Der Skalenprofi?

Test: Transponierungstool AutoTonic (Windows/Mac)

Jeder Entertainer kennt die nützliche Funktion an seinem Keyboard: mit der Linken Hand werden Akkorde gespielt, die der Rechten dann einen gewissen möglichen Tonumfang vorgeben. So vermeidet man schiefe Töne und kann sich voll und ganz auf’s Grooven konzentrieren. Mit „AutoTonic“ will ein Programm genau das jetzt auch für jedes MIDI-Gerät möglich machen, das ihr an euren Windows- oder Macrechner anschließt. Wir haben das Helferlein für euch getestet!

Im Prinzip handelt es sich bei AutoTonic um ein Programm, dass eure MIDI-Eingaben am Rechner latenzfrei und individuell anhand von Skalen transponiert.

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Los geht’s
Die Installation von AutoTonic ist knapp 40MB groß und beinhaltet je eine Installationsdatei für eines der beiden unterstützten Betriebssysteme Windows oder MacOS. Vor dem Start müsst ihr euch noch mit eurer Email-Adresse verifizieren, die ihr beim Kauf der Software angegeben habt – fertig!

Das Programm taucht nach der anschließend als eigenständiges Programm auf eurem Rechner auf. Ihr könnt es allerdings nicht etwa als Plugin aus eurer DAW heraus starten. Dafür wählt ihr dort AutoTonic als eigenständigen MIDI-Input, was komplexere Routings möglich macht.

 

autotonic

 

Und Action!
Die meisten Funktionen von AutoTonic erschließen sich intuitiv: der untere Teil der Oberfläche ist sozusagen für die Input-Area reserviert. Hier werden euch auch die Eingaben eures MIDI-Geräts und die Belegung der jeweiligen Skalen gezeigt. Der Clou ist nämlich: auf den schwarzen Tasten wählt ihr zwischen den Harmonien und deren Grundton. Auf den weißen Tasten werden dann Melodien oder Akkorde gespielt. Der Effekt: ein Druck etwa auf ein gis verwandelt das Spiel eurer weißen Tasten in eine A#-Harmonie. Die komplette Transponierungsfunktion könnt ihr per Druck auf eine beliebig wählbare, schwarze Taste ein- und ausschalten und somit auch wieder die schwarzen Tasten ganz normal verwenden.

 

 

Ein bisschen hat das ganze Konzept also etwas von einer Tonhöhenkorrektur von Audiomaterial. Für jede schwarze Taste habt ihr so die Möglichkeit, eine eigene Skala festzulegen, die per Tastendruck angewandt werden soll. Außerdem wählt ihr, welcher Input (also etwa ein C) zu welchem Output (etwa dem dritten oder vierten Ton auf der Harmonie) führt.

Ab Werk sind neben den bekannteren auch ausgefuchstere Harmonien mit dabei. Die gesamte Datenbank (mit euren eigenen Kreationen) lässt sich im- und exportieren. Als kleines Goodie gibt es noch etwas Musiktheorie, da jede der Preset-Skalen noch ausführlich beschrieben sind – gute Idee!

Der obere Teil informiert euch über den aktuellen Output von AutoTonic. Das ist übersichtlich, könnte aber noch mehr an eigene Bedürfnisse (Größe oder Farbe der Tasten) anpassbar sein.

 


Fazit

AutoTonic ist ein Transponierungstool für Rechner-Entertainer, Komponisten und Livemusiker, dass aus eurem MIDI-Controller einen kleinen Skalenprofi macht. Das geschieht dabei latenzfrei und relativ intuitiv – auch wenn es manchmal unübersichtlich werden kann. Der Wegfall der schwarzen Tasten könnte Live auch manchmal für Verwirrung sorgen, lässt sich mit Blick auf den oberen Teil von AutoTonic aber vermeiden. Insgesamt wären mehr Möglichkeiten zur Anpassung der Oberfläche für zukünftige Updates wünschenswert. Zuletzt der Preis: AutoTonic kostet 179,- Dollar (ca. 155,- Euro).

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