Heureka!

Der Zufall beim Komponieren

Man mag sich (professionelles) Songwriting so vorstellen: ein hochbegabter Komponist oder eine hochbegabte Komponistin sitzt vor einem Blatt Notenpapier und schafft aus dem riesigen Fundus an Talent und Know-How einen neuen Song. Doch wie viel Anteil hat daran eigentlich der Zufall?

In Zeiten von DAWs und Plugins, bei denen im Prinzip alles möglich ist, stellen sich Musikerinnen und Musiker vielleicht vor, dass nichts dem Zufall überlassen ist. Man dreht und schraubt eben so lange, bis man den E-Piano Sound hat, den man sich die ganze Zeit schon vorgestellt hat. Ein krummer Beat wird quantisiert und hat das Sample nicht genug Weite wendet man eben einen Reverb darauf an.

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Doch eigentlich ist alles ganz anders. Oder zumindest das meiste: Melodien entstehen aus Zufall (vielleicht wurde die falsche Taste auf der Klaviatur gespielt?), das Plugin hat eine Randomize-Funktion und auch die Frage, wie Rhythmus, Klang und eben das gesamte Arrangement zusammenspielen kann ein Produkt des Zufalls sein.

Gerade wenn man an einem neuen Song sitzt, kann der Zufall also helfen:

– Bei der Wahl der Sounds
– Beim Programmieren eines Rhythmus
– Bei der Automation, Filterverläufen oder Wahl von Effekten
– und schließlich bei Melodien selbst

 

 

Es muss also gar nicht schlecht sein, wenn man beim Songwriting einfach einmal dem Zufall überlässt, wie es weiter geht. Im Gegenteil: die eigene (eingespielte) Vorgehensweise wird unterbrochen und das kann letztendlich nicht schlecht sein.

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