Neue Ideen für App + Hardware

Yamaha erforscht Symbiosen

yamaha prototypes

Nicht nur Nerds und Einzelkämpfer suchen nach unkonventionellen Anwendungsmöglichkeiten. Auch bei großen Firmen wird geforscht und mit neuen Ansätzen experimentiert. Yamaha zeigt ein paar Ideen, wie man durch die Verbindung von Hardware und Smartphone-Apps Musik wieder einen haptischen Aspekt verleihen könnte.

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Musik, sowohl als Konsum, wie auch im Schaffensprozess, findet heutzutage zum großen Teil auf einer nicht-materiellen Ebene statt. Die omnipotente DAW ist die absolute Studiozentrale und ellenlange Play-Listen sind das Plattenregal. Das ist nicht per se negativ zu sehen, aber die fehlende physikalische Komponente trägt wohl auch zur stetig sinkenden Wertschätzung von Musik und ihrer Schöpfung bei. Ein Brückenschlag könnte hier den Blickwinkel vielleicht neu justieren.

Unter diesem Gesichtspunkt könnte man durchaus die Prototypen sehen, die Yamaha als Adressaten einer App nun vorgestellt hat. Es ist aber auch klar, das diese weit davon entfernt sind, eines Tages konkrete, kommerzielle Produkte zu werden. Vielmehr geht es um frische Denkansätze und das Ausloten von Möglichkeiten.

TurnT ist eine Art Plattenspieler, bei dem das Smartphone zur Vinylscheibe wird. Es wird ein Tonarm über dem Screen platziert und der Song ab der betreffende Stelle gespielt. Der Arm muss mit etwas Sorgfalt bedient werden, was der heutige Screen-Wisch-Kultur fremd geworden ist. Scratch-fähig oder auf andere Weise DJ-tauglich scheint TurnT aber nicht zu sein. Also doch nur nostalgisch?


Die Aufgabe der RhythmBots leuchtet schnell ein. Vier unterschiedliche Percussion-Roboter (Wood, Cymbal, Schellen und Kastagnette) reagieren auf ein vorgegebenes Tempo und können so als besseres Metronom fungieren. Wenn man die vier separaten Instrumente quasi als “Drum-Kit” einsetzen könnte, wäre es zumindest ein kleiner Spaß.


Winder erlaubt das Abspielen nur eines einzigen Songs. Man zieht es wie eine Spieluhr auf und lässt es dann ablaufen, wobei das Abspieltempo auch mit der ablaufenden Feder korrespondiert. Soll so die Bindung zu dem aktuellen Lieblingssong gestärkt werden?


MusicLight funktioniert ähnlich wie Winder, nur dass hier das Abspielen von Musik durch eine Lichtquelle aktiviert wird, zum Beispiel ein Teelicht. Das Flackern der Flamme soll leichte Varianten bei Abspielen erzeugen und wenn die Flamme verlischt, blendet sich auch die Musik aus. Der Entwickler dürfte ein Romantiker sein.

Was haltet ihr von Yamahas Ideen? (die ihr euch auch unter disem Link anschauen könnt) Sind die Ansätze nachvollziehbar, handelt es sich um echte Musikphilosophie oder wird hier doch einfach nur ein Gadget-Markt bedient?

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