Preset-Kolumne:

Die Sache mit den Presets…

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Liebe Presets,
wir müssen reden.

 

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(Symbolbild)

 

Das Problem dabei wird sein: wir müssten uns vermutlich in einem Stadion treffen, denn es gibt euch massenhaft! Die Spitze des Eisberges ist der FM-Synthesizer Dexed, der in seiner App-Version kürzlich kurzerhand 640.000 (!!!) Presets bekommen hat. Da bräuchte man schon eine ganze Menge an Stadien.

Kurz in den Taschenrechner eingegeben: angenommen, man hört in jeden Werksound 5 Sekunden hinein. Man hätte runde 900 Stunden zu tun. Ununterbrochen und ohne Schlaf.

Doch auch andere Geräte und Software haben das Thema Presets als Leistungszahl längst für sich erkannt. Es ist ein bisschen wie die Angabe des „Hubraums“ oder der “PS”-Zahl bei einem Sportwagen.

Man liest so eine Zahl gerne und freut sich, wenn sie möglichst groß ist.

Keine Frage: für Einsteiger oder generell als Startpunkt sind Presets genial. Sie klingen meist schon ganz gut, reizen die vielen Funktionen der Klangerzeugung voll aus und zeigen, welches Spektrum eigentlich so möglich ist. Sicherlich ist der eine oder andere Sound sogar direkt Live oder im Studio genau so einsetzbar, wie er eben gerade klingt.

 

>> 5 einfache Tipps, wie aus Presets gute Sounds werden <<

 

Doch hin und wieder wird das Thema der schon werkseitig „mitgelieferten“ Sounds auch etwas überstrapaziert. Endlose Variationen und knistern-knatschende Sounds sorgen zwar dafür, dass der – um in der Analogie zu bleiben – Soundmotor ordentlich Umdrehungen hat; letzlich bleibt aber nicht viel mehr, womit man am Ende wirklich arbeiten kann.

Presets sind genial. Presets sind ein gutes Mittel gegen die Kreativblockade. Vielen legendären Synth-Solo-Sounds dürfte ein Preset vorangegangen sein. Aber als alleiniges Mittel zur Beurteilung einer Software oder einer Hardware reichen sie eben nicht.

 

 


Was ist eure Meinung zu dem Thema? Schreibt uns gerne in die Kommentare und diskutiert mit uns!

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Hallo Keyboards,

    ich arbeite sehr gerne mit den Presets auf meinem Montage von Yamaha. Erstens lassen sie sich wunderbar an die eigenen Bedürfnisse anpassen, abspeichern, variieren. Der Vorteil liegt vor allem darin, nicht jede einzelne Welle konstruieren zu müssen, sondern ich kann aus dem Pool genau das herausfinden, was meinen Vorstellungen am nächsten kommt und bis zur Perfektion anpassen.
    Ja, die Suche nervt, die Verschachtelung bis in die dritte und vierte Ebene kann einen schon nahe an den Wahnsinn treiben. Aber dann sind da auch die Ergebnisse.
    Natürlich kommt es auch auf die Qualität der Presets an – und den Preis.

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