Produkt: Keyboards 02/2019
Keyboards 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original
Der Klangriese

Vintage Park: Moog Memorymoog – Analoger Synthesizer (*1982)

Memorymoog

Der Memorymoog ist eine polyfone Synth-Legende und gilt als Soundmonster, aber er markiert auch das letzte Aufbäumen der Traditionsfirma vor der Pleite in den 80er- Jahren. Mit dem Moog One hat er kürzlich einen würdigen Nachfolger gefunden.

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Anfang der 80er-Jahre waren die Synthesizer-Kriege um den besten polyfonen programmierbaren Synth in vollem Gange. Sequential Circuits hatte 1977 mit dem damals fast konkurrenzlosen Prophet-5 gut vorgelegt und die Mitbewerber in argen Zugzwang gebracht. Oberheim konterte mit dem klangstarken OB-X und dessen Nachfolgern, und die japanischen Firmen hatten mit Yamahas CS-Serie und Rolands Jupiter-8 ebenfalls heiße Eisen im Feuer. Der Druck bei der Traditions-Firma Moog mit einem konkurrenzfähigen Synth-Boliden gegenzuhalten, wurde immer größer. Die Moog-Fans fantasierten natürlich schon lange von einem polyfonen Minimoog, nur, wann würde der kommen?

Ok, wird jetzt mancher einwenden, Moog hatte doch den Polymoog am Start, der schon 1976 vorgestellt wurde, also gab es doch ein entsprechendes Produkt … In der Tat ist der Polymoog ein polyfones Instrument und wurde auf vielen Produktionen eingesetzt, aber er war nicht programmierbar und wies auch klangliche Limitationen auf, da er mit einer Frequenzteilerschaltung arbeitet (wie Orgeln oder Stringmachines). Seine Produktion wurde 1980 eingestellt.

Es war höchste Zeit, dass Moog nun seinem Ruf gerecht wurde und einen eigenen »echten« Poly-Synth präsentierte. In der Firma stand in den frühen 80er-Jahren sowieso nicht alles zum Besten; Moog-Gründer Robert Moog hatte die Firma bereits 1977 verlassen. Zu spät? 1982 war es nach einer vierjährigen Entwicklungs-Phase endlich soweit: Der Memorymoog wurde vorgestellt und konnte von betuchten Musikern für ca. 4.800 Dollar erworben werden. Moogs ganze Hoffnungen ruhten auf dem neuen Schlachtschiff. Der Synth wurde von vielen namhaften Musikern wegen seines großartigen Sounds geschätzt; er ist u. a. auf Produktionen von Leuten wie 808 State, Duran Duran, George Duke, The Orb, The Crystal Method, Air, Jean-Michel Jarre, Freddy Fresh, Jan Hammer, Bon Jovi, INXS, Moog Cookbook oder Rick Wakeman zu hören.

Den kompletten Artikel findet ihr in der Keyboards-Ausgabe 1 2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Die Oszillatorsektion des Memorymoog
Als Spielhilfen kommen natürlich die Moog-typischen Handräder für Modulation und Pitch zum Einsatz.
Rückseitig findet man die Audioausgänge (XLR und Klinke), CV-, Voltage- − und Switch-Trigger-Ausgänge, zwei Fußpedal-Anschlüsse, Fußschalter-Buchsen (für Release, Hold, Programm-Anwahl und Glide) sowie ein Kassetteninterface zum Speichern der Programme.
Die Hüllkurven des Memorymoog arbeiten mit CEM3310-Chips.
Ein neuer VCA von Lintronics für den Memorymoog
Das LAMM-Update stattet den Synth mit einem neuen Netzteil aus.
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