More Keys, Please

A Perfect Circle, Eat The Elefant und der neue Piano-Sound

(Bild: Dirk Heilmann)

Von der alternativen Gitarren-Band zum Synthi-Sound? Also gut, die Gitarre haben sie noch lange nicht in die Ecke gestellt. Aber dennoch haben A Perfect Circle eine unkonventionelle Wandlung hinter sich gebracht. A Perfect Circle? Eigentlich eher Billy Howerdel, den Kopf des Quintetts. Woher der Sinneswandel, ein paar mehr Tasten zu nutzen? Wir haben nachgefragt.

Ups, hat sich da ein Artikel von GITARRE &BASS hierher verirrt? Dass bei KEYBOARDS mal ein Artikel zu A Perfect Circle kommt, hätte bis vor einem Jahr vermutlich auch niemand gedacht, oder? Ende der 90er − als die Band entstand − waren Keyboarder in der alternativen Rockszene eher uncool (wenngleich sie doch immer wieder in der zweiten Reihe zu erspähen waren). So war es auch bei dieser Band, die − das muss man betonen − nicht ganz den typischen Mainstream verfolgten und häufiger musikalisch etwas ausprobierten, was andere sich kaum getraut hätten. Will heißen: Klaviere waren ihnen schon damals keine ganz unbekannte Spezies. Aber primär war es doch die Gitarre, die den Perfect-Circle-Sound definiert hat.

Anzeige

Nichtsdestotrotz klingt ihr viertes und aktuelles Album Eat the Elefant eine ganze Ecke anders als die drei vorherigen, die übrigens allesamt über ein Jahrzehnt älter sind. Der erste Ton des ersten Liedes ist zwar ein A-Perfect-Cirlce-typischer, tiefer, düsterer Klang, jedoch nicht etwa eine Gitarre oder ein Bass, sondern ein Klavier. Sogar vor einem waschechten Synthi, der aus den 80ern zu kommen scheint, haben sie nicht gescheut. Das wirkt für Fans tatsächlich erst mal etwas, hmm … überraschend. Aber im Kontext macht das durchaus Sinn.

Auf dem neuen Album sind wesentlich mehr Synthis und Klaviere zu hören. Was steckt dahinter, wessen Idee war das?

Tatsächlich hatte ich Lust, die Gitarre mal etwas stehen zu lassen und mich stattdessen mit Keys zu befassen. Ich bin kein besonders guter Klavierspieler, aber ich habe inzwischen einiges dazugelernt. Für mich war es gut, mich mal aus meinen Gewohnheiten zu lösen, mich mal etwas durchs Dunkle zu tappen und dort meinen Weg zu suchen. Da kommt man wieder auf neue Ideen.

“MIR IST ES WICHTIGER, DASS MAN MIT EINER EMOTIONALEN WUCHT GETROFFEN WIRD ALS VON EINER AKUSTISCHEN.”

Das komplette Interview findest du in der Keyboards-Ausgabe 04/2018. Hier versandkostenfrei bestellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: