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Das Studiosofa ist ein Podcast des Sound&Recording-Magazin.
Kann ein Synthesizer zu viele Funktionen haben? In der neuen Folge des Studiosofa Podcasts sprechen Marc Bohn und Klaus Baetz über diese Frage – und darüber, wann die Vielseitigkeit eines Instruments kreative Freiheit bedeutet und wann sie den Workflow eher ausbremst.
Ausgangspunkt ist der Waldorf Quantum beziehungsweise die Iridium-Familie. Die Instrumente vereinen verschiedene Formen der Klangerzeugung, darunter Wavetable-, Granular-, Resonator- und Kernel-Synthese. Gerade Updates machen diese Plattformen immer umfangreicher. Der Waldorf Iridium Core erhält beispielsweise per Firmware-Update vier zusätzliche Stimmen und kommt damit auf 16 Stimmen.
Klaus sieht darin zwei Seiten: Mehr Syntheseformen und Effekte eröffnen natürlich neue Klangkombinationen. Gleichzeitig wird die Bedienung bei Hardware schnell komplexer, weil fest beschriftete Regler und Tasten nicht beliebig mitwachsen können. Was in einem Plug-in über dynamische Oberflächen noch übersichtlich bleibt, erfordert am Instrument oft Menüs, Makros oder Tastenkombinationen.
Ein besonders gutes Beispiel ist Marcs Sonicware ELZ_1 play. Der kompakte Synthesizer kombiniert 18 Synth-Engines, Wavetable- und Layer-Funktionen, mehr als 40 Effekte, einen Step-Sequencer, Drum-Sounds und einen Vier-Track-Looper. Klanglich ist das Gerät für Marc ein echter Favorit. Für eine Live-Performance oder das tiefe Editieren eigener Sounds verlangt der enorme Funktionsumfang aber auch Einarbeitung und Konzentration.
Die Gegenposition sind spezialisierte Synthesizer mit klarer Struktur. Ein einfacher subtraktiver Synth kann gerade für Einsteiger der bessere Zugang sein, um Signalfluss, Oszillatoren, Filter und Hüllkurven wirklich zu verstehen. Und auch für erfahrene Musiker können feste Grenzen inspirierend sein: Man verbringt weniger Zeit mit der Auswahl und kommt schneller zu einer musikalischen Idee.
Neben der Synthese-Diskussion geht es in der Folge um Marcs aktuelle Planung für die Studioakustik mit GIK Acoustics, Eindrücke vom Guitar Summit in Mannheim sowie neues Gear. Mit dabei sind der Polyend Loop, der RODE LPA1 Mikrofonarm, der WesAudio ngOmniBox und Antares Auto-Tune Advanced.
Gear Corner
- Waldorf Iridium Core – Update von 12 auf 16 Stimmen
- RØDE LPA1 – Low-Profile-Mikrofonarm
- Fame URM-500 Modeling Multi Effect – das von Marc genutzte Multi-FX mit Amp-Modelling, IR-Import und Looper
- Antares Auto-Tune 2026 – im Gespräch als aktuelle Auto-Tune-Generation; beim Store läuft es aktuell unter diesem Namen
- Roland JU-06A – Marcs Boutique-Juno

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