Via Bluetooth

Korg Konnect – Mobiles Stereo PA System im Test

(Bild: Dieter Stork)

Korg ist gerade unter den Tastenbegeisterten derzeit vor allem für solide Tasteninstrumente bekannt. Mit der Korg Konnect bietet der Hersteller nun auch eine extrem mobile PA, die nach einer ersten Bemusterung fast etwas schlicht daherkommt, aber doch einige versteckte Reserven aufweist.

Schaut man sich die Korg Konnect an, gibt sie nur wenig Auskunft darüber, was tatsächlich in ihr steckt. Die reinen Äußerlichkeiten sind schnell gecheckt: zwei Kanäle für Mikrofon oder Instrument, ein dritter für den Anschluss eines Handys oder Ähnliches zum Abspielen von Musik (wahlweise über Kabel oder Bluetooth), dazu eine Klangregelung, die unkonventionell in Presets aufgeteilt ist, ein Hall und ein Master. Alles in einer Kiste mit 180W starkem Verstärker, mit Bass-Woofer in der Mitte und daneben jeweils einem Hochtöner. Das Ganze wird in Stereo betrieben und ist schlappe 5,3 kg leicht. Klingt nach einem stimmigen Konzept für Alleinunterhalter mit Keyboard oder auch Gitarre, Gesang und wenn nötig einer Playback-Spur oder Ähnlichem.

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Nach dem Anschließen werden viele vielleicht das integrierte Mischpult misstrauisch beäugen, das mit den Einstellungen etwas spartanisch ausgestattet zu sein scheint, allerdings täuscht hier die Box etwas über ihre eigentlichen Fähigkeiten hinweg. Denn hinter dem Bluetooth-Knopf verbirgt sich nicht nur die Möglichkeit, Musik oder eine Playback-Spur abspielen zu können − vielmehr liegt hier das Eintrittsportal zu einem virtuellen Mischpult, das via kostenloser App heruntergeladen werden kann und über das die Lautstärke der Kanäle und die Klangregelung gesteuert wird.

Ähnlich wie hardwareseitig kann man hier verschiedene Presets auswählen, allerdings nicht nur vier, sondern gleich zwölf, plus vier für verschiedene Musik-Genres. Bereits die Presets funktionieren erstaunlich gut. Wem das allerdings noch nicht reicht, kann hier sogar einen 3-Band-EQ bemühen. Ähnlich funktioniert hier die Einstellung des Reverbs − an der Box nur rudimentär, über die App quasi stufenlos. Weiter bietet die App einen Kompressor, Chorus und Delay an. So schnell dürfte man da nichts vermissen. Einzig die zuschaltbare Feedbackunterdrückung hat sich als wenig wirkungsvoll in unserem Praxistest herausgestellt: Das Fiepen blieb gleich, und ich konnte keinen Unterschied wahrnehmen.

Um die App auch flüssig zu bedienen, empfiehlt sich hier allerdings ein Tablet oder zumindest ein größeres Handy, da die Bedienung auf kleineren Screens sonst mit der Vielzahl an Parametern etwas fummelig wird.

Klanglich muss man die Korg Konnect hinsichtlich ihrer Größe und ihres Gewichts bewerten, und weitestgehend bietet sie ein relativ ausgewogenes Klangbild. Für ihre Gewichtsklasse liefert die Konnect einen grundsoliden Sound.

Fazit

Die klaren Vorteile der Korg Konnect liegen in ihrer Flexibilität durch die kompakten Maße, dem geringen Gewicht und dem integrierten virtuellen Mixer − sofern man ein mobiles iOS- oder Android-Endgerät zur Verfügung hat. Falls dem nicht so ist, wird die Korg Konnect auch als »Stand-alone-PA« für Straßenmusiker oder kleinere Unplugged-Garten-Gigs ihren Dienst erfüllen. Dafür ist sie genau die richtige Lösung.

Straßenpreis: ca. 500,− Euro

www.korg.com/de/

Unsere Meinung:

+ integrierter Mixer, u. a. mit FX, Kompressor
+ durchdachtes Bedienkonzept
+ praxisgerechte EQ-Presets
+ kräftige 180W im kompakten Format
+ ausgewogener Klang
– Feedbackunterdrückung könnte besser greifen

Auf der Namm 2018 wurde die Korg Konnect bereits vorgestellt. Hier das Präsentationsvideo

(Bild: Dieter Stork)

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