Analog Revival

Roland – Zum Jupiter!

Kein Instrument hat die Musik der letzten Jahrzehnte so maßgeblich beeinflusst wie der Synthesizer. Diese Entwicklung hat eine unglaubliche Vielfalt an Instrumenten hervorgebracht. Doch nach all den digitalen Wundern der letzten Jahre steigt das Interesse für echte analoge Synthesizer. Die Keyboards 2015/01 widmet sich voll und ganz dem Analog-Revival!

 

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Roland Jupiter 4

Roland Jupiter 4

Die erste Hälfte der 80er-Jahre waren ein Eldorado für tolle Popsongs. Vor allem im Synthpop-Bereich wurde die Blaupause für die elektronische Popmusik der nächsten 30 Jahre entwickelt. Viele wegweisende Acts wie z. B. Human League oder Heaven 17 benutzten für ihre Produktionen eine charakterstarke Synthesizer-Legende, den
Jupiter-4.

>> Software Synthesizer Workshop – How to Synth: Axel F – Beverly Hills Cop <<

Roland SH-5


Der SH-5

stammt wie das kleinere Modell SH-3 aus dem Jahre 1976 und war die japanische alternative zum Odyssey oder Minimoog. Zwar kam der Synthesizer klanglich zweifelsohne nicht an die Vorbilder heran, jedoch war es mit 3100 DM fast 1000 Mark preiswerter und bot außerdem eine Reihe von Features, über die die amerikanischen Konkurrenzmodelle nicht verfügten.

 

Roland System 100m

Roland System 100m

Das System 100M war der direkte Nachfolger des System 100 und stellte das erste Modulsystem dar, das auch für Musiker mit dünnerer Brieftasche erschwinglich war. Allerdings ist hier erschwinglich immer noch äußerst relative, denn drei Module inklusive Netzteil, Gehäuse und einfacher – sprich monophoner – Tastatur kosteten seinerzeit etwa 3000 DM. Betrachtet man Ausstattung und Möglichkeiten des 100M-Systems genauer, so wird deutlich, dass es sich hierbei um weniger um eine erweiterte Version des älteren System 100 als vielmehr um eine abgespeckte und miniaturisierte Ausgabe von Rolands großem Studio-Modulsynthesizer, dem System 700 handelt. Beide unterschieden sich in Bezug auf ihr Grundkonzept doch recht erheblich von den modularen Systemen aus dem Hause Moog.

 

Roland Jupiter-8

Roland Jupiter 8

Der Roland Jupiter-8 repräsentierte zum Zeitpunkt seiner Markteinführung im Herbst 1981 zusammen mit den ebenfalls polyphon spielbaren und programmierbaren Synthesizer OB-Xa von Oberheim, dem Sequential Prophet-5 und dem Memorymoog den „State of the Art“ in Sachen Synthesizertechnik. Seine Besonderheiten: Ein fetter analoger Sound, der integrierte Arpeggiator sowie die Möglichkeit, zwei verschiedene Sounds als Split- oder Layer-Kombination zu spielen. Außerdem konnte man mit dem Play-Mode “Unison” alle 16 Oszillatoren gleichschalten und monofon als brachial fetten Sound spielen. Mit Oszillator-Sync, Cross-Modulation, 12/24-dB-Lowpass und zusätzlichem Highpass-Filter war der Jupiter-8 überhaupt wegen seiner großen Klangvielfalt äußerst beliebt.

 

Roland Jupiter-6

Roland Jupiter 6

Der Roland Jupiter-6 erschien 1983 als abgespeckte Version des Jupiter 8. Das Instrument mit der nicht gewichteten, nicht anschlagsdynamischen 5-Oktaven-Tastatur erinnert mit Bezug auf seine Stimmenarchitektur sehr stark an seinen „großen Bruder“, unterscheidet sich jedoch in drei wesentlichen Punkten von ihm: Er ist sechsstimmig, kostete mit 6400 DM etwa nur die Hälfte und ist serienmäßig mit dem damals noch völlig neuen MIDI-Interface ausgestattet. Außerdem ermöglichen es die Oszillatoren, die Wellenformen gleichzeitig zu aktivieren, während beim großen Bruder Jupiter-8 nur jeweils eine Wellenform möglich ist. Daher ist der Jupiter-6 klanglich noch einmal flexibler.

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