Die Unterschiede zwischen Konserve und Original

Sampling vs. physical Modeling?

(Bild: Matthias Keller)

Um den Aufwand gestimmter und mikrofonierter Tasteninstrumente sowohl im Studio als auch auf der Bühne zu reduzieren, gilt die digitale Konserve als dankbarer Ersatz. Aber wie entstehen virtuelle Pianoklänge eigentlich? Was steckt hinter den Technologien Sampling und Physical Modeling? Für welche Einsatzwecke eignet sich welcher Ansatz? Wie lässt sich die Klangqualität beurteilen? Und wo liegen die Grenzen der »virtuellen Welt«, verglichen mit dem Original? Ein Blick auf unterschiedliche Ansätze, Tasteninstrumente zu digitalisieren − und was daraus entsteht.

Wer die virtuelle Instrumentenlandschaft durchstreift, bekommt unweigerlich den Eindruck, ein akustisches Original sei nur noch ein Relikt von Puristen, die sich auf Nuancen versteifen oder sich durch gelebte Rückständigkeit partout nicht dem Fortschritt beugen mögen. Andere konstatieren, Unterscheide seien vorhanden, aber in der Praxis oft vernachlässigbar. Aus Sicht der erwähnten Puristen stellt die Technik nur ein Ersatzvehikel dar, das die Komplexität eines akustischen Originals nie erreichen wird und zudem das Spielgefühl beeinträchtigt. Eigentlich haben alle Recht.

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Aber worin bestehen Unterschiede zwischen Software und akustischer Klangerzeugung, wann kommen sie zum Tragen? Welche Technik eignet sich für welchen Zweck? Und wie lässt sich die Klangqualität beurteilen? Mit meiner Sampling-Firma realsamples nehme ich historische Tasteninstrumente in Museen auf. Dabei entstanden Überlegungen, wie sich die Instrumente möglichst gut umsetzen lassen. Auch die Grenzen der digitalen Umsetzung werden bei jedem Instrument spürbar. Zunächst ein Blick auf die Sampling-Grundlagen.

www.bechstein-digital.com/de

www.modartt.com

Den kompletten Artikel findest du in der Keyboards 2/2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Lieber Original oder Emulation? Bequemlichkeit siegt oft, aber die physische Erfahrung am akustischen Instrument kann nicht digital ersetzt werden. Im Bild: ein Erard-Flügel von 1873
Sampling oder Physical Modeling − welcher Ansatz eignet sich? Ein Direktvergleich der beiden Technologien ermöglicht die Bechstein »Digital Grand« Sample-Library, …
… die in der Physical-Modeling-Software »Pianoteq 6« von Modartt virtuell nachgebildet wurde. Als Basis dienten die Samples, aus denen Informationen für das mathematische Pianomodell gewonnen wurden, so Pianoteq-Entwickler Philippe Guillaume.

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