Mellotron

Das Mellotron kann man als den Ur-Sampler bezeichnen. Es war das erste Instrument, das das Spielen separat aufgenommener Instrumente über eine Klaviatur ermöglichte. Die Klangerzeugung basiert auf vielen einzelnen Tonbändern: Durch das Spielen einer Taste wird ein Mechanismus in Gang gesetzt, der ein Tonbandstück über einen Tonabnehmer führt. Beim Mellotron Tapeloops einzusetzen, wäre nicht möglich, wie sollte man sonst z.B. bei perkussiven Klängen ein Tonansatz realisieren. So ist jeder Ton auf einem Tonbandstück aufgenommen, sodass der Ton – sofern man die Taste lange genug anspielt – irgendwann abreißt.

Das Mellotron war seinerzeit eine Sensation, bot es Musikern erstmals die Möglichkeit, “echt klingende” Streicher-Ensembles, ein Vibraphon oder eine Querflöte auf elektronische Weise zu erzeugen, sogar Rhythmussequenzen waren erhältlich – sozusagen die Ur-Drumloops. Natürlich war die Klangqualität von den heutigen Sample-Methoden weit entfernt. Es besitzt aber einen sehr speziellen Klangcharakter, der in der Rockmusik der 60er und 70ger-Jahre ein wichtige Rolle spielte und auch heute als Vintage-Sound äußerst beliebt ist. Mit M-Tron gibt es eine sehr gute Nachbildung des Mellotrons als VST-Instrument .

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