besitzer ist das sicherlich ärgerlich, aber auch beim Kauf auf dem Gebrauchtmarkt sollte man sich der Situation bewusst sein.
Kein Moog-Service mehr für ältere Instrumente
Natürlich geht es hierbei nicht um Vintage-Synthesizer und Modularsysteme, sondern um Geräte, die von Moog Music ab Mitte der 1990er Jahre produzierte. Die Unternehmensgruppe inMusic, zu der Moog Music seit 2023 gehört, hat die Produkte aufgelistet, für die der Service nicht mehr gewährleistet bzw. eine erfolgreiche Reparatur nicht mehr garantiert werden kann.
Das betrifft die Synthesizer Little Phatty, Slim Phatty, Voyager (alle Modelle) und selbst den Taurus 3 aus dem Jahr 2010. Auch die zum Voyager seinerzeit angebotenen CV-Expander VX-351 und VX-352 stehen auf der Liste.
Bei den analogen Effekt-Pedalen ist es die gesamte Serie der nach wie vor auf dem Gebrauchtmarkt teuer gehandelten Moogerfooger und deren Ableger der Minifooger-Reihe sowie das Control-Pedal MP-201.
Moog Music hatte über die Jahre auch einige Exoten (kurzzeitig) im Programm. Bei denen scheint es weniger verwunderlich, dass dafür kein Service mehr geleistet werden kann. Dazu gehören die Moog Guitar, die Piano Bar und die beiden Module Ladder Filter und Delay für das API500-Rack.
Wer also nun Probleme mit einem dieser Geräte hat, für den stehen die Chancen auf eine Reparatur schlecht. Immerhin kann man bei Moog eine Anfrage starten, ob eine Reparatur unter Umständen noch möglich wäre. Bei einfachen Bauteilen wird die wahrscheinlich weiterhin möglich sein, aber bei systemkritischen Komponenten ist eine Rettung wohl unwahrscheinlich. Auch das Einschicken direkt zu Moog zwecks Überprüfung ist angesichts der Versandkosten unrealistisch.
Ob ein lokaler Reparaturservice sich an die Aufgabe herantraut, ist nicht gewiss. Immerhin ist der Moog-Spezialist Rudi Linhard immer noch aktiv und kümmert sich um Voyager und Co. Doch auch hier steht und fällt alles mit der Verfügbarkeit von bestimmten Bauteilen. Für Anfragen ist man bei Lintronics jedoch stets offen.
Bei einem Gebrauchtkauf muss dies also bedacht sein und man sollte überlegen, ob ein Synthesizer neueren Datums nicht die sinnvollere Alternative wäre.




Here we are, je intergrierter desto komplizierter. Da wird sich dann wohl Behringer wieder mal „aufopfern“, die nicht mehr lieferbaren Chips herstellen zu lassen und einen Voyager-Klon zu einem Zehntel des ehemaligen Preises auf den Markt bringen. Glücklich, wer noch eine dieser richtig alten Kisten besitzt, da muss vielleicht mal ein Poti, ein Transistor oder sonst was aus der Elektronik-Kiste getauscht werden ….