Stagepurist

Kurzweil SP1 – Stagepiano im Test

KURZWEIL SP1 – STAGEPIANO(Bild: Dieter Stork)

Wahre Kunst entsteht aus der Beschränkung der Mittel! Kein Wunder also, dass das Piano neben der Gitarre nicht erst in der Neuzeit zum beliebtesten Kompositionsinstrument avancierte und in akustischer wie mittlerweile auch digitaler Form die Bühnen eroberte. Mit dem SP1 stellt Kurzweil eine wahre Reduktion auf die wesentlichen Kernelemente seiner SP-Serie vor. Kluger Schachzug?

Mehr weglassen kann man eigentlich wirklich nicht mehr! Kurzweil stellt seinem bereits zur NAMM vorgestellten SP6 einen kleinen Bruder mit der Kennziffer 1 an die Seite und reduziert mit diesem das V.A.S.T.-Technologie basierte Stagepiano-Konzept auf das maximale Minimum. Also: What’s left in the box?

Anzeige

Außenhülle: Optisch trägt das SP1 die unverkennbare Designhandschrift des bereits seit einiger Zeit erhältlichen SP6 und wiederholt dabei ganz nebenbei den stilistischen Fauxpas des Brushed-Metal-Look-Panels in Vollkunststoff. Das nur 12 kg leichte Instrument verzichtet im Direktvergleich zum 6er-Modell nicht nur auf die blauen Farbapplikationen, sondern auch auf eine sichtliche Vielzahl an Reglern, Funktionen und Inhalt. Letzterer konzentriert sich mit lediglich 16 integrierten Sounds, gepaart mit einer stattlichen 256-fachen Polyfonie ganz und gar auf das klangliche Kerngeschäft eines waschechten Bühnenpianos. Passend dazu präsentiert sich die Oberfläche stimmig, aufgeräumt und Menütauchgang-frei im Stil eines puristischen WYSIWYG-Konzepts.

Die Oberfläche präsentiert sich stimmig, aufgeräumt und Menütauchgang-frei im Stil eines puristischen WYSIWYG-Konzepts.

Reduced to the Max: klare Panelstruktur und ...
... WYSIWYG-Bedienung
Auf der Rückseite finden sich alle relevanten Anschlüsse für Bühne ...
... und Studio.
Pitchbender und Modulationsrad sollten auch an einem Stagepiano nicht fehlen.

Neben Selbstverständlichkeiten wie Transpose-Buttons, Pitch- und Modulationsrad verfügt das SP1 grundlegend über vier Soundrubriken mit je einem Volume-Regler und vier Sounds im Direktzugriff. Unter Piano, Keyboards, Strings/Pads und „Other“ sind dabei die wohl mit Abstand üblichsten Verdächtigen vom Grand Piano über Rhodes und Orgel bis hin zu Strings, Brass und Bass übersichtlich

vereint. Ergänzt wird das Setup mit einer ebenso spartanischen, aber dennoch ausgesprochen praxisgerechten Effektrubrik mit Reverb, Chorus, Tremolo und Delay (inklusive rudimentärer Time- & Repeat-Anpassung via Value-Regler). Auch ein Master-EQ – beim vorliegenden Probanden dreibandig ausgeführt – darf bei einem Bühneninstrument selbstverständlich genauso wenig fehlen wie ein Minimum von fünf Favoriten-Speicherplätzen.

Den kompletten Testbericht findest du in der Keyboards-Ausgabe 2/2019. Hier versandkostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen. 

Hersteller/Vertrieb: Kurzweil / Sound-Service

Internet: www.kurzweil.com

Preis: 800,– Euro

 

Unsere Meinung:

+  Sound

+  Bedienung

–  Preis

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren