Quintenzirkel to Go

Test: Ultimate Circle of Fifths (iPhone/iPad)

Musiktheorie muss trocken sein und bedeutet eine Menge Langeweile? Von wegen – mit der App Ultimate Circle of Fifths gelingt Entwickler Christian Hengst der Spagat zwischen einfacher Bedienoberfläche und musikalischer Ernsthaftigkeit.

Darum geht es

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Bei Ultimate Circle of Fifths steht alles im Zeichen von Akkorden und deren Kombination. Damit ist die App sowohl für eher theoretisch arbeitende Musiker als auch für Songwriter oder Produzenten geeignet, die wenig von Quinten und Terzen verstehen. Mit dem interaktiven Tutorial finden dabei sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Nutzer schnell, wonach sie suchen.

Die Hauptoberfläche der App im Progression Mode.

In Aktion

Gerade wenn man als Songwriter zu lange in der eigenen Suppe schwimmt, kennt man das Problem: Irgendwie klingt alles gleich, und die zündende Kombination an Riffs ist auch schon eine Weile her. Herumprobieren und Improvisieren heißt die Lösung – gerade wenn man wenig mit Musiktheorie am Hut hat.

Die App kann euch in solch einem Moment möglicherweise einige Impulse geben: Nach dem Start seht ihr vor euch den namensgebenden Circle of Fifths (oder zu deutsch den Quintenzirkel). Dort sind verschieden angeordnete Akkorde einer bestimmten Harmonie zu sehen, die ihr im Menü auch verändern könnt.

Hieraus lässt sich jetzt eine Reihe von Drei- oder Mehrklängen wählen, wobei euch auch immer noch weitere angezeigt werden, die zu eurer Auswahl passen könnten. Dabei werden euch auf Wunsch die Tasten auf einer Klaviatur angezeigt, die ihr für den jeweiligen Akkord spielen müsst. Ihr könnt eurer Akkord-Wahl zudem weitere Töne hinzufügen, sodass aus einem Drei- auch zum Beispiel ein Vier- oder Fünfklang werden kann.

 

Wie ihr eure Akkorde auf einer Klaviatur spielt, könnt ihr euch optional anzeigen lassen.
Euren gewählten Akkorden können über das Menü noch weitere Töne hinzugefügt werden. So wird aus einem Drei- zum Beispiel ein Vierklang.

 

Im Anschluss könnt ihr euch eure Kreation anhören und (mit oder ohne Metronom) zum Beispiel zu den gewählten Akkorden improvisieren. Das geht wahlweise vier oder acht Takte lang, bevor sich euer Arrangement wiederholt. Die Anzahl der Wiederholungen pro Akkordkombination aus vier Dreiklängen könnt ihr dabei ebenfalls wählen. Ein weiterer Modus – der Scale Mode – schlüsselt eure Skalen in Tonleitern auf, die euch so in Notations-Form angezeigt werden.

Das Tempo könnt ihr entweder über einen Drehregler oder per Tap-Funktion einstellen.

Ergänzt wird das Repertoire der App noch durch weitere Einstellungsmöglichkeiten und theoretischen Input, der euch die Zusammensetzung eines Akkords erklärt.

Im Menü könnt ihr verschiedene Einstellungen vornehmen, während ...
... euch in einem anderen Menü die Zusammensetzung und Anzeige der Akkorde erläutert wird.

Ultimate Circle of Fifths ist in weiten Teilen sehr intuitiv bedienbar – allerdings war die Perfomance auf einem getesteten iPhone 5s nicht ganz so stark wie auf einem neueren Apple-Gerät. Das fällt bei dem Anwendungszweck aber nicht wirklich ins Gewicht und war deshalb kaum störend. Das klare und eher dunkle Design ist in unübersichtlicheren oder lichtarmen Situationen gut ables- und bedienbar.

 

Fazit

Mit der App Ultimate Circle of Fifths haben Musiker, Songwriter und Produzenten ein nützliches Tool in der Hand, mit dem sie sich beim Komponieren oder beim Üben auch musiktheoretisch mithilfe eines Quintenzirkels unter die Arme greifen lassen können. Zwar hätten wir uns eine Funktion gewünscht, um unsere Akkord-Kombination für später speichern zu können – es gibt allerdings die Möglichkeit, diese per MIDI zu exportieren. Damit ist die App eine im wahrsten Sinne des Wortes runde Sache.

> Zur Website des Herstellers

 


App-Info:

Ultimate Circle of Fifths | Von Christian Hengst | Für iPhone & iPad | 23,8 MB | 3,49€ | Version 1.1.1 | Stand: 29. März 2018


Anmerkung: Der Test wurde um einige Aspekte zur Version 1.1.1. später ergänzt.

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