Googles Instrument:

Neuronaler Synthesizer: Googles NSynth Super

Wenn ein neuer Hersteller im Bereich Synthesizer und elektronischer Musikinstrumente ein neues Gerät präsentiert, geht es meist um viele neue Ideen von eher weniger bekannten Tüftlern. Mit einem Giganten wie Google hatte im Hardware-Bereich aber wohl kaum einer gerechnet.

Der Digital-Konzern Google stellt den Prototyp eines Hardware-Synthesizers vor – nach DAW-Experimenten mit dem Browser Chrome oder dem kürzlich auf unserem Blog vorgestellten Song Maker (ein Sequenzer im Browser) steht also nun Musik zum Anfassen auf dem Programm. Wobei … nicht ganz!

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Denn bei NSynth Super handelt es sich zwar um einen Synthie in waschechtem Gehäuse, doch in dem im Prototyp-Status befindlichen Instrument steckt ein neuronaler Synthesizer. Dabei wird der Sound mithilfe eines neuronalen Netzwerkes erstellt, also von künstlicher Intelligenz berechnet.

 

 

Hinter dem NSynth Super steckt die Google-Abteilung Magenta, die sich eben mit genau diesem Thema beschäftigt. Dabei wird zunächst der Sound einer Klangquelle analysiert, und auf Basis der gewonnenen Daten werden neue Sounds erstellt. So können auch verschiedene Klangquellen kombiniert werden. Laut Google-Website wurden in einem Experiment so lediglich 16 Klangquellen vom Netzwerk untersucht und dabei über 100.000 neue Sounds kreiert. Das klingt ziemlich abgefahren.

Interagieren kann man mit der zugrundeliegenden Software über einen Touchscreen und verschiedene Potentiometer, es sollen aber auch Eingaben via MIDI möglich sein.

 

 

Zu kaufen wird es das Gerät wohl (erst einmal) nicht geben. Für alle Interessierten und DIY-Experten gibt es aber alle Informationen zum Bau des Geräts und zur Software auf der Code-Sharing Plattform Github. Es bleibt also abzuwarten, wann die ersten NSynths in freier Wildbahn gesichtet werden.

 

> Zur Website des NSynth Super


 

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