MOTU MicroBook II im Test

MOTU MicroBook II – USB-Audiointerface

Klasse Sound und hohe Funktionalität auf kleinstem Raum – das wünscht man sich für Live und unterwegs. Das Audiointerface MicroBook II von MOTU kommt da sehr gelegen.

MOTU MicroBook II – USB-Audiointerface

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Mit seinen Abmessungen in Taschenbuchgröße macht das MOTU MicroBook II seinem Namen alle Ehre – gerade mal 140 × 91 × 33 mm misst dieses USB-Audiointerface. Trotzdem ist (fast) alles an Bord: Mikrofoneingang und Instrumenteneingang (jeweils in mono), ein Stereo-Line Eingang (symmetrisch), zwei Stereo-Line-Ausgangspaare (die sich im Vergleich zum Vorgängermodell separat adressieren lassen), ein Kopfhörerausgang und ein coaxialer S/PDIF- Digitalausgang, der den Main-Out spiegelt. Was fehlt, sind MIDI-Buchsen. Für diesen Fall bietet MOTU aber separate MIDI-Interfaces in verschiedensten Ausbaustufen an.

Mit dem Rechner kommuniziert das MicroBook II per USB 2.0. Treiber gibt’s für Mac OS X und Windows (Vista oder Win 7, 32 und 64 Bit). Besitzer älterer Rechner wird freuen, dass die Systemanforderungen recht niedrig sind: Eine CPU mit 1 GHz und 512 MB RAM reichen bereits aus. Auf Mac-Seite werden sogar die ollen Power PC-Prozessoren ab G4 noch unterstützt. Die Installation verlief auf den Mac- und Windows-Testsystemen problemlos. Als Softwarezugabe gibt’s MOTU AudioDeck 3.2, einen einfachen Audiosequenzer, der für Demos allemal ausreicht. Windows-Anwender gehen leer aus, denn AudioDeck ist Mac-only.

MOTU MicroBook II – USB-Audiointerface - Rückansicht

Trotz kleiner Abmessungen viele Anschlüsse

Während die ältere Version des MicroBook ganz ohne Hardware-Bedienelemente auskommen musste, verfügt das neue MicroBook II über zwei flache Endlos-Dreh-Encoder für den Mikrofon-Eingangspegel sowie den Ausgangspegel von Main- und Kopfhörerausgang – die Umschaltung erfolgt durch Drücken des Reglers. Auch der erste Dreh-Encoder für den Mikrofoneingang hat einen Drucktaster, der ein Pad aktiviert bzw. bei längerem Drücken die Phantomspeisung. Letztere ist mit exakt 48 Volt und maximal 9 mA sogar (fast) 100 % P48-spezifikationskonform – eine Seltenheit bei USB-Audiointerfaces mit Bus-Powering.

Internes Processing

Zu den Besonderheiten der MOTU-Interfaces gehört die Ausstattung mit Signalprozessoren, die nicht nur für das interne Routing zuständig sind, sondern sogar Effekte berechnen können. Gesteuert wird das alles über die Mixer-Software Cue Mix FX. Ganz so umfassend wie bei den größeren MOTU-Interfaces sind die Möglichkeiten des MicroBook II natürlich nicht, trotzdem hat das kleine Einhorn ganz schön was drauf. Vier separate Mixes der Eingangssignale können angelegt werden. Darüber hinaus stehen für jeden Input und die drei Ausgangspaare separate Kompressoren und 7-Band-Equalizer zur Verfügung. Nützliche Tools wie Oszilloskop, Phasen Meter, FFT-Analyse, ein Tuner und ein Signalgenerator für Testsignale runden die Ausstattung ab. Gerade auch für Live-Situationen praktisch ist eine Meter-Page, mit der man sämtliche Ein- und Ausgänge gleichzeitig im Blick hat.

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