Produkt: Keyboards Digital 02/2019
Keyboards Digital 02/2019
DIGITAL SUMMER+++DON AIREY: An den Tasten von Deep Purple+++GEWA MUSIC: Ein Blick in die Produktion+++SAMPLING VS. PHYSICAL MODELING: Die Unterschiede zwischen Konserve und Original
Miniatur-Synthesizer

Upgrade: microKorg XL+ im Test

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Der microKorg XL+ von Korg soll sich sein Pluszeichen durch sein farblich verändertes Design und die neue, attraktive Soundpalette redlich verdient. Wir schauen uns das Gerät aus dem Hause Korg einmal genauer an und verraten, ob das Plus hinter dem “microKorg” einen Umstieg wert ist!

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Korg Synthesizer, deren Modellnamen das Wort „Micro“ enthalten, gibt es schon seit dem Micro-Preset von 1978. Der erste microKorg gehört zu den erfolgreichsten Analog-Modelling- Geräten überhaupt und ist eine Art VW Käfer unter den modernen Synthesizern. Sein Nachfolger microKorg XL aber stand immer ein wenig im Schatten des erfolgreichen Vorgängers, obwohl er mit erweiterter Funktionalität und einer leistungsstärkeren Sound-Engine punkten konnte, die neben Analog-Synth-Sounds auch E-Piano- und Orgel-Sounds ermöglicht. Auch der Vocoder und die Mini-Tastatur wurden optimiert. Deshalb haben sich die Japaner entschlossen, eine überarbeitete Version auf den Markt zu bringen, die auf den Namen „XL+“ hört.

Die Korg-Designer wissen, dass nicht nur innere Werte zählen, und so wurde dem XL+ ein leicht modifiziertes Outfit verpasst. Statt der silbernen Bedienoberfläche hat man ihm ein matt- schwarzes Panel spendiert, das sachlich, aber edel aussieht. Der GENRE-Auswahl-Knopf (wie alle Bedienelemente in schickem Retro-Style gehalten) bietet jetzt eine neue Auswahl von Musikrichtungen – der XL+ ist vermutlich der erste Hardwaresynth, bei dem „Dubstep“ auf dem Panel aufgedruckt ist.

Sounds:
Die Plus-Version des microKorg XL wurde mit vielen neuen, attraktiven Sounds ausgestattet. Unter den 128 Presets sind jetzt noch mehr Retro-Klänge, aber auch aktuelle Musikrichtungen wurden berücksichtigt. Die Vintage-Soundpalette wurde um klassische, Mellotron-artige Klänge ergänzt, und den Orgelpark hat man u. a. mit einem schönen Vox Continental-Patch und dem legendären Orgel-Sound des Korg-Klassikers M1 ergänzt, den man von unzähligen House-Produktionen her kennt. Weitere Plus- punkte verdient sich das Gerät durch die Implementation eines Stagepiano- Sounds
und eines E-Pianos vom Korg-Digitalpiano SG Pro X, die sich im Rock- oder Pop-Kontext sehr gut einsetzen lassen.
Ein Highlight sind auch die Dubstep-Presets, die mit dynamischen Bass- und Effekt-Sounds zeigen, was man alles aus der MMT-Analog-Modelling-Klangerzeugung (die u. a. auch im Korg R3 ihren Dienst tut) herausholen kann.
Darüber hinaus stehen auf der Korg-Website noch zwei Soundbänke mit zusätzlichem Material bereit, die mithilfe des Editors geladen werden können.


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  • Groovesampler in der Praxis
  • Die Mellotron-Story
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Fazit
Die kleinen Veränderungen des XL+ sind kein Quantensprung, machen das Gerät aber deutlich attraktiver und erhöhen den Spaßfaktor, ohne dass der Preis gestiegen wäre. Die Klänge sind nicht nur für den Showroom gemacht, sie lassen sich auch gut in modernen Produktionen oder auf der Bühne einsetzen. Das schwarze Outfit steht dem XL+ ebenfalls gut.

Konzept: Analog Modelling Synthesizer
Hersteller / Vertrieb: Korg Inc. / Korg
Internet: www.korg.de
UvP / Straßenpreis:
€ 535 / ca. € 425

 

 

Produkt: Keyboards Digital 04/2019
Keyboards Digital 04/2019
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