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Akkorde aus den Charts: Alice Merton – No Roots

Wenn 11 Umzüge in vier Ländern etwas Gutes haben, dann vielleicht, dass man sich über sein zuhause bewusst wird und sich die Frage stellt, wohin man eigentlich gehört.

Alice Merton singt in ihrem Song No Roots über diesen Zustand, den sie als geborene Frankfurterin in den Folgejahren erlebt hat.

Ihre Mutter stammt aus Deutschland, ihr Vater ist Ire und die Familie hat es im Laufe der Zeit nach New York, Kanada, Deutschland und England verschlagen, hier wohnen ihre Eltern. Alice verbrachte ihre Schulzeit in München und  hat danach ein Studium in Komposition und Songwriting an der Popakademie in Mannheim absolviert – inzwischen ist sie in Berlin angekommen.

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2015 arbeitete sie als Sängerin und Songwriterin auf dem Album Books Of Nature des Berliner Musikproduzentenduos Fahrenhaidt und war als Support Act für Bosse und Philipp Poisel unterwegs.

Inzwischen arbeitet sie an ihrem ersten Album und sagt, dass sie eigentlich genügend Songs habe. Sie ist sich allerdings bewusst, dass sie in dem Musikbusiness gleich mit dem ersten Album überzeugen muss und deshalb schreibt und feilt sie weiter an den Songs.

Auch in No Roots sind vier Akkorde am Werk: Bm, Em, G und A. Aber nicht die Akkorde stehen sind im Rampenlicht sondern das raffiniert rhythmisch verschobene Bass/Gitarren Riff. Im Notenbeispiel zeigt sich, dass sich die Töne am Anfang des zweiten Taktes im Vergleich zum ersten Takt verschoben haben, was einen interessanten „Stolper“-Effekt ergibt. Markant ist auch das Akkord-Gitarren-Riff in Verse und Chorus und vor allem der Break zum Chorus lässt die Eingangszeile zum Chorus „I’ve got no roots“ besonders kraftvoll rüber kommen. In den meistens Parts kommt kein Akkord-Instrument zum Einsatz – die Akkordangaben verweisen lediglich auf den harmonischen Bezug. Im ersten Durchgang des dritten Chorus kommt noch eine fette Synth-Phrase zu Einsatz, die man so nicht erwartet hatte – supi.

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