Black is beautiful

Native Instruments Noire – Software-Instrument im Test

In der immer unübersichtlicher werdenden Masse gesampelter Flügel braucht es mittlerweile gewichtige Alleinstellungsmerkmale, um die Daseinsberechtigung eines neuen Instruments zu legitimieren. Die Tastenspezialisten von Galaxy Instruments haben für Native Instruments in dieser Hinsicht einen außergewöhnlichen Ansatz verfolgt: Außer dem Instrument eines bekannten Künstlers präsentieren sie auch Tools, um dessen unverwechselbaren Stil abbilden zu können. Und das exklusiv bei Nils Frahm − wenn das kein cooles Alleinstellungsmerkmal ist …

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In unserem Sound&Recording-Podcast erzählt Sounddesigner und Entwickler von Software-Instrumenten, wie Native Instruments NOIRE entstand!

Eigentlich muss man ihn nicht vorstellen, aber für alle, die in den letzten Jahren im Koma lagen oder hinter einem Stein gelebt haben, sei Nils Frahm grob als Komponist und Pianist umrissen, der dem Instrument Klavier mit einem eigenen, modernen Ansatz begegnet. In seinen Stücken drückt sich das neben der Integration von allerlei Elektronik und Synths hauptsächlich durch einen sehr organischen, intimen, Noise-lastigen und fragilen Pianosound mit oftmals repetitiver, minimaler Spielweise aus. Gerade die Tatsache, dass sich Frahm auch mit elektronischen Instrumenten bestens auszudrücken weiß und für seine Liveacts geschätzt wird, ist meiner Meinung nach stilprägend für seinen besonderen Umgang mit dem Klaviersound: Es rauscht und knarzt, übermäßige Kompressor-Einstellungen verwandeln leise Töne zu sanften Riesen, machen Mechaniken und Resonanzen unüberhörbar, wobei tiefe Lagen mittels Subbass mit einer Extraportion Mächtigkeit versehen werden, während Effektketten alles zu einem Soundteppich verweben.

Das Konzept von Noire trägt allem Rechnung, was nötig ist, um diesem Sound so nahe wie möglich zu kommen. Hierfür wurde einerseits Nils Frahms Flügel in dessen Studio gesampelt, andererseits wurden beim Sampling eine Menge Besonderheiten berücksichtigt, um später im virtuellen Instrument Soundprägende Parameter im Zugriff haben zu können. Zu guter Letzt gibt es auch eine Sampling-Variante, die mit Filz zwischen den Saiten und Hämmern präpariert ist, um einen noch fragileren, weicheren Klang zu erzeugen, so ähnlich wie Frahm es selbst bei seinem Album Felt gemacht hatte.

Den kompletten Testbericht findest du in der Keyboards-Ausgabe 2/2019. Hier versandkostenfrei bestellen. 

Mehr Zur Produktion von Noire erfährst du auch in unserem Podcast mit dem Noire-Produzenten Stephan Lembke.

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