Überfrachtete Komposition?

Black MIDI: Bis man keine Einzelnoten mehr erkennt

Wer wahllos auf seinem MIDI-Keyboard herumklimpert und sich anschließend die Notation der Aufnahme ansieht, dem kommen Notenzeilen voller Notenwerten bekannt vor. Black MIDI verfolgt einen ganz anderen Ansatz – und komponiert mit System.

Bei Black MIDI werden so viele Noten mit dem Computer generiert, dass anschließend große Teile des Notenblattes nur noch als schwarze Stellen zu erkennen sind. (Bild: By IanTrobsky (Own work) [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons)

 

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Zuletzt berichteten wir an dieser Stelle von dem Komponisten Conlon Nancarrow, der als einer der Pioniere der ungewöhnlichen Komposition angesehen werden kann – neben Stücken für das selbstspielende Klavier komponierte Nancarrow auch solche, die dem Black MIDI zugeordnet werden können.

Dieser Gattung werden Kreationen zugeordnet, die aus so vielen Einzelnoten bestehen, dass das Notenblatt anschließend aus vielen schwarze Stellen besteht. Anders als bei herkömmlichen Kompositionen geht es dabei nicht mehr um Stücke, die von einem tatsächlichen Pianisten gespielt werden sollen, sondern um Stücke und Melodien die für eine digitale Interpretation bestimmt ist. Dabei werden häufig ungewöhnliche Rhythmen und komplexe Harmonien umgesetzt.

Und weil auch hierbei Conlon Nancarrow als einer der bedeutendsten Vertreter genannt werden kann, ist von ihm im folgenden Video auch wieder einiges zu hören:

 

 

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