Chartcards – Leadsheets zum Nachspielen

Akkorde aus den Charts: Kygo – It Ain’t Me

Der Name Kyrre Gørvell-Dahll geht einem nicht so einfach über die Lippen, es ist der eigentliche Name des norwegischen DJs Kygo, der in Singapur geboren wurde.

Er startete vor ca. acht Jahren damit eigene, aber unauthorisierte Mixe von Songs von Rihanna, Passenger und Ellie Goulding auf seiner Sound-Cloud Seite zu veröffentlichen – vier Jahre später (2013) stellten sich die ersten Erfolge ein.

Er arbeitete offiziell für Seinabo Sey, Kyla La Grange und Coldplay (Remix für den Song Midnight). Sein erster eigener Hit war der Song Firestone in Zusammenarbeit mit dem australischen Sänger Conrad Sewell, der Song bekam Gold-Status in USA und verzeichnete über 400 Millionen Klicks auf YouTube. Als Kennzeichen seiner Arrangements und Produktionen werden seine relativ langsamen Beats genannt: Statt der im House häufig anzutreffenden 120 BpM bevorzugt Kygo ein Tempo von ca. 100. Mit diesem Tempo und dem Einsatz von Steel-Drum, Marimba und Flötensounds wird er als Teil der Tropical-House Szene eingeordnet.

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Sein aktueller Hit It Ain’t Me wurde von Andrew Watt, Brian Lee und Ali Tamposi komponiert und als Demo-Version an Kygo versandt, der dann den Song zunächst mit dem Vocals von Tamposi produzierte. Bei einer weiteren Aufnahmesession sang dann Selena (Marie) Gomez den Song neu ein. Selena ist eine US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, sie spielte in diversen amerikanischen TV-Serien und Teenie-Filmen. Musikalisch begann ihre Karriere im Alter von 16 Jahren mit einem Schallplattenvertrag für sie und ihre Band Selena Gomez & The Scene, daraus resultierten drei Studioalben und sogar eine Platin-Auszeichnung. Ein bisschen Tratsch am Rande: Von 2010 bis 2013 war sie mit Justin Bieber liiert – kreisch!!!

Der Song klingt zunächst ein wenig nach Singer-Songwriter, die Gitarren-Begleitung wird auf einer Clean-Gitarre gezupft – Terzen und Dezimen, wie wir sie auch aus Songs von Robin Schulz & Co kennen. Schritt für Schritt wird der Song ergänzt, bis ein hymnisch anmutender Pre-Chorus mit einprägsamer Melodie den Rhythmus unterbricht – was könnte jetzt noch kommen um diese Melodie zu toppen? Antwort: Eine zerschnippelte  Melodie mit viel „Na-Nas“ in den Vocals und Synthiesounds drehen die Instrumentierung des Songs um 180 Grad. Durch die z.T. extrem verzögerten und beschnittenen Akkorde verliert der Rhythmus an Kontur und hebt beinahe ab, die Four-on-the-floor Bassdrum hält alles zusammen. Im zweiten Abschnitt des Songs dienen die Harmonien des Pre-Chorus als Grundlage für die Titelzeile It Ain’t Me – an dieser Stelle verbinden sich Pre-Chorus und Chorus zu einem Part.

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